Veranstaltungsreihe des AK Kein Vergessen!, des AK Antifa Aachen und der AFA-Nederland:

Dienstag, 27.10.2009 VHS Aachen, 2.Etage: Forum Beginn 19:00
Der Silbertannen-Mörder Heinrich Boere vor Gericht!

Eine Veranstaltung mit Teun de Groot, Sohn des von Heinrich Boere ermordeten Teun de Groot, Arnold Karskens, Journalist aus Amsterdam, Detlev Hartmann, Rechtsanwalt aus Köln und Vertreter der Nebenklage und Stephan Stracke, Historiker aus Wuppertal
In der Veranstaltung wird neben einem Fokus auf Heinrich Boere auf andere niederländische NS-Täter eingegangen. Denn Boere ist nicht der einzige niederländische NS-Verbrecher, der auf der Liste des niederländischen Justizministers steht. An den Lebenswegen dieser Kollaborateure lässt sich exemplarisch der deutsche Umgang mit NS-Tätern nach 63 Jahren bilanzieren. Die Referenten werden zudem die deutsche Fluchthilfe für europäische SS‘ler beleuchten, die auch ein Stück Aachener Stadtgeschichte schreibt.

This lecture will be bilingual. ( german/dutch)

De ‘Silbertanne’-moordenaar Heinrich Boere voor het gerecht!
Dinsdag 27 oktober 2009, om 19.00
VHS Peterstrasse 21 Aken, Forum (2e etage)

Een bijeenkomst met Teun de Groot, zoon van de door Heinrich Boere vermoordde Teun de Groot, Arnold Karskens, journalist uit Amsterdam en Detlev Hartmann, advocaat uit Keulen en gemachtigde van een mede-aanklagers en Stephan Stracke, historicus uit Wuppertal.

Tijdens de bijeekomst wordt, naast aandacht voor Heinrich Boere, ook ingegaan op andere Nederlandse SS’ers. Want Boere is niet de enige SS-misdadiger die op de lijst van de Nederlandse minister van justitie staat. Aan de hand van de levenswandel van deze collaborateurs is na 63 jaar de balans op te maken van de Duitse omgang met nationaal-socialistische daders. De sprekers zullen de Duitsers die de vluchtende Europese SS’ers hielpen belichten, waarvan ook de geschiedenis de stad Aken deel uitmaakte. Met medewerking van de Volks Hogeschool Aken.

Mittwoch, 28. Oktober: Prozessauftakt. Kundgebung ab 9.00h vor dem Aachener Landgericht

Freitag, 6.11.2009 Haus Löwenstein, Markt 39, Beginn 19.00h
Die SS in den Niederlanden

In den Niederlanden war die SS während des Zweiten Weltkriegs präsenter als in den anderen besetzten Ländern Westeuropas. Der Unterdrückung des niederländischen Widerstandes und der Durchsetzung der nationalsozialistischen Rassepolitik stand der Versuch gegenüber,
niederländische Kollaborateure für das „Neue Europa“ der SS zu gewinnen. Thomas Müller beleuchtet in dem Vortrag den historischen Kontext des „Falles Boere“.

Freitag, 13.11.2009 Haus Löwenstein, Markt 39, Beginn 19.00h
Neuer Nationalismus und der bundesdeutsche Umgang mit NS-Verbrechen

Der Referent wird in seinem Vortrag den aktuellen und historischen Umgang mit NS Verbrechen darstellen und die Frage stellen, ob im Umgang mit deutscher NS-Geschichte ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat, der Entscheidungen wie die Rehabilitierung von Deserteuren ermöglicht. Auch wird es um einen Wandel nationalistischer Diskurse gehen, der mit der Parole „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ hin zu der erstmals von Joseph Fischer hervorgebrachten Argumentation genau wegen Auschwitz wieder Angriffskriege zu führen, umrissen werden kann. Der Referent wird sich auf die Suche nach Antworten begeben, warum heute doch noch einzelne Prozesse gegen NS-Verbrecher stattfinden, die seit 60 Jahren verweigert wurden und was das mit dem „Ansehen Deutschlands in der Welt“ zu tun hat.

Freitag 20.11.2009 Haus Löwenstein, Markt 39, Beginn 19.00h
Das Fortwirken der NS-Kollaborateure auf europäischer Ebene

Die Nichtverfolgung zahlreicher NS-Verbrechen hatte viele Folgen. Neben den persönlichen Dimensionen, gerade für die Opfer des NS und deren Angehörigen ermöglichte die ausbleibende Strafverfolgung den Tätern, NS-Ideologie weiterhin zu forcieren, sich zu re-organisieren und ihr Wissen weiterzutragen. Der Referent Jörg Kronauer beleuchtet in der Veranstaltung die Strukturen von NS-Kollaborateuren auf europäischer Ebene nach dem NS. Es wird um Kontinuitätslinien alter Nazis zur aktuellen extremen Rechten gehen, um das Fortwirken der alten NS-Kollaboration bis heute.