AK Antifa Aachen http://akantifaac.blogsport.de Wed, 28 Nov 2018 22:27:10 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Doku: Redebeiträge von der Antirepressionsdemo am18.11. http://akantifaac.blogsport.de/2018/11/29/doku-redebeitraege-von-der-antirepressionsdemo-am18-11/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/11/29/doku-redebeitraege-von-der-antirepressionsdemo-am18-11/#comments Wed, 28 Nov 2018 22:27:10 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/11/29/doku-redebeitraege-von-der-antirepressionsdemo-am18-11/ Auf der Demo gegen den Rechtsruck und staatliche Repression gab es einen Redbeitrag zu den jüngsten Aktivitäten der Aachener Naziszene und einen Über das neue Polizeiaufgabengesetz in NRW: Ersteren wollen wir aus Eigeninteresse hier nochmal teilen:

Redebeitrag: Naziaktivitäten

In den vergangenen Wochen gab es wieder vermehrte Naziaktivitäten rund um das Autonome Zentrum und im Frankenberger Viertel. So lauerten Nazis mehrfach Besucher*innen des AZ auf, verfolgten sie und bedrohten sie mit einem Messer.

Die beiden Jungnazis Norman S. und Marcel (unbekannt) taten sich in diesem Kontext besonders hervor. Die beiden gehören zum Nachwuchs der Neonaziorganisation “Syndikat 52”. Dabei handelt es sich de facto um die Nachfolgeorganisation der 2012 verbotenen “Kameradschaft Aachener Land”. Das “Syndikat 52” bezeichnet sich formal als Projektgrupppe von “Die Rechte Aachen-Heinsberg”, tatsächlich findet aber der Großteil der Aktivitäten unter dem “S52” Label statt.

„Syndikat 52“ hat den Charakter einer Neonazikameradschaft und setzt mehr oder weniger die Aktivitäten der KAL fort. Dazu gehören neben gemeinsamen Demonstrationsbesuchen, neonazistischem Heldengedenken und ideologischen “Bildungsvorträgen” auch gemeinschaftliche Freizeitbeschäftigungen wie Bootsausflüge und selbstorganisierte Ballermannpartys oder eben Angriffe auf Migrant*innen und politische Gegner*innen.

Unter anderem über die Parteistrukturen von “Die Rechte” ist das Syndikat gut vernetzt. Mitglieder reisten dieses Jahr zu Naziaufmärschen in der ganzen Bundesrepublik: Bspw. nach Bielefeld und Kerpen/Bergheim zu Ehren der inhaftierten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck, nach Dortmund und Wuppertal zu Demonstrationen von Die Rechte, nach Berlin um dem Hitlerstellvertreter Rudolf Heß zu gedenken oder nach Kandel um dort ihre rassistische Hetze zu verbreiten.
Auch mit der europäischen extremen Rechten gibt es gute Verbindungen: So reisten Nazis aus Aachen und Umgebung in diesem Jahr bereits zweimal zu faschistischen Veranstaltungen in Sofia, Bulgarien.

Im Syndikat 52 sind Mitglieder aus Aachen, Düren und Heinsberg organisiert. Auffällig hierbei sind die personellen Kontinuitäten seit dem Verbot der KAL: So treten in allen Aktivitätsregionen des Syndikats weiterhin die alten Kader in Erscheinung: In Erkelenz – Gerwin J., in Düren der ehem. Kameradschaftsführer Rene L. und in Aachen Tim M.

Letzterer glänzte zuletzt zusammen mit seinem Bruder Karl durch Ambitionen als Online-Drogenhändler. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung Anfang 2017 wurden große Mengen Amphetamine gefunden. Die Beiden sollen zusammen Sebastian L. und Dominik H., ebenfalls aus dem Umfeld von S52, beim Handel mit dieser Drogen bis zu 330.000 Euro umgesetzt haben. Dass dieses Geld zur Unterstützung von lokalen Nazistrukturen oder bundes- und europaweit agierenden Untergrundorganisationen verwendet wurde ist äußerst wahrscheinlich. So bestanden unter anderem langjährige Verbindungen der Aachener Neonaziszene zu rechten Terrororganisationen wie „Combat 18“. Der Prozess zu diesem Komplex läuft nun seit ca. einem Jahr vor dem Aachener Landgericht. Seit die die Angeklagten wegen der Verfahrenslänge diesen Sommer aus der Untersuchungshaft entlassen wurden, scheint die Zahl der Angriffe und Aktivitäten zu steigen. Zusammenhänge?

Doch schon seit 2017 beobachten wir vermehrt Aktivitäten von Nazis des “Syndikat 52” und der “Identitären Bewegung” in Aachen und speziell im Frankenberger Viertel. Das Frankenberger gilt den Faschos dabei als (ZITAT)”Rückzugsort für Antifas und Sozialparasiten”, diese würden dort „harmlose Patrioten“ bedrohen. Mit „harmlosen Patrioten“ sind hier dann die genannten bewaffneten Neonazis gemeint.

Das ist einem auf ihrer Facebookseite veröffentlichten Video zu entnehmen. In dem Video dokumentieren sie, unterlegt mit dramatischen Hip-Hop-Beats, wie sie heldenhaft Sticker aufkleben und Flyer in Briefkästen stecken.

Das Auftreten von Neonazis im Viertel ist immer eine Gefahr für Leute, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Wird ihre Präsenz einfach ignoriert, gibt man ihnen Raum für Hetze und Gewalt. Dass sich Nazis nicht einfach verbieten lassen und dem „Rechtsstaat“ bzw. der Polizei generell kein Vertrauen entgegen zu bringen ist, zeigt sich nicht zuletzt bei den Enthüllungen rund um den „NSU“. Deswegen gilt es, rechten und autoritären Positionen keine Räume und Viertel zu überlassen und Nazis im Alltag offensiv zu konfrontieren.

Aprops: Was ist denn zum Beispiel mit Miguel D. Dem Mitarbeiter des Frankenberger Barbershops gefallen auf Facebook die faschistische Partei Spaniens, die Nazimarke Thor Steinar sowie weitere einschlägige Naziseiten. Das gibt dem Besuch von Sebastian L. im Barbershop im Frühjahr 2017 nochmal ein eigenes Geschmäckle.

Als wäre die Männerexklusivität dort nicht schon bescheuert genug, wird also mit dem Argument “Hier sind alle Männer willkommen – solange es denn Männer” sind, auch Nazis ein Ort zum männlichen Wohlfühlen geboten. Unter Gleichgesinnten.

Also Augen auf im Straßenverkehr – Rechts vor Links verhindern!

Chronik: Aktivitäten Rechter aus Aachen und Umgebung 2018

17.02.18 Sofia, Bulgarien

Lukovmarsch, Fackelmarsch Bulgarischer Nationalisten, Revisionismus, Gedenkmarsch für einen faschistischen General

Teil einer deutschen Delegation von ca. 50 Personen, organisiert von Der Rechten

24.03.18 Kandel

Rassistische Hetze nach einer tödlichen Messerattacke

14.04.18 Dortmund

Die Rechte Demo, Motto: „Europa erwache“

10.05.18 Bielefeld

Demo in Solidarität mit Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

09.06.18 Wuppertal

Kundgebungstour Die Rechte

23.06.18 Kerpen Bergheim

Demo in Solidarität mit Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

18.08.18 Berlin

Rudolf Heß Gedenken

20.09.18 Mönchengladbach

Gedenken an rechten Selbstmörder Hooligan

29.09.18 Sofia, Bulgarien

Tag der Jugend rechter Nationalisten

03.10.18 Dortmund

Kundgebung gegen Polizeiwillkür und staatliche Repression gegen Nazis

10.11.18 Bielefeld

Demo in Solidarität mit Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

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Mitteilung zu Neonazi-Aktivitäten im Frankenberger Viertel und rund um das AZ Aachen http://akantifaac.blogsport.de/2018/10/26/mitteilung-zu-neonazi-aktivitaeten-im-frankenberger-viertel-und-rund-um-das-az-aachen/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/10/26/mitteilung-zu-neonazi-aktivitaeten-im-frankenberger-viertel-und-rund-um-das-az-aachen/#comments Fri, 26 Oct 2018 09:32:16 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/10/26/mitteilung-zu-neonazi-aktivitaeten-im-frankenberger-viertel-und-rund-um-das-az-aachen/ via: www.az-aachen.de

Im Laufe der letzten drei Wochen kam es vermehrt zu rechten Aktivitäten im Frankenberger Viertel und rund um das Autonome Zentrum am Hauptbahnhof. Diese besorgniserregenden Vorfälle möchten wir an dieser Stelle nicht unkommentiert lassen, da wir als Autonomes Zentrum Aachen direkt davon betroffen sind und auch andere Aachener*innen davon in Kenntnis setzen wollen.

Die Neonazis des „Syndikat 52“ („S52“ kann sich getrost als Nachfolgeorganisation der seit 2012 verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ bezeichnen lassen) und der sogenannten „Identitären Bewegung“ verteilten im Viertel Flyer sowie Sticker und versuchten vermeintlich Linke oder Menschen, die anderweitig nicht in ihr Weltbild passen, anzugreifen. Außerdem veröffentlichten sie ein Video auf ihrer S52-Facebookseite, welches ihre Aktivitäten dokumentierte.

Diese begründen sie damit, dass das Frankenberger Viertel ein Sammelpunkt für „Sozialparasiten“ und „Antifas“ sei, welche „harmlose Patrioten“ bedrohen würden. Mit „harmlosen Patrioten“ sind hier Neonazis gemeint, für welche es keinen Platz geben darf, weder im Frankenberger noch sonst wo, weder heute noch zu einem anderen Zeitpunkt.

Denn Faschist*innen die Straße oder gesellschaftliche Diskurse zu überlassen, kann niemals in unserem Interesse stehen: zum Wohle und der Freiheit aller!

Deshalb unsere Bitte:

Falls ihr Neonazi-Aktivitäten beobachtet oder Propagandamaterial von ihnen entdeckt, meldet es den örtlichen antifaschistischen Gruppen, Strukturen und Initiativen oder werdet selbst aktiv und bezieht Stellung gegen diese menschenfeindliche Ideologie!
Meldet könnt ihr euch bei Antifa en détail – Aachen:https://antifaendetail.noblogs.org/ oder AK Antifa Aachen: http://akantifaac.blogsport.de/.

Wir empfehlen ausserdem uns auf twitter zu folgen, um aktuelle Infos nicht zu verpassen: twitter.com/AZAachen!

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Prozess gegen zwei Antifaschist*innen beginnt in Kürze http://akantifaac.blogsport.de/2018/10/26/prozess-gegen-zwei-antifaschistinnen-beginnt-in-kuerze/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/10/26/prozess-gegen-zwei-antifaschistinnen-beginnt-in-kuerze/#comments Fri, 26 Oct 2018 09:19:05 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/10/26/prozess-gegen-zwei-antifaschistinnen-beginnt-in-kuerze/ via: antirepac.noblogs.org

Im März 2017 gab es im Aachener Frankenberger Viertel eine Auseinandersetzung zwischen Antifaschist*innen und den zwei organisierten Neonazis Sebastian Lück und Niklas Beckers. In Folge dessen wurden zwei Personen festgenommen, ihnen wurde Landfriedensbruch und Körperverletzung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft phantasierte kurzerhand „Fluchtgefahr“ herbei und steckte die beiden mit dieser Begründung für über zwei Wochen in Untersuchungshaft.

Die Aachener Lokalpresse (AZ/AN, WDR) trug ihren Teil dazu bei, indem sie sich, wie fast immer, ausschließlich auf die Aussagen der Polizei beriefen (die In diesem Fall maßgeblich auf den Aussagen der Nazis beruhten) und ohne eigene Recherche abdruckten. Dazu wurde in einer tendenziösen Berichterstattung Panik vor einem gewalttätigen Mob geschürt, ohne auf den politischen Hintergrund der Nazis auch nur einzugehen.

Allerdings wurde im Nachhinein auch eine antifaschistische Demo durchs Viertel organisiert sowie eine Kundgebung vor dem Aachener Knast. Außerdem gründete sich das Bündnis „Frankenberger gegen Rechts“.

Wir erleben in Deutschland und auf der ganzen Welt seit einigen Jahren einen massiven Rechtsruck und die weite Verbreitung faschistoider Tendenzen. Dies ist nicht nur in den Parlamenten deutlich sichtbar, sondern parallel dazu und vor allem auf den Straßen. Eins der jüngsten Beispielehierfür sind die Aufmärsche tausender Neonazis zusammen mit AfD- und Pegida-Anhänger*innen Ende August 2018 in Chemnitz. Hierbei kam es u.a. zu Hetzjagden, bei denen Faschist*innen vermeintlich migrantisch aussehende Menschen bepöbelten, angriffen und jagten. Dass Unterkünfte für Geflüchtete angezündet werden ist in Deutschland bereits so alltäglich geworden, dass die Presse es offenbar nicht mehr für notwendig hält, darüber zu berichten oder gar zu recherchieren. Auch antisemitische Äußerungen (bspw. in politischen Reden) und Übergriffe häufen sich.

Solche Übergriffe, die vonseiten der Presse, Politik und Staatsanwaltschaft regelmäßig verharmlost, totgeschwiegen oder mit Bezug auf vermeintlich „begründete Ängste“ indirekt verteidigt werden, sind nur möglich, weil es es eine gesellschaftliche Rückendeckung für Rassismus und Antisemitismus gibt. Seit Jahrzehnten schon fehlt eine Auseinandersetzung mit der organisierten Neonaziszene, die sogar mehr oder weniger offen vom Staat gedeckt und unterstützt wird (Beispiel NSU). Falls sich die Öffentlichkeit dann doch mal nicht vermeiden lässt, werden extrem rechte Motive oft entpolitisiert und es wird von „durchgedrehten Einzeltäter*innen“ gesprochen. Diese Rhetorik lenkt gezielt davon ab, dass Rassismus und Antisemitismus eben keine „Randphänomene“ sind, sondern in der Gesellschaft weit verbreitet und immer noch tief verwurzelt.

Angesichts dieser Zustände ist es unglaublich wichtig, dass Menschen sich auf verschiedenen Ebenen gegen Faschismus wehren, ob auf der Arbeit, im Bus, in der eigenen Familie oder eben auf der Straße. Organisierte Neonazis sind immer eine Gefahr für andere Menschen, egal wo und wie sie auftreten. Sie schalten ihr politisches Bewusstsein nicht aus, wenn sie gerade ein Eis essen oder im Stadion sind. Sie sind immer Faschist*innen. Punkt. Wenn sich Nazis im Frankenberger Viertel rumtreiben, ist das eine klare Provokation, da dieses Viertel eher alternativ geprägt ist und viele Menschen sich von ihrer Anwesenheit bedroht fühlen.

Nun sollen unsere beiden Genoss*innen aufgrund der Ereignisse im Frankenberger Viertel verurteilt werden. Es ist wieder einmal auffällig, dass die Repression nur die Antifaschist*innen trifft, während die zwei Neonazis sich als Opfer stilisieren können. Bei der Aachener Staatsanwaltschaft ist es schon Tradition, linke Aktivist*innen mit Repressalien zu überhäufen, während die Aktivitäten von Faschist*innen verharmlost werden.

Vor Gericht wird dabei gezielt versucht, antifaschistische Arbeit zu entpolitisieren und als individuelle Straftaten zu verkaufen. Wir wehren uns gegen diese Darstellung und erklären uns solidarisch mit den beiden Angeklagten. Die Notwendigkeit antifaschistischer Arbeit liegt auf der Hand, wenn wir uns die gesellschaftlichen Zustände anschauen.

Lasst die Betroffenen nicht allein!

Die Prozesstermine sind am 21.11., 30.11. und 07.12., jeweils um 9 Uhr am Amtsgericht Aachen.

Wir freuen uns über Öffentlichkeitsarbeit, Spenden und natürlich über Leute, die den Prozess vor Ort begleiten.

Zum Nachlesen:

Antifa Recherche Aachen und Umgebung (1.Artikel)

Artikel der Aachener Nachrichten, nach dem Vorfall

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http://akantifaac.blogsport.de/2018/10/26/prozess-gegen-zwei-antifaschistinnen-beginnt-in-kuerze/feed/
Doku: Aachener Neonazis beteiligen sich am sog. Lukov-Marsch in Sofia, Bulgarien http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-aachener-neonazis-beteiligen-sich-am-sog-lukov-marsch-in-sofia-bulgarien/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-aachener-neonazis-beteiligen-sich-am-sog-lukov-marsch-in-sofia-bulgarien/#comments Thu, 08 Mar 2018 17:32:16 +0000 AK antifa AC News Demos Lokales/Regionales http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-aachener-neonazis-beteiligen-sich-am-sog-lukov-marsch-in-sofia-bulgarien/ Am 17.02.2018 nahmen die Syndikat 52 Mitglieder Gerwin J., Tristan R., Christopher P. und Kevin G. sowie eine weitere Person am sog Lukov-Marsch sowie an einer Spontandemonstration am abend zuvor in der bulgarischen Hauptstadt Sofia teil.
Dieser ausführliche Bericht erschien auf dem blog von Antifa en détail Aachen:

links mit Brille: Kevin G.
links mit Brille: Kevin G.
vlnr: Gerwin J., Tristan R.
Am 17.02.2018 fand der seit 2003 in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens von Neonazis organisierte Lukow-Marsch statt. Diese, immer Mitte Februar von bulgarischen Neofaschisten veranstaltete Demonstrationen, wurde in den letzten Jahren von extrem rechten Delegationen aus Deutschland, Polen, Italien und Schweden unterstützt.[1]

Die Neonazis gedenken mit dem Marsch Generalleutnant Christo Lukow, dem ehemaligen Führer der ultranationalistischen Partei „Bund der Bulgarischen Nationalen Legionen“ (SBNL). 1935 zum bulgarsichen Kriegsminister ernannt, knüpfte er früh Kontakte zur Führung des Nationalsozialismus und baute mit deren Hilfe die SBNL aus. Während des zweiten Weltkriegs, in dem sich Bulgarien zunächst durch diskriminierende Gesetzgebung gegenüber Jüdinnen und Juden an Nazideutschland anbiederte und 1941 auf dessen Seite in den Krieg eintrat, avancierte Lukow zum führenden Nazi-Kollaborateur. Am 13. Februar 1943 wurde er von den kommunistischen Partisan*innen Violeta Yakowa und Iwan Burudschiew erschossen[1].

Jährlich ziehen hunderte Menschen, teilweise in faschistische Uniformen gekleidet, mit Fackeln und bengalischen Feuern durch die Straßen Sofias, um Lukow zu gedenken. Auch dieses Jahr wurde die Teilnahme und Unterstützung einer deutschen Delegation angekündigt: Syndikat 52 [2][3], Die Rechte Dortmund [4], Patriotisches Dortmund [5] und die JN Niedersachsen [6] verkünden seit Freitag auf ihren Facebook-Seiten, daß man sich in Sofia befände, um die Kameraden zu unterstützen. Am Freitagabend fand vor dem eigentlichen Gedenkmarsch samstagnachmittags eine spontane Demonstration mit ca. 150 Teilnehmer*innen durch die Fußgängerzone von Sofia statt [4]. Bei dem Marsch am Samstag nahmen 35-40 Neonazis allein aus dem deutschsprachigen Raum teil. Diese traten in geschlossenen Reihen auf, erkennbar durch schwarz-weiß-rote Armbinden (s.o.) [7]. Während der Auftaktkundgebung hielt Sven Skoda, führender Kopf der Kameradschaftsszene in NRW eine Rede, die simultan ins Bulgarische übersetzt wurde. In dieser warb er u.a. für die Teilnahme an der Demonstration „Europa erwache“, die am 14. April in Dortmund stattfinden soll. Bereits seit einer Weile mobilisiert die deutsche Neonazi-Szene in anderen europäischen Ländern zu dieser Demonstration. Die deutsche Delegation bildete einen eigenen Block, nach vorne abgegrenzt durch ein „Gemeinsam für Europa“-Transparent (s.o.), welches schon letztes Jahr von deutschen Neonazis mitgeführt wurde.

Zwischen bulgarischen und deutschen, v.a. den Dortmunder Neonazis scheint eine sehr enge, freundschaftliche Beziehung zu bestehen. Die Zusammenarbeit findet hauptsächlich zwischen den beiden Parteien „Die Rechte Dortmund“ und der „Bulgarian National Union“ (BNU) statt. Aus den Reihen der Letztgenannten stammen die beiden Organisatoren (Plamen Dimitrow und Adronow Zwezdomir) des jährlichen Aufmarsches. Dimitrow trat im Juni 2016 beim Tag der deutschen Zukunft in Dortmund als Redner auf und warb dort für die Teilnahme am Lukow-Marsch 2017 [8]. Wie hoch die Beteiligung bulgarischer Neonazis an der Demonstration im April 2018 in Dortmund ausfallen wird, bleibt abzuwarten
Quellen:
[1] https://jungle.world/artikel/2018/06/stelldichein-fuer-neonazis
[2] https://www.facebook.com/syndikat52/posts/1979051849011355
[3] https://twitter.com/Klarmann/status/965156090857099264
[4] https://www.dortmundecho.org/2018/02/bulgarien-mobiveranstaltung-fuer-dortmund-demo-und-spontaner-aufzug-durch-sofia/
[5] https://www.facebook.com/patriotischesdortmund/videos/273654959835564/
[6] https://www.facebook.com/JnNiedersachsen/posts/1597035990345826
[7] https://www.flickr.com/photos/mikkelhansen/26453121848/in/album-72157663807684997/
[8] http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2017/02/26/deutsche-neonazis-bei-aufmarsch-in-bulgarien_23150

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http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-aachener-neonazis-beteiligen-sich-am-sog-lukov-marsch-in-sofia-bulgarien/feed/
Doku: Genoss*in zur DNA-Entnahme geladen! http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-genossin-zur-dna-entnahme-geladen/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-genossin-zur-dna-entnahme-geladen/#comments Thu, 08 Mar 2018 15:36:53 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-genossin-zur-dna-entnahme-geladen/ Im Frühjahr 2017 wurden zwei unserer Freund*innen nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis im Frankenberger Viertel in Untersuchungshaft gesteckt. (Stellungnahme von April 2017: https://antirepac.noblogs.org/post/2017/03/19/2-compas-in-aachen-verhaftet-kundgebung-heute-sonntag-19-03-um-15-uhr-am-neumarkt-in-aachen/ )
Nachdem wir sie zwei Wochen später wieder in Freiheit begrüßen konnten und sie im Herbst sogar die nervigen Meldeauflagen los wurden, geht es jetzt auf den Prozess zu. (Stellungnahme zur Entlassung: https://antirepac.noblogs.org/post/2017/04/26/finn-und-fifi-sind-frei/)
Mindestens eine der beiden angeklagten Personen soll nun eine DNA-Probe zum Spurenabgleich abgeben.
null

Die Bullen ließen es sich nicht nehmen, den richterlichen Beschluss hierzu persönlich bei der Wohnung des Menschen vorbei zu bringen. Dies geschah so nicht zum ersten Mal und mindestens bei einer Gelegenheit verschafften sie sich ungefragt Zugang zum Hausflur, um mit ihrem Nerventerror vor der Wohnungstür weiterzumachen.
Es scheint ihnen darum zu gehen, Einzelpersonen so unter Druck zu setzen, dass sie einknicken, und Menschen in deren Umfeld zu zeigen, was es heißt mit Freund und Helfer aneinander zu geraten. In diesem Fall heißt das Menschen in U-Haft zu sperren, begründet mit unbelegten Mutmaßungen, wie kein soziales Umfeld und keinen festen Wohnsitz oder Zugang zu einem (nicht weiter definierten) anonymen Netzwerk zu haben. Erst als der Haftbefehl nach gut einem halben Jahr vor einer anderen Kammer neu verhandelt wurde, kassierte ihn die Richterin umgehend wegen mangelnder Verhältnismäßigkeit.
Nachdem ein Antrag zur DNA-Entnahme zur Prävention scheiterte (diese Probe stünde dann in der bundesweiten Datenbank zur Verfügung) geht es nun um Spurenabgleich im konkreten Ermittlungsverfahren. Das DNA als Beweismittel nicht so zuverlässig ist, wie von den Ermittlungsbehörden behauptet, interessiert sie in ihrer Datensammelwut wenig. (Mehr Infos dazu: http://whentheykick.blogsport.de/2017/04/13/dna/ )
Zuständig für den Fall ist die Ermittlungskommission Hambach. Diese eigens zur Bekämpfung des Braunkohlewiderstands im Hambacher Forst eingerichtete Stelle scheint inzwischen als eine Art Taskforce gegen Links zu fungieren.

Wir wollen diese Angriffe auf unsere Freund*innen nicht hinnehmen und den Cops solche Schikanen so anstrengend wie möglich gestalten. Ob das heißt, den betroffenen Personen den Rücken frei zu halten oder den Schweinen ein Paar Steine in den Weg zu legen.
Liebe und Solidarität allen Kämpfenden, Wut und Verachtung diesem Staat und seinen Helfer*innen!
Freiheit für Lisa und die Hambi4!

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http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-genossin-zur-dna-entnahme-geladen/feed/
Fünf Jahre Schwarz-Rote-Kneipe! http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/fuenf-jahre-schwarz-rote-kneipe/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/fuenf-jahre-schwarz-rote-kneipe/#comments Thu, 08 Mar 2018 15:33:49 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/fuenf-jahre-schwarz-rote-kneipe/ geklaut von: diskursivaachen.org

Die Schwarz-Rote Kneipe feiert Geburtstag! Bereits seit fünf Jahren organisieren wir unsere Schwarz-Rote Kneipe. Es wurden zahlreiche Vorträge zu unterschiedlichen Themen, wie Antisemitismus, Geschlechterkonstruktion, Sexismus, Rassismus, linke Geschichte oder auch zu tagesaktuellen Themen gehalten. Zu diesem festlichen Anlass möchten wir John Malamatinas einladen. Er hielt vor fünf Jahren den ersten Vortrag in unserer Schwarz-Roten Kneipe von der “Anomie”, “nationalem Zusammenhalt” und der weiterlebenden Hoffnung. Es wurden die Proteste und staatlichen Repressionen rund um die Troika thematisiert. Fünf Jahre später wollen wir mit John Malamatinas wieder einen Blick nach Griechenland werfen.

In Griechenland kommt es derzeit im Zuge des Namensstreits mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien zum Ausbruch eines aggressiven Nationalismus. Dabei griffen faschistische Gruppen in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki, unter Schutz der griechischen Riot-Einheiten MAT, besetzte Häuser an und brannten das anarchistische Squat Libertatia nieder.
Diese nationale Massenhypnose, mitorchestriert durch Medien, Kirche und Teile der Politik und im Zusammenspiel mit reaktionären Kräften, bleibt weiterhin eine ernste politische Gefahr, der alle gegenüberstehen, die sich für eine andere Gesellschaft einsetzen. Der nationale Mythos der Vereinigung Aristotles und Platons, Alexander des Großen, den Spartaner*innen und Byzanz ist tief verankert im Bewusstsein der griechischen Bevölkerung. Daran änderten auch die Migrationserfahrungen und die jahrelange ökonomische Krise nichts. Die Leute sind erneut aus den Sofas aufgestanden. Aber nicht wie im Sommer 2011, um empört über den Umgang Europas und der Welt mit Griechenland und die aufkommende soziale Krise anzuprangern, aber um das vermeintliche „kulturelle Erbe Griechenlands“ zu verteidigen.
John Malamatinas wird in dem Vortrag nicht nur von den zahlreichen hässlichen Situationen der letzten Wochen erzählen, aber auch auf den erfolgreichen antifaschistischen Widerstand hervorheben.

Es wird wie immer vegane Küfa gegen Spende geben. Wie es sich für einen Geburtstag gehört, wird die Küfa dieses Mal ein festliches Mahl! Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch. Der Eintritt ist wie immer frei.

Autonomes Zentrum | 21.03.2018 | 18:30 Uhr

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http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/fuenf-jahre-schwarz-rote-kneipe/feed/
Morgen Demonstration in Aachen in Solidarität mit Efrin http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/22/morgen-demonstration-in-aachen-in-solidaritaet-mit-efrin/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/22/morgen-demonstration-in-aachen-in-solidaritaet-mit-efrin/#comments Mon, 22 Jan 2018 18:34:57 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/22/morgen-demonstration-in-aachen-in-solidaritaet-mit-efrin/ Seit Tagen greift die türkische Armee zusammen mit teilweise islamistischen Milizen (und mit Panzern aus deutscher Produktion) den syrisch-kurdischen Kanton Efrin an. Am morgigen Dienstag findet um 16 Uhr eine Demonstration in Solidarität mit der kurdischen Bewegung statt. Wir dokumentieren den Aufruf des kurdischen Volkshauses:

Sehr geehrte Damen und Herren, Freunde und Freundinnen,

am 23.01. werden wir gemeinsam mit Demokraten und FriendensaktivistInnen gegen die willkürliche Militäroffensive des Türkischen Staats in Nord-West Kurdistan Efrîn (Syrien) demonstrieren.
Wir nehmen nicht hin, dass die Verteidigungseinheiten YPG/YPJ gestern noch engster Verbündeter des Westens im Kampf gegen den IS waren und maßgeblich zur Zerschlagung des IS beigetragen haben und heute im Kampf gegen die Türkei allein gelassen werden.
Vor diesem Hintergrund laden wir alle demokratischen Kräfte dazu auf, uns gemeinsam gegen die Militäroffensive und der schweigenden Haltung des Westens zu erheben.
Treffpunkt: Kurdisches Volkshaus Aachen e. V. Oberstr. 3, 52070 Aachen Beginn: 16 Uhr

Informationen findet ihr auch auf der Facebook-Seite der YXK-Aachen.

Anbei möchten wir noch den Aufruf Hands off Afrin! mit euch teilen.

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http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/22/morgen-demonstration-in-aachen-in-solidaritaet-mit-efrin/feed/
Doku: Gruppe „FRIDA“ und die „YJK-E“ beziehen Stellung zu Gewalttaten gegen Frauen* in Malmö und Aachen http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/03/gruppe-frida-und-die-yjk-e-beziehen-stellung-zu-gewlttaten-gegen-frauen-in-malmoe-und-aachen/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/03/gruppe-frida-und-die-yjk-e-beziehen-stellung-zu-gewlttaten-gegen-frauen-in-malmoe-und-aachen/#comments Wed, 03 Jan 2018 15:35:37 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/03/gruppe-frida-und-die-yjk-e-beziehen-stellung-zu-gewlttaten-gegen-frauen-in-malmoe-und-aachen/ Den feministischen Selbschutz organisieren!

gefunden auf: de.indymedia.org

Stellungnahme der Gruppe „FRIDA“:

++ Triggerwarnung: Im Artikel wird explizit sexualisierte & körperliche Gewalt an Frauen thematisiert++

Stellungnahme zu den Geschehnissen in Malmö im Dezember 2017

Die Grausamkeit, mit denen Verbrechen an Frauen und Mädchen ausgeübt werden, machen uns sprachlos. Die Artikel in den Zeitungen, die darüber berichten wie Frauen vergewaltigt, angezündet oder getötet werden, häufen sich. Als wir heute die Berichterstattung zu den Gruppenvergewaltigungen in Malmö lesen mussten, konnten wir jedoch nicht länger schweigen

Zur Situation in Malmö

Innerhalb von wenigen Tagen, gab es in Malmö mehrere Gruppenvergewaltigungen. In der Nacht auf den heutigen Freitag kam es zur vierten Gruppenvergewaltigung innerhalb der letzten Wochen. Im Zusammenhang mit den Geschehnissen wird von „folterähnlichem Missbrauch“ gesprochen. Ein Fall sticht durch seine besondere Grausamkeit hervor. Nach der Gruppen-Vergewaltigung einer 17-jährigen, schütten die Täter der jungen Frau eine brennbare Flüssigkeit in den Schoß und zünden sie an. Die Widerwärtigkeit dieser Tat schockiert uns. Wir wollen nicht länger alleine sprachlos sein, sondern gemeinsam darüber wütend werden. Auch wenn die Fälle in Malmö besonders grausam sind, ist die traurige Realität, dass Malmö überall ist.

Kein Familiendrama – Keine Beziehungstat

Im letzten Jahr gab es – neben den tausenden von Vergewaltigungen, die in den Ehebetten und Wohnungen von Frauen und Mädchen täglich stattfinden – besonders grausame Fälle von Gewalt an Frauen, die durch die deutsche Öffentlichkeit gingen. Wir wollen hier beispielhaft ein einige Fälle erinnern:

- Letztes Jahr im Dezember wurde eine Frau in Kiel von ihrem Ehemann auf offener Straße mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet. Sie starb daraufhin im Krankenhaus an den folgen der Verbrennungen

- Im November 2016 band ein Mann seine Ehefrau an ihrem Hals mit seinem Seil an sein Auto und schleifte sie vor den Augen ihres Sohnes durch mehrere Straßen. Nur durch ein Wunder überlebte sie und verarbeitete ihre Geschichte in einem Buch.

- Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 158 Frauen von ihren aktuellen oder ehemaligen Partnern getötet. 211 Mal versuchten Männer, ihre Partnerinnen umzubringen – die Betroffenen überlebten jedoch. Im Schnitt heißt das, dass pro Tag in Deutschland eine versuchte oder vollendete Tötung an Frauen stattfindet

- Anfang diesen Monats wurden in Aachen gleich zwei Frauenmorde an einem Wochenende begangen. Beide wurden vermutlich von ihren Ehemännern ermordet. die Polizei spricht hier von „Beziehungstaten“ und versucht somit die politische Ebene der Ermordungen auszuklammern.

Wer bei Gewalt an Frauen von einer Beziehungstat spricht, erweckt den Anschein, es handle sich um eine private Streiterei zweier Menschen in einem privatem Raum und verdeckt somit die gesellschaftliche Ebene von Gewalt an Frauen. Auch die Bezeichnung „Familiendrama“ verkennt die Tatsache, dass Frauen überall Gewalt ausgesetzt sind – eben nur weil sie Frauen sind. Wir schließen uns der Erklärung des YJK-E, eines bundesweiten Zusammenschlusses diverser kurdischer Frauenräte und -initiativen, an, die zu den Frauenmorden in Aachen schrieben:

„Frauen, die selbst über ihr Leben entscheiden wollen, werden zum Angriffsziel der patriarchalen Mentalität und geraten in Todesgefahr. Sie kämpfen für ihr Recht auf Selbstbestimmung und werden systematisch ermordet. Wir akzeptieren das nicht und erklären ein weiteres Mal, dass wir unabhängig von Herkunft und Glaubensausrichtung an der Seite der betroffenen Frauen stehen. Wir verurteilen die Morde (…), die in Aachen von Männern getötet wurden. Jede Form von physischer, sexueller, psychischer und struktureller Gewalt an Frauen ist politisch, daher muss auch der Kampf dagegen politisch und organisiert geführt werden.“

Organisieren gegen patriarchale Gewalt

Wir beobachten wie sich die patriarchalen Verhältnisse zuspitzen. Immer öfter können wir von Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen in den Zeitungen lesen. Die Frage ist dabei jedoch nicht, ob die grausamen Verbrechen nun immer öfter auftreten, sondern die Frage sollte sein, in welcher Gesellschaft wir leben, dass diese nicht in einen politischen Zusammenhang gestellt werden. Die Verbrechen kommen nicht öfter vor, nur weil wir sie öfter in den Zeitungen lesen. Gewalt ist Alltag für Frauen – seitdem wir im Patriarchat leben. Wir wissen, dass die Artikel in den Zeitungen nur die Spitze des Eisbergs sind. Deren Veröffentlichung heißt nicht, dass die Gewalttaten öfter vorkommen, sondern nur, dass darüber berichtet wird.

Wenn in Malmö Frauen gefoltert und vergewaltigt werden, nur weil sie Frauen sind, dann ist es unsere Pflicht als Frauen auch hier unsere Stimme zu erheben. Wir können nicht länger hinnehmen, dass Frauen auf Grund ihres Geschlechts angegriffen werden. Jede Vergewaltigung ist politisch, jede Vergewaltigung ist Krieg gegen Frauen und Mädchen! Wir müssen unbedingt einen politischen Bezug zu den Vergewaltigungen, Angriffen und Morden an Frauen herstellen, ihn klar benennen und uns politisch dagegen organisieren.

KEINE EINZIGE WENIGER!

TOUCH ONE – TOUCH ALL!

Solidarität mit allen Betroffenen sexualisierter Gewalt!
Den feministischen Selbstschutz aufbauen!

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Solidarität mit den räumungsbedrohten Aktivisti im Hambacher Forst! http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/solidaritaet-mit-den-raeumungsbedrohten-aktivisti-im-hambacher-forst/ http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/solidaritaet-mit-den-raeumungsbedrohten-aktivisti-im-hambacher-forst/#comments Mon, 11 Dec 2017 11:06:45 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/solidaritaet-mit-den-raeumungsbedrohten-aktivisti-im-hambacher-forst/ Auf dem Hambiblog erschien ein Text zu der aktuellen Situation rund um die Besetzung.
Die Lage bleibt weiterhin ernst, also bereitet euch auf eine mögliche Räumung vor zeigt euch solidarisch und organisiert die Unterstützung der kämpfenden Freund*innen!
zum Nachlesen: hambacherforst.org

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Doku: Wochenrückblick zu den Razzien am 05.12. und den Prozessen nach der G20 Revolte http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-wochenrueckblick-zu-den-razzien-am-05-12-und-den-prozessen-nach-der-g20-revolte/ http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-wochenrueckblick-zu-den-razzien-am-05-12-und-den-prozessen-nach-der-g20-revolte/#comments Mon, 11 Dec 2017 11:02:07 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-wochenrueckblick-zu-den-razzien-am-05-12-und-den-prozessen-nach-der-g20-revolte/ erschienen auf: unitedwestand.blackblogs.org

Am vergangenen Dienstag, den 05. Dezember fanden insgesamt 25 Hausdurchsuchungen von Privatpersonen und linken Zentren in unterschiedlichen Städten der BRD statt. Hinter diesem Angriff auf linke Strukturen steckt die nach dem G20-Gipfel neu gegründete SoKo „Schwarzer Block“. Auf einer Pressekonferenz am Mittag nach den Durchsuchungen machte die SoKo klar, dass es nicht um die Strafverfolgung einzelner Straftaten geht, sondern vor allem darum wieder die Deutungshoheit über die Ereignisse rund um den G20 zu erlangen. Dies spiegelte sich u.a. auch darin wieder, dass es zu keiner einzigen Festnahme kam und dass nur solche Personen durchsucht wurden, die den Repressionsbehörden als Aktivist_innen bekannt waren.

In der Pressekonferenz begründete der SoKo-Leiter Hieber die Durchsuchungen mit einer rechtlichen Entscheidung des BGH. Demnach sollen alle Teilnehmer_innen der Demonstration am Rondenbarg ein Ziel verfolgt haben — die gewalttätige Auseinandersetzung. Der Ermittlungsausschuss Hamburg merkte zu dieser Lesart an: In der Urteilsbegründung des BGH steht eindeutig, dass sich dies nicht auf eine Demonstration beziehen lässt! Die fragwürdigen Methoden der Polizei kritisiert auch Gabriele Heineke vom Bundesvorstand des Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein in einem Interview mit dem Neuen Deutschland.

Die Soko „Schwarzer Block“ hielt in der Pressekonferenz nach wie vor an der bereits widerlegten Aussage fest, dass es einen Bewurf an der Einmündung zum Rondenbarg gegeben hätte. Die aktuelle Repressionswelle scheint ein Versuch zu sein, die Deutungshoheit über die Ereignisse am Rondenbarg behalten zu wollen, nachdem der dortige Polizeieinsatz, sowie der Prozess gegen Fabio vermehrt in Kritik geraten ist. „Wir haben in den Busch geschossen, jetzt sehen wir was sich bewegt“ – mit diesem Worten umschreibt einer der Ermittler die Razzien. 10 Jahre nach der letzten großen Durchsuchungswelle im Zusammenhang mit den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm, erneut versucht antikapitalistischen Protest zu kriminalisieren.

Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle! United we Stand!

Am Tag der Durchsuchungen sowie am Wochenende 9.12./10.12.2017 fanden zahlreiche Solidaritätsdemonstrationen statt. Hier ein Überblick:
Hamburg 05.12. | Berlin 06.12. | Göttingen 05.12. und 9.12. | Freiburg 05.12. | Tübingen 06.12. | Stuttgart 05.12. | Frankfurt 05.12. sowie Aktionen: Hambacher Forst | Hannover | Flensburg

Verschiedene Gruppierungen formulierten Solidaritätserklärungen:
Interventionistische Linke – IL | ver.di jugend | Rote Flora | Centro Sociale| Piraten Partei

In der Presse gab es zahlreiche Artikel die sich kritisch mit den Durchsuchungen auseinandersetzen: junge Welt | Interview jW | Neues Deutschland | TAZ | Panorama 3 | NDR | NDR Video | spiegel online |

Zudem fordert die Soko Schwarzer Block Zugang zu am G20 aufgenommenem Foto- und Videomaterial von Journalist_innen und schließt eine Beschlagnahmung des Materials nicht aus. Artikel dazu finden sich hier: Neues Deutschland I NDR

Auch die Prozesse gingen in der zurückliegenden Woche weiter.
Fabio musste am Montag, den 04.12.2017 wieder vor Gericht erscheinen, dort wurden zwei Zeugen vernommen: ein Polizist einer BFE Einheit, und ein Zivilfahnder, der aussagte, an der Einmündung zum Rondenbarg keinen Bewurf und Vermummung gesehen zu haben, sondern nur auf der Straße liegende Steine.
Fabio ist vom 22.11. bis 03.01. von den Meldeauflagen befreit und darf in der Zeit nach Italien. Eine kleine Doku zu Fabio gibt es bei Panorama 3.

Auch Christian hatte einen weiteren Prozesstermin am Donnerstag, den 07. Dezember. Dort präsentierten vier Zeugen, alles Mitglieder einer Berliner Hundertschaft, ihre unterschiedlichen Begründungen zu Veränderungen in ihren schriftlichen Zeugenaussagen. Alle vier hatten zuvor Emailkontakt mit der Soko „Schwarzer Block“. Richter Krieten sah darin keine Kausalität. Zum nächsten Prozesstermin, der am 13.12.2017 um 09:15 Uhr beginnt, sollen die Schlussplädoyers vorgetragen werden.

Am nächsten Dienstag 12.12. geht der Prozess gegen Evgenij am Amtsgericht Altona weiter. Beginn ist 9 Uhr.

Auch Fabio hat am Dienstag am Amtsgericht Altona einen einstündigen Gerichtstermin, dieser beginnt um 9:30 Uhr.

Lasst die Gefangen nicht allein, kommt zu den Prozessen!

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