AK Antifa Aachen http://akantifaac.blogsport.de Thu, 08 Mar 2018 17:35:29 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Doku: Aachener Neonazis beteiligen sich am sog. Lukov-Marsch in Sofia, Bulgarien http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-aachener-neonazis-beteiligen-sich-am-sog-lukov-marsch-in-sofia-bulgarien/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-aachener-neonazis-beteiligen-sich-am-sog-lukov-marsch-in-sofia-bulgarien/#comments Thu, 08 Mar 2018 17:32:16 +0000 AK antifa AC News Demos Lokales/Regionales http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-aachener-neonazis-beteiligen-sich-am-sog-lukov-marsch-in-sofia-bulgarien/ Am 17.02.2018 nahmen die Syndikat 52 Mitglieder Gerwin J., Tristan R., Christopher P. und Kevin G. sowie eine weitere Person am sog Lukov-Marsch sowie an einer Spontandemonstration am abend zuvor in der bulgarischen Hauptstadt Sofia teil.
Dieser ausführliche Bericht erschien auf dem blog von Antifa en détail Aachen:

links mit Brille: Kevin G.
links mit Brille: Kevin G.
vlnr: Gerwin J., Tristan R.
Am 17.02.2018 fand der seit 2003 in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens von Neonazis organisierte Lukow-Marsch statt. Diese, immer Mitte Februar von bulgarischen Neofaschisten veranstaltete Demonstrationen, wurde in den letzten Jahren von extrem rechten Delegationen aus Deutschland, Polen, Italien und Schweden unterstützt.[1]

Die Neonazis gedenken mit dem Marsch Generalleutnant Christo Lukow, dem ehemaligen Führer der ultranationalistischen Partei „Bund der Bulgarischen Nationalen Legionen“ (SBNL). 1935 zum bulgarsichen Kriegsminister ernannt, knüpfte er früh Kontakte zur Führung des Nationalsozialismus und baute mit deren Hilfe die SBNL aus. Während des zweiten Weltkriegs, in dem sich Bulgarien zunächst durch diskriminierende Gesetzgebung gegenüber Jüdinnen und Juden an Nazideutschland anbiederte und 1941 auf dessen Seite in den Krieg eintrat, avancierte Lukow zum führenden Nazi-Kollaborateur. Am 13. Februar 1943 wurde er von den kommunistischen Partisan*innen Violeta Yakowa und Iwan Burudschiew erschossen[1].

Jährlich ziehen hunderte Menschen, teilweise in faschistische Uniformen gekleidet, mit Fackeln und bengalischen Feuern durch die Straßen Sofias, um Lukow zu gedenken. Auch dieses Jahr wurde die Teilnahme und Unterstützung einer deutschen Delegation angekündigt: Syndikat 52 [2][3], Die Rechte Dortmund [4], Patriotisches Dortmund [5] und die JN Niedersachsen [6] verkünden seit Freitag auf ihren Facebook-Seiten, daß man sich in Sofia befände, um die Kameraden zu unterstützen. Am Freitagabend fand vor dem eigentlichen Gedenkmarsch samstagnachmittags eine spontane Demonstration mit ca. 150 Teilnehmer*innen durch die Fußgängerzone von Sofia statt [4]. Bei dem Marsch am Samstag nahmen 35-40 Neonazis allein aus dem deutschsprachigen Raum teil. Diese traten in geschlossenen Reihen auf, erkennbar durch schwarz-weiß-rote Armbinden (s.o.) [7]. Während der Auftaktkundgebung hielt Sven Skoda, führender Kopf der Kameradschaftsszene in NRW eine Rede, die simultan ins Bulgarische übersetzt wurde. In dieser warb er u.a. für die Teilnahme an der Demonstration „Europa erwache“, die am 14. April in Dortmund stattfinden soll. Bereits seit einer Weile mobilisiert die deutsche Neonazi-Szene in anderen europäischen Ländern zu dieser Demonstration. Die deutsche Delegation bildete einen eigenen Block, nach vorne abgegrenzt durch ein „Gemeinsam für Europa“-Transparent (s.o.), welches schon letztes Jahr von deutschen Neonazis mitgeführt wurde.

Zwischen bulgarischen und deutschen, v.a. den Dortmunder Neonazis scheint eine sehr enge, freundschaftliche Beziehung zu bestehen. Die Zusammenarbeit findet hauptsächlich zwischen den beiden Parteien „Die Rechte Dortmund“ und der „Bulgarian National Union“ (BNU) statt. Aus den Reihen der Letztgenannten stammen die beiden Organisatoren (Plamen Dimitrow und Adronow Zwezdomir) des jährlichen Aufmarsches. Dimitrow trat im Juni 2016 beim Tag der deutschen Zukunft in Dortmund als Redner auf und warb dort für die Teilnahme am Lukow-Marsch 2017 [8]. Wie hoch die Beteiligung bulgarischer Neonazis an der Demonstration im April 2018 in Dortmund ausfallen wird, bleibt abzuwarten
Quellen:
[1] https://jungle.world/artikel/2018/06/stelldichein-fuer-neonazis
[2] https://www.facebook.com/syndikat52/posts/1979051849011355
[3] https://twitter.com/Klarmann/status/965156090857099264
[4] https://www.dortmundecho.org/2018/02/bulgarien-mobiveranstaltung-fuer-dortmund-demo-und-spontaner-aufzug-durch-sofia/
[5] https://www.facebook.com/patriotischesdortmund/videos/273654959835564/
[6] https://www.facebook.com/JnNiedersachsen/posts/1597035990345826
[7] https://www.flickr.com/photos/mikkelhansen/26453121848/in/album-72157663807684997/
[8] http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2017/02/26/deutsche-neonazis-bei-aufmarsch-in-bulgarien_23150

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Doku: Genoss*in zur DNA-Entnahme geladen! http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-genossin-zur-dna-entnahme-geladen/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-genossin-zur-dna-entnahme-geladen/#comments Thu, 08 Mar 2018 15:36:53 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/doku-genossin-zur-dna-entnahme-geladen/ Im Frühjahr 2017 wurden zwei unserer Freund*innen nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis im Frankenberger Viertel in Untersuchungshaft gesteckt. (Stellungnahme von April 2017: https://antirepac.noblogs.org/post/2017/03/19/2-compas-in-aachen-verhaftet-kundgebung-heute-sonntag-19-03-um-15-uhr-am-neumarkt-in-aachen/ )
Nachdem wir sie zwei Wochen später wieder in Freiheit begrüßen konnten und sie im Herbst sogar die nervigen Meldeauflagen los wurden, geht es jetzt auf den Prozess zu. (Stellungnahme zur Entlassung: https://antirepac.noblogs.org/post/2017/04/26/finn-und-fifi-sind-frei/)
Mindestens eine der beiden angeklagten Personen soll nun eine DNA-Probe zum Spurenabgleich abgeben.
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Die Bullen ließen es sich nicht nehmen, den richterlichen Beschluss hierzu persönlich bei der Wohnung des Menschen vorbei zu bringen. Dies geschah so nicht zum ersten Mal und mindestens bei einer Gelegenheit verschafften sie sich ungefragt Zugang zum Hausflur, um mit ihrem Nerventerror vor der Wohnungstür weiterzumachen.
Es scheint ihnen darum zu gehen, Einzelpersonen so unter Druck zu setzen, dass sie einknicken, und Menschen in deren Umfeld zu zeigen, was es heißt mit Freund und Helfer aneinander zu geraten. In diesem Fall heißt das Menschen in U-Haft zu sperren, begründet mit unbelegten Mutmaßungen, wie kein soziales Umfeld und keinen festen Wohnsitz oder Zugang zu einem (nicht weiter definierten) anonymen Netzwerk zu haben. Erst als der Haftbefehl nach gut einem halben Jahr vor einer anderen Kammer neu verhandelt wurde, kassierte ihn die Richterin umgehend wegen mangelnder Verhältnismäßigkeit.
Nachdem ein Antrag zur DNA-Entnahme zur Prävention scheiterte (diese Probe stünde dann in der bundesweiten Datenbank zur Verfügung) geht es nun um Spurenabgleich im konkreten Ermittlungsverfahren. Das DNA als Beweismittel nicht so zuverlässig ist, wie von den Ermittlungsbehörden behauptet, interessiert sie in ihrer Datensammelwut wenig. (Mehr Infos dazu: http://whentheykick.blogsport.de/2017/04/13/dna/ )
Zuständig für den Fall ist die Ermittlungskommission Hambach. Diese eigens zur Bekämpfung des Braunkohlewiderstands im Hambacher Forst eingerichtete Stelle scheint inzwischen als eine Art Taskforce gegen Links zu fungieren.

Wir wollen diese Angriffe auf unsere Freund*innen nicht hinnehmen und den Cops solche Schikanen so anstrengend wie möglich gestalten. Ob das heißt, den betroffenen Personen den Rücken frei zu halten oder den Schweinen ein Paar Steine in den Weg zu legen.
Liebe und Solidarität allen Kämpfenden, Wut und Verachtung diesem Staat und seinen Helfer*innen!
Freiheit für Lisa und die Hambi4!

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Fünf Jahre Schwarz-Rote-Kneipe! http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/fuenf-jahre-schwarz-rote-kneipe/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/fuenf-jahre-schwarz-rote-kneipe/#comments Thu, 08 Mar 2018 15:33:49 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/03/08/fuenf-jahre-schwarz-rote-kneipe/ geklaut von: diskursivaachen.org

Die Schwarz-Rote Kneipe feiert Geburtstag! Bereits seit fünf Jahren organisieren wir unsere Schwarz-Rote Kneipe. Es wurden zahlreiche Vorträge zu unterschiedlichen Themen, wie Antisemitismus, Geschlechterkonstruktion, Sexismus, Rassismus, linke Geschichte oder auch zu tagesaktuellen Themen gehalten. Zu diesem festlichen Anlass möchten wir John Malamatinas einladen. Er hielt vor fünf Jahren den ersten Vortrag in unserer Schwarz-Roten Kneipe von der “Anomie”, “nationalem Zusammenhalt” und der weiterlebenden Hoffnung. Es wurden die Proteste und staatlichen Repressionen rund um die Troika thematisiert. Fünf Jahre später wollen wir mit John Malamatinas wieder einen Blick nach Griechenland werfen.

In Griechenland kommt es derzeit im Zuge des Namensstreits mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien zum Ausbruch eines aggressiven Nationalismus. Dabei griffen faschistische Gruppen in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki, unter Schutz der griechischen Riot-Einheiten MAT, besetzte Häuser an und brannten das anarchistische Squat Libertatia nieder.
Diese nationale Massenhypnose, mitorchestriert durch Medien, Kirche und Teile der Politik und im Zusammenspiel mit reaktionären Kräften, bleibt weiterhin eine ernste politische Gefahr, der alle gegenüberstehen, die sich für eine andere Gesellschaft einsetzen. Der nationale Mythos der Vereinigung Aristotles und Platons, Alexander des Großen, den Spartaner*innen und Byzanz ist tief verankert im Bewusstsein der griechischen Bevölkerung. Daran änderten auch die Migrationserfahrungen und die jahrelange ökonomische Krise nichts. Die Leute sind erneut aus den Sofas aufgestanden. Aber nicht wie im Sommer 2011, um empört über den Umgang Europas und der Welt mit Griechenland und die aufkommende soziale Krise anzuprangern, aber um das vermeintliche „kulturelle Erbe Griechenlands“ zu verteidigen.
John Malamatinas wird in dem Vortrag nicht nur von den zahlreichen hässlichen Situationen der letzten Wochen erzählen, aber auch auf den erfolgreichen antifaschistischen Widerstand hervorheben.

Es wird wie immer vegane Küfa gegen Spende geben. Wie es sich für einen Geburtstag gehört, wird die Küfa dieses Mal ein festliches Mahl! Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch. Der Eintritt ist wie immer frei.

Autonomes Zentrum | 21.03.2018 | 18:30 Uhr

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Morgen Demonstration in Aachen in Solidarität mit Efrin http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/22/morgen-demonstration-in-aachen-in-solidaritaet-mit-efrin/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/22/morgen-demonstration-in-aachen-in-solidaritaet-mit-efrin/#comments Mon, 22 Jan 2018 18:34:57 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/22/morgen-demonstration-in-aachen-in-solidaritaet-mit-efrin/ Seit Tagen greift die türkische Armee zusammen mit teilweise islamistischen Milizen (und mit Panzern aus deutscher Produktion) den syrisch-kurdischen Kanton Efrin an. Am morgigen Dienstag findet um 16 Uhr eine Demonstration in Solidarität mit der kurdischen Bewegung statt. Wir dokumentieren den Aufruf des kurdischen Volkshauses:

Sehr geehrte Damen und Herren, Freunde und Freundinnen,

am 23.01. werden wir gemeinsam mit Demokraten und FriendensaktivistInnen gegen die willkürliche Militäroffensive des Türkischen Staats in Nord-West Kurdistan Efrîn (Syrien) demonstrieren.
Wir nehmen nicht hin, dass die Verteidigungseinheiten YPG/YPJ gestern noch engster Verbündeter des Westens im Kampf gegen den IS waren und maßgeblich zur Zerschlagung des IS beigetragen haben und heute im Kampf gegen die Türkei allein gelassen werden.
Vor diesem Hintergrund laden wir alle demokratischen Kräfte dazu auf, uns gemeinsam gegen die Militäroffensive und der schweigenden Haltung des Westens zu erheben.
Treffpunkt: Kurdisches Volkshaus Aachen e. V. Oberstr. 3, 52070 Aachen Beginn: 16 Uhr

Informationen findet ihr auch auf der Facebook-Seite der YXK-Aachen.

Anbei möchten wir noch den Aufruf Hands off Afrin! mit euch teilen.

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Doku: Gruppe „FRIDA“ und die „YJK-E“ beziehen Stellung zu Gewalttaten gegen Frauen* in Malmö und Aachen http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/03/gruppe-frida-und-die-yjk-e-beziehen-stellung-zu-gewlttaten-gegen-frauen-in-malmoe-und-aachen/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/03/gruppe-frida-und-die-yjk-e-beziehen-stellung-zu-gewlttaten-gegen-frauen-in-malmoe-und-aachen/#comments Wed, 03 Jan 2018 15:35:37 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/01/03/gruppe-frida-und-die-yjk-e-beziehen-stellung-zu-gewlttaten-gegen-frauen-in-malmoe-und-aachen/ Den feministischen Selbschutz organisieren!

gefunden auf: de.indymedia.org

Stellungnahme der Gruppe „FRIDA“:

++ Triggerwarnung: Im Artikel wird explizit sexualisierte & körperliche Gewalt an Frauen thematisiert++

Stellungnahme zu den Geschehnissen in Malmö im Dezember 2017

Die Grausamkeit, mit denen Verbrechen an Frauen und Mädchen ausgeübt werden, machen uns sprachlos. Die Artikel in den Zeitungen, die darüber berichten wie Frauen vergewaltigt, angezündet oder getötet werden, häufen sich. Als wir heute die Berichterstattung zu den Gruppenvergewaltigungen in Malmö lesen mussten, konnten wir jedoch nicht länger schweigen

Zur Situation in Malmö

Innerhalb von wenigen Tagen, gab es in Malmö mehrere Gruppenvergewaltigungen. In der Nacht auf den heutigen Freitag kam es zur vierten Gruppenvergewaltigung innerhalb der letzten Wochen. Im Zusammenhang mit den Geschehnissen wird von „folterähnlichem Missbrauch“ gesprochen. Ein Fall sticht durch seine besondere Grausamkeit hervor. Nach der Gruppen-Vergewaltigung einer 17-jährigen, schütten die Täter der jungen Frau eine brennbare Flüssigkeit in den Schoß und zünden sie an. Die Widerwärtigkeit dieser Tat schockiert uns. Wir wollen nicht länger alleine sprachlos sein, sondern gemeinsam darüber wütend werden. Auch wenn die Fälle in Malmö besonders grausam sind, ist die traurige Realität, dass Malmö überall ist.

Kein Familiendrama – Keine Beziehungstat

Im letzten Jahr gab es – neben den tausenden von Vergewaltigungen, die in den Ehebetten und Wohnungen von Frauen und Mädchen täglich stattfinden – besonders grausame Fälle von Gewalt an Frauen, die durch die deutsche Öffentlichkeit gingen. Wir wollen hier beispielhaft ein einige Fälle erinnern:

- Letztes Jahr im Dezember wurde eine Frau in Kiel von ihrem Ehemann auf offener Straße mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet. Sie starb daraufhin im Krankenhaus an den folgen der Verbrennungen

- Im November 2016 band ein Mann seine Ehefrau an ihrem Hals mit seinem Seil an sein Auto und schleifte sie vor den Augen ihres Sohnes durch mehrere Straßen. Nur durch ein Wunder überlebte sie und verarbeitete ihre Geschichte in einem Buch.

- Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 158 Frauen von ihren aktuellen oder ehemaligen Partnern getötet. 211 Mal versuchten Männer, ihre Partnerinnen umzubringen – die Betroffenen überlebten jedoch. Im Schnitt heißt das, dass pro Tag in Deutschland eine versuchte oder vollendete Tötung an Frauen stattfindet

- Anfang diesen Monats wurden in Aachen gleich zwei Frauenmorde an einem Wochenende begangen. Beide wurden vermutlich von ihren Ehemännern ermordet. die Polizei spricht hier von „Beziehungstaten“ und versucht somit die politische Ebene der Ermordungen auszuklammern.

Wer bei Gewalt an Frauen von einer Beziehungstat spricht, erweckt den Anschein, es handle sich um eine private Streiterei zweier Menschen in einem privatem Raum und verdeckt somit die gesellschaftliche Ebene von Gewalt an Frauen. Auch die Bezeichnung „Familiendrama“ verkennt die Tatsache, dass Frauen überall Gewalt ausgesetzt sind – eben nur weil sie Frauen sind. Wir schließen uns der Erklärung des YJK-E, eines bundesweiten Zusammenschlusses diverser kurdischer Frauenräte und -initiativen, an, die zu den Frauenmorden in Aachen schrieben:

„Frauen, die selbst über ihr Leben entscheiden wollen, werden zum Angriffsziel der patriarchalen Mentalität und geraten in Todesgefahr. Sie kämpfen für ihr Recht auf Selbstbestimmung und werden systematisch ermordet. Wir akzeptieren das nicht und erklären ein weiteres Mal, dass wir unabhängig von Herkunft und Glaubensausrichtung an der Seite der betroffenen Frauen stehen. Wir verurteilen die Morde (…), die in Aachen von Männern getötet wurden. Jede Form von physischer, sexueller, psychischer und struktureller Gewalt an Frauen ist politisch, daher muss auch der Kampf dagegen politisch und organisiert geführt werden.“

Organisieren gegen patriarchale Gewalt

Wir beobachten wie sich die patriarchalen Verhältnisse zuspitzen. Immer öfter können wir von Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen in den Zeitungen lesen. Die Frage ist dabei jedoch nicht, ob die grausamen Verbrechen nun immer öfter auftreten, sondern die Frage sollte sein, in welcher Gesellschaft wir leben, dass diese nicht in einen politischen Zusammenhang gestellt werden. Die Verbrechen kommen nicht öfter vor, nur weil wir sie öfter in den Zeitungen lesen. Gewalt ist Alltag für Frauen – seitdem wir im Patriarchat leben. Wir wissen, dass die Artikel in den Zeitungen nur die Spitze des Eisbergs sind. Deren Veröffentlichung heißt nicht, dass die Gewalttaten öfter vorkommen, sondern nur, dass darüber berichtet wird.

Wenn in Malmö Frauen gefoltert und vergewaltigt werden, nur weil sie Frauen sind, dann ist es unsere Pflicht als Frauen auch hier unsere Stimme zu erheben. Wir können nicht länger hinnehmen, dass Frauen auf Grund ihres Geschlechts angegriffen werden. Jede Vergewaltigung ist politisch, jede Vergewaltigung ist Krieg gegen Frauen und Mädchen! Wir müssen unbedingt einen politischen Bezug zu den Vergewaltigungen, Angriffen und Morden an Frauen herstellen, ihn klar benennen und uns politisch dagegen organisieren.

KEINE EINZIGE WENIGER!

TOUCH ONE – TOUCH ALL!

Solidarität mit allen Betroffenen sexualisierter Gewalt!
Den feministischen Selbstschutz aufbauen!

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Solidarität mit den räumungsbedrohten Aktivisti im Hambacher Forst! http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/solidaritaet-mit-den-raeumungsbedrohten-aktivisti-im-hambacher-forst/ http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/solidaritaet-mit-den-raeumungsbedrohten-aktivisti-im-hambacher-forst/#comments Mon, 11 Dec 2017 11:06:45 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/solidaritaet-mit-den-raeumungsbedrohten-aktivisti-im-hambacher-forst/ Auf dem Hambiblog erschien ein Text zu der aktuellen Situation rund um die Besetzung.
Die Lage bleibt weiterhin ernst, also bereitet euch auf eine mögliche Räumung vor zeigt euch solidarisch und organisiert die Unterstützung der kämpfenden Freund*innen!
zum Nachlesen: hambacherforst.org

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http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/solidaritaet-mit-den-raeumungsbedrohten-aktivisti-im-hambacher-forst/feed/
Doku: Wochenrückblick zu den Razzien am 05.12. und den Prozessen nach der G20 Revolte http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-wochenrueckblick-zu-den-razzien-am-05-12-und-den-prozessen-nach-der-g20-revolte/ http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-wochenrueckblick-zu-den-razzien-am-05-12-und-den-prozessen-nach-der-g20-revolte/#comments Mon, 11 Dec 2017 11:02:07 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-wochenrueckblick-zu-den-razzien-am-05-12-und-den-prozessen-nach-der-g20-revolte/ erschienen auf: unitedwestand.blackblogs.org

Am vergangenen Dienstag, den 05. Dezember fanden insgesamt 25 Hausdurchsuchungen von Privatpersonen und linken Zentren in unterschiedlichen Städten der BRD statt. Hinter diesem Angriff auf linke Strukturen steckt die nach dem G20-Gipfel neu gegründete SoKo „Schwarzer Block“. Auf einer Pressekonferenz am Mittag nach den Durchsuchungen machte die SoKo klar, dass es nicht um die Strafverfolgung einzelner Straftaten geht, sondern vor allem darum wieder die Deutungshoheit über die Ereignisse rund um den G20 zu erlangen. Dies spiegelte sich u.a. auch darin wieder, dass es zu keiner einzigen Festnahme kam und dass nur solche Personen durchsucht wurden, die den Repressionsbehörden als Aktivist_innen bekannt waren.

In der Pressekonferenz begründete der SoKo-Leiter Hieber die Durchsuchungen mit einer rechtlichen Entscheidung des BGH. Demnach sollen alle Teilnehmer_innen der Demonstration am Rondenbarg ein Ziel verfolgt haben — die gewalttätige Auseinandersetzung. Der Ermittlungsausschuss Hamburg merkte zu dieser Lesart an: In der Urteilsbegründung des BGH steht eindeutig, dass sich dies nicht auf eine Demonstration beziehen lässt! Die fragwürdigen Methoden der Polizei kritisiert auch Gabriele Heineke vom Bundesvorstand des Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein in einem Interview mit dem Neuen Deutschland.

Die Soko „Schwarzer Block“ hielt in der Pressekonferenz nach wie vor an der bereits widerlegten Aussage fest, dass es einen Bewurf an der Einmündung zum Rondenbarg gegeben hätte. Die aktuelle Repressionswelle scheint ein Versuch zu sein, die Deutungshoheit über die Ereignisse am Rondenbarg behalten zu wollen, nachdem der dortige Polizeieinsatz, sowie der Prozess gegen Fabio vermehrt in Kritik geraten ist. „Wir haben in den Busch geschossen, jetzt sehen wir was sich bewegt“ – mit diesem Worten umschreibt einer der Ermittler die Razzien. 10 Jahre nach der letzten großen Durchsuchungswelle im Zusammenhang mit den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm, erneut versucht antikapitalistischen Protest zu kriminalisieren.

Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle! United we Stand!

Am Tag der Durchsuchungen sowie am Wochenende 9.12./10.12.2017 fanden zahlreiche Solidaritätsdemonstrationen statt. Hier ein Überblick:
Hamburg 05.12. | Berlin 06.12. | Göttingen 05.12. und 9.12. | Freiburg 05.12. | Tübingen 06.12. | Stuttgart 05.12. | Frankfurt 05.12. sowie Aktionen: Hambacher Forst | Hannover | Flensburg

Verschiedene Gruppierungen formulierten Solidaritätserklärungen:
Interventionistische Linke – IL | ver.di jugend | Rote Flora | Centro Sociale| Piraten Partei

In der Presse gab es zahlreiche Artikel die sich kritisch mit den Durchsuchungen auseinandersetzen: junge Welt | Interview jW | Neues Deutschland | TAZ | Panorama 3 | NDR | NDR Video | spiegel online |

Zudem fordert die Soko Schwarzer Block Zugang zu am G20 aufgenommenem Foto- und Videomaterial von Journalist_innen und schließt eine Beschlagnahmung des Materials nicht aus. Artikel dazu finden sich hier: Neues Deutschland I NDR

Auch die Prozesse gingen in der zurückliegenden Woche weiter.
Fabio musste am Montag, den 04.12.2017 wieder vor Gericht erscheinen, dort wurden zwei Zeugen vernommen: ein Polizist einer BFE Einheit, und ein Zivilfahnder, der aussagte, an der Einmündung zum Rondenbarg keinen Bewurf und Vermummung gesehen zu haben, sondern nur auf der Straße liegende Steine.
Fabio ist vom 22.11. bis 03.01. von den Meldeauflagen befreit und darf in der Zeit nach Italien. Eine kleine Doku zu Fabio gibt es bei Panorama 3.

Auch Christian hatte einen weiteren Prozesstermin am Donnerstag, den 07. Dezember. Dort präsentierten vier Zeugen, alles Mitglieder einer Berliner Hundertschaft, ihre unterschiedlichen Begründungen zu Veränderungen in ihren schriftlichen Zeugenaussagen. Alle vier hatten zuvor Emailkontakt mit der Soko „Schwarzer Block“. Richter Krieten sah darin keine Kausalität. Zum nächsten Prozesstermin, der am 13.12.2017 um 09:15 Uhr beginnt, sollen die Schlussplädoyers vorgetragen werden.

Am nächsten Dienstag 12.12. geht der Prozess gegen Evgenij am Amtsgericht Altona weiter. Beginn ist 9 Uhr.

Auch Fabio hat am Dienstag am Amtsgericht Altona einen einstündigen Gerichtstermin, dieser beginnt um 9:30 Uhr.

Lasst die Gefangen nicht allein, kommt zu den Prozessen!

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http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-wochenrueckblick-zu-den-razzien-am-05-12-und-den-prozessen-nach-der-g20-revolte/feed/
Doku: Aufruf zu den Aufständen am 06. & 07.12.2017 in Athen und Griechenland (EN) http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-aufruf-zu-den-aufstaenden-am-06-07-12-2017-in-athen-und-griechenland-en/ http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-aufruf-zu-den-aufstaenden-am-06-07-12-2017-in-athen-und-griechenland-en/#comments Mon, 11 Dec 2017 10:59:40 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-aufruf-zu-den-aufstaenden-am-06-07-12-2017-in-athen-und-griechenland-en/ erschienen auf: 325.nostate.net

6 December 2008, 15 years old Alexis Grigoropoulos is shot point blank by cops in the neighborhood of Exarchia in Athens. Alexis falls from the bullet of state murderers and a hurricane of rage rises. This was no accident; it was a targeted murder in the heart of a neighborhood that is, as much historically as in the present, a hub for the oppressed to organize themselves into the resistance movement. The message was clear, to terrorise the resistance, to assert state totalitarian control, to stifle the brewing insurrection against a decrepit system of exploitation and oppression. The story of Alexis is the story of thousands of fighters shot, tortured and disappeared by the armed guards of the state around the world.

In the hours, days and weeks that followed the murder of Alexis myriads of people, who saw in the killing of Alexis their own sufferings in this system, took to the streets around the world. The wave of solidarity broke the isolation and alienation of the oppressed and awakened once again the global vision for a world without exploitation from authority. This history, our history is not a collection of dead symbols. It is our storming ground for the ongoing struggle against the slavery of humanity by capitalist exploiters, their state aparatus and their armies.

States are founded on terrorism and violence. When the political system is losing all legitimacy, when it faces the real prospect of mass uprising, it shows its claws, it becomes increasingly violent to hold on to its power. In this ongoing “crisis” of the political system we, the oppressed classes, are experiencing an attack on all fronts. Sweeping eradication of all that the workers’ movement had achieved with sacrifice and struggle, harsher laws against the impoverished, harsher prison regulations, totalitarian control of public space, mass incarcerations of migrants, violent repression of prison uprisings, criminalization of resistance, counter-terrorist legislations, martial law in our cities, isolation prisons for political fighters. The police is at the forefront of this attack, as the armed guards of the state. Tortures and “accidental” deaths in police stations, violent repression of mobilisations with brutal beatings, chemical weapons, plastic and even real bullets and mass arrests. This is the mosaic of state terrorism.

Remember remember the 6th of December! The state has every interest in wiping out our history in order to wipe us out. We must not let an inch of ground to this onslaught. We must defend our history as our own living selves. We must defend our neighborhoods and spaces of resistance, our self-organized projects, our ground where we live, meet and where we organize to fight back.We must defend our struggles against state terrorism by all means.

We call for an international day of action against state terrorism in remembrance of…

Santiago Maldonado kidnapped and murdered by paramilitaries, Argentina 2017
Pellumb Marinkolla thrown out of a police station window, Greece 2016
Remi Fraisse killed by stun grenade, France 2014
Ilia Kareli tortured to death by prison guards, Greece 2014
43 young students kidnapped and murdered by cops, Mexico 2014
Michael Brown shot by cops, Ferguson (USA) 2014
Berkin Elvan shot by teargas canister by riot cops, Istanbul 2013
Mark Duggan shot by cops, UK 2011
Dimitris Kotzaridis killed by teargas, Athens 2011
Lambros Foundas shot by cops, Greece 2010
Stefano Gucci tortured to death by police, Italy 2009
Inigo Cabacas killed by rubber bullet, Basque country 2009
Giuseppe Uva beaten to death in a police station, Italy 2008
Alexis Grigoropoulos shot by cops, Greece 2008
Gabriele Sandri shot by cops, Italy 2007
Oury Jalloh burned alive in his cell by the cops, Germany 2005
Federico Aldrovandi beaten to death by cops, Italy 2005
Carlo Giuliani shot by cops, Italy, 2001
Soledad Rosas & Edoardo Balenoled to suicide in prison, Italy 1998
Christophoros Marinos excecuted by cops, Greece 1996
Halim Dener shot by cops, Germany 1994
Conny Wessmann killed by car when chased by cops, Germany 1989
Michalis Kaltezas shot by cops, Greece 1985
Iakovos Koumis beaten to death by riot cops, Greece 1980
Stamatina Kannelopoulou beaten to death by riot cops, Greece 1980
Francesco Lo Russio shot by cops, Italy 1977
Isidoros Isidoropoulos killed by car when chased by cops, Greece 1976

…and of all the unknown and unnamed ones. We don’t forgive. We don’t forget. Not a step back.

6 December 2017: EVERYONE TO THE STREETS!

Open Assembly AGAINST the POLICE OCCUPATION
Athens 23/11/17

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http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/11/doku-aufruf-zu-den-aufstaenden-am-06-07-12-2017-in-athen-und-griechenland-en/feed/
Hohe regionale Beteiligung bei Neonazidemonstration in Remagen http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/01/hohe-regionale-beteiligung-bei-neonazidemonstration-in-remagen/ http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/01/hohe-regionale-beteiligung-bei-neonazidemonstration-in-remagen/#comments Fri, 01 Dec 2017 17:48:21 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/01/hohe-regionale-beteiligung-bei-neonazidemonstration-in-remagen/ Am 18.11. fand in Remagen (RLP) der alljährliche Neonaziaufmarsch statt. Wie in den letzten Jahren bewarben die Mitglieder des „Syndikat 52“ die Veranstaltung massiv und leisteten strukturelle Hilfe. Beim Aufmarsch selbst waren auffallend viele Neonazis aus der Region Aachen/Heinsberg anwesend. Sie stellten die Spitze des Zuges und ließen dort Fahnen mit der Aufschrift „Aachen“ bzw. „Heinsberg“ wehen. Neben dem vormaligen Kameradschaftsführer der 2012 verbotenen KAL, Rene Laubé, war auch der Dürener Denis Unruh anwesend. Unruh filmte den Aufmarsch und die anwesenden Gegendemonstrant*innen mit, so wird auf Fotogalerien erkennbar, sehr teurem Video-Equipment. Wo da wohl das Geld herkommt…
Am Abend des 19.11. führte die Gruppe im Übrigen ein „Heldengedenken“ auf dem Friedhof nahe dem Heinsberger Gymnasium durch, bei der der frühere Anführer der Sektion Heinsberg der „KAL“, Gerwin J. eine Rede hielt.

Unter diesem Link findet ihr einen längeren Bericht und einige Fotos.

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http://akantifaac.blogsport.de/2017/12/01/hohe-regionale-beteiligung-bei-neonazidemonstration-in-remagen/feed/
Wieder Nazi-Party in Hückelhoven – Baal http://akantifaac.blogsport.de/2017/10/23/wieder-nazi-party-in-hueckelhoven-baal/ http://akantifaac.blogsport.de/2017/10/23/wieder-nazi-party-in-hueckelhoven-baal/#comments Mon, 23 Oct 2017 11:40:21 +0000 AK antifa AC News Lokales/Regionales Pressemitteilung http://akantifaac.blogsport.de/2017/10/23/wieder-nazi-party-in-hueckelhoven-baal/ In der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 2017 fand im „Bürgerhaus Baal“ eine von Neonazis organisierte „Ballermann Party“ statt. Veranstaltet wurde die, ursprünglich für Aachen angekündigte, Party von der Partei „Die Rechte Aachen/Heinsberg“ und deren Projektgruppe „Syndikat 52“. Diese sind Nachfolgeorganisationen der 2012 verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“.

Die Veranstaltung wurde konspirativ organisiert, das heißt der Veranstaltungsort wurde nicht veröffentlicht. Stattdessen wurde die Anreise, wie üblich bei derartigen Neonazievents, über eine Infonummer oder die Facebookseite von „S52“ organisiert. Bei Anruf wurden die Besucher_innen zu einem Schleusungspunkt in Übach-Palenberg geschickt. Dort wurde dann der Veranstaltungsort an vermeintliche Besucher_innen der Party von den dort postierten Nazis Manuel H., Geraldine G. sowie Jan R. (alle aus Aachen) und anderen weitergegeben.
Ab 19h fanden sich einige Dutzend Nazis, maßgeblich aus den Kreisen Aachen, Heinsberg, Düren und Euskirchen, im „Bürgerhaus Baal“ ein.
Die „Ballermann Party“ war offiziell durch die „A. Engelhardt GmbH“ lizenziert. Der Markenname ist geschützt. Eine Antwort der Marke auf die Frage warum der Name auch militanten Neonazis zur Verfügung gestellt wird blieb aus. Die Lizenz wurde den Neonazis weiter gewährt, obwohl die GmbH frühzeitig über die Hintergründe der Veranstaltung informiert war.
Dies ist schon die zweite Nazi-Party dieses Jahr in Hückelhoven – Baal. Erst im April feierte der Neonazi Patrick G. aus Linnich im ortsansässigen Clubhaus des „Outlaws MC“ seinen Geburtstag. Der Auftritt der Rechtsrockband „Kategorie C“ auf dieser Veranstaltung wurde durch das Verwaltungsgericht untersagt und konnte nur in Begleitung von massiven Polizeikontrollen stattfinden.
Die „Ballermann Party“ von „S52“ jedoch konnte störungsfrei vonstatten gehen. An mangelndem Interesse der Ermittlungsbehörden kann dies nicht gelegen haben, da die Aachener Polizei im Vorhinein bekanntgab, über die anstehende Feier informiert zu sein und sich zudem, laut einem Artikel auf der Internetseite der „Rechten Aachen/Heinsberg“, Verfassungsschutzmitarbeiter mit einer Person aus dem „S52“ Umfeld trafen.
Aufmerken lässt auch der Veranstaltungsort. Während Verbindungen von Neonazis zu diversen Rockergruppierungen keine Seltenheit sind, steht nun die Frage im Raum, wie eine von bekennenden Neonazis organisierte und beworbene Party im „Bürgerhaus – Baal“ stattfinden konnte.
Die Verantwortung hierfür trägt der „IG Baal e.V.“, der die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Oftmals mieten Neonazis Räumlichkeiten unter der Angabe falscher Informationen bezüglich der Veranstaltung, da glücklicherweise nur wenige Vermieter_innen daran interessiert sind Naziveranstaltungen zu beherbergen. Ob dies nun hier der Fall war oder aber der „IG Baal e.V.“ offen mit „S52“ sympathisiert oder es sich um einen ortsinternen Klüngel handelt (mindestens ein Mitglied von „S52“ wohnt in Baal) bleibt bis jetzt offen. In jedem Fall tragen Vermieter_innen eine Verantwortung dafür, an wen sie ihre Räumlichkeiten vermieten. Die Veranstaltung wurde öffentlich angekündigt, zudem gab es Berichte in der Lokalpresse. Einige der organisierenden Neonazis sind durchaus öffentlich bekannt, außerdem könnten einschlägige Kleidungsmarken als Erkennungszeichen dienen. Wir fordern den „IG Baal e.V.“ sowie die Stadtgemeinschaft in Baal auf, Stellung gegen rechts zu beziehen und dafür zu sorgen, dass Nazis dort keine Räume einnehmen können.
Dass solche „Parties“ keine harmlosen Amüsierveranstaltungen sind zeigte sich auch an der akustischen Außenwirkung. Immer wieder waren Sprechchöre wie zum Beispiel „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“ oder einfach nur „Hitler“ oder „deutsch!“ zu hören. Vereinzelt wurde auch „AfD“ gerufen. Egal was sie tun und wo sie sind (vermeintlich privat oder explizit öffentlich) – Neonazis stellen immer eine Gefahr für alle dar, die aufgrund von Hautfarbe, politischer Ausrichtung oder einfach zufällig nicht in das Weltbild der gewaltbereiten Neonazis passen.
Deswegen gilt es weiterhin Nazis konsequent entgegenzutreten – Antifa heißt Angriff!

Weitere Informationen zu „Syndikat 52“ und deren Aktivitäten:
http://akantifaac.blogsport.de/2014/09/23/neue-neonazigruppe-in-aachen-syndikat-52/
https://www.bnr.de/category/stichworte/syndikat-52

http://akantifaac.blogsport.de/2017/02/
https://antifaendetail.noblogs.org/files/2017/02/Broschüre-antifa-aachen-2016.pdf
http://www.mbr-koeln.de/2017/02/15/syndikat-52-alte-kal-strukturen-im-raum-aachen-dueren-und-heinsberg/

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http://akantifaac.blogsport.de/2017/10/23/wieder-nazi-party-in-hueckelhoven-baal/feed/