AK Antifa Aachen http://akantifaac.blogsport.de Fri, 29 Mar 2019 11:37:08 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Vortrag: Heraus zum autonomen 1. Mai in Wuppertal http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/29/vortrag-heraus-zum-autonomen-1-mai-in-wuppertal/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/29/vortrag-heraus-zum-autonomen-1-mai-in-wuppertal/#comments Fri, 29 Mar 2019 11:31:49 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/29/vortrag-heraus-zum-autonomen-1-mai-in-wuppertal/ Am Donnerstag 04.04.19 findet im Autonomen Zentrum Aachen ein Mobi-Vortrag zum Autonomen 1.Mai in Wuppertal statt. Kommt vorbei, für einen Imbiss und kleinere Erfrischungen ist gesorgt. Die Türen öffnen um 18.30 Uhr.

Autonomer 1.Mai in Wuppertal – Emanzipatorisch, widerständig, offensiv!

Die letzten Jahre haben erneut gezeigt, dass von Seiten des Staates daran gearbeitet wird, emanzipatorisches und widerständiges Denken und Handeln immer weiter einzuschränken. Das zeigte sich u.a. an den häufigen Angriffen auf Demos in NRW. Seitdem die CDU/FDP-Regierung an der Macht ist, weht diesbezüglich noch einmal ein schärferer Wind.
Doch das Jahr 2018 hat ebenfalls gezeigt, dass es in NRW eine Menge widerständiges Potenzial gibt! Die Kämpfe gegen das PolG und im Hambacher Forst waren absolut nicht ohne. Im Falle vom Hambi sogar allererste Sahne, zudem noch recht erfolgreich und noch lange nicht vorbei! Das neue PolG hingegen ist mittlerweile in Kraft und es ist klar, diese repressiven Maßnahmen werden sich nur dadurch zurück drängen lassen, wenn wir unsere Kräfte sammeln und weiter an einer widerständigen Offensive arbeiten! Wogegen sich unser Widerstand richtet ist klar: Gegen Ausbeutung & Unterdrückung, gegen Rassismus & Sexismus, gegen die brutale Zerstörung der Lebensgrundlage auf diesen Planeten durch RWE und Co.!

Mit dem autonomen 1.Mai geht es uns darum, den repressiven Angriffen des Staates auch praktisch etwas entgegen zu setzen. Es wird allerhöchste Zeit den Angriffen auf unser Leben, unsere Freiheit und unsere Würde geballten Widerstand entgegen zu schleudern!

Deshalb ist für uns klar, dass wir den autonomen 1.Mai verteidigen wollen. Dafür erarbeiten wir unterschiedliche Konzepte, die wir in den gemeinsamen Diskussionsveranstaltungen in euren Zentren vorstellen und mit euch besprechen wollen.

Mobivortrag zum 1. Mai in Wuppertal
Donnerstag 04.04., 18.30 Uhr
Autonomes Zentrum Aachen

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Kategorie C in Hückelhoven-Baal http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/14/kategorie-c-in-hueckelhoven-baal/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/14/kategorie-c-in-hueckelhoven-baal/#comments Thu, 14 Mar 2019 19:29:53 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/14/kategorie-c-in-hueckelhoven-baal/ Im „Crossed Pistons Saloon“ in Hückelhoven Baal soll am Samstag 16.03. erneut ein Konzert der extrem rechten Hooliganband „Kategorie C“ stattfinden. Bei dem Saloon handelt es sich um das Clubhaus des örtlichen Rockerclubs „Outlaws MC“. Dort haben in den vergangenen Jahren wiederholt Konzerte von „Kategorie C“ stattgefunden. Im Frühjahr 2017 war ein Auftritt der Band von Stadt Hückelhoven mittels Ordnungsverfügung verboten worden, ein massives Polizeiaufgebot setzte damals das Verbot durch.
Das Konzert reiht sich ein in eine Häufung extrem rechter Aktivitäten im Kreis Heinsberg. Ende 2017 hatte die Partei „Die Rechte Aachen-Heinsberg“ bzw. deren Projektgruppe „Syndikat 52“ ebenfalls in Hückelhoven im „Bürgerhaus-Baal“eine „Ballermann-Party“ veranstaltet.

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Drogen-Nazis zu Haft verurteilt http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/14/drogen-nazis-zu-haft-verurteilt/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/14/drogen-nazis-zu-haft-verurteilt/#comments Thu, 14 Mar 2019 19:26:35 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/03/14/drogen-nazis-zu-haft-verurteilt/ In dem Prozess gegen die drogenhandelnden Neonazi-Kader aus Aachen ist nach über einem Jahr Prozess ein Urteil gefallen. Die drei verbliebenen Angeklagten wurden alle zu Haftstrafen verurteilt: Der geständige Karl Malcoci zu 5 Jahren, Timm Malcoci zu 2 Jahren und 4 Monaten und Sebastian Lück zu 20 Monaten. Von Karl Malcoci sollen außerdem 70 000 Euro eingezogen werden. Die Anwälte von Timm Malcoci und Sebastian Lück haben Revision eingelegt. Weitere Infos hier (WDR) und hier (BNR) und bald auch auf unserem Blog.

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Syndikat 52 beim Lukovmarsch in Sofia http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/syndikat-52-beim-lukovmarsch-in-sofia/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/syndikat-52-beim-lukovmarsch-in-sofia/#comments Thu, 28 Feb 2019 21:27:59 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/syndikat-52-beim-lukovmarsch-in-sofia/ Auch in diesem Jahr beteiligten sich Neonazis aus den Reihen des Syndikats 52 bzw. von DIE RECHTE Aachen-Heinsberg – u.a der ehemalige KAL-Kameradschaftsfüher Rene Laube – am Lukovmarsch in Sofia. Nach eigenen Angaben besuchte eine 60-köpfige Delegation der Partei DIE RECHTE den revisionistischen Marsch zu Ehren des bulgarischen Generals und Nazisympathisanten Hristo Lukov. Der Marsch in der bulgarischen Hauptstadt ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Ereignis für die europäische extreme Rechten avanciert. In diesem Jahr waren unter anderem Neonazis aus Schweden, Deutschland und Ungarn vor Ort. Der Aufmarsch der Nationalisten blieb dieses Jahr nicht unwidersprochen: Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die Nazis.

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Landtag von Sachsen-Anhalt verhindert Untersuchungsausschuss im Fall Oury Jalloh http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/landtag-von-sachsen-anhalt-verhindert-untersuchungsausschuss-im-fall-oury-jalloh/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/landtag-von-sachsen-anhalt-verhindert-untersuchungsausschuss-im-fall-oury-jalloh/#comments Thu, 28 Feb 2019 20:44:39 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/landtag-von-sachsen-anhalt-verhindert-untersuchungsausschuss-im-fall-oury-jalloh/ Es macht wütend, traurig, fassungslos. Der Tod Oury Jallohs bleibt weiterhin ungeklärt, niemand wird für den Mord zur Verantwortung gezogen. Dank der Enthaltungen von Grünen, SPD und CDU kann die AfD durch ihre Gegenstimmen den Antrag der LINKEN verhindern. Wer schweigt, stimmt zu – oder duckt sich hinter der AfD…

Artikel aus dem Neuen Deutschland:

Im Landtag von Sachsen-Anhalt wurde am Donnerstag über einen möglichen Untersuchungsausschuss im Fall Oury Jalloh abgestimmt. Die Linksfraktion hatte dazu einen Antrag eingereicht. Sie fordert einen solchen Ausschuss bereits seit Monaten. Der Tod des Sierra-Leoners beschäftigt die sachsen-anhaltische LINKE und engagierte Initiativen seit Jahren. In der Abstimmung vom Donnerstag stimmte einzig die Fraktion der LINKEN einem Untersuchungsausschuss geschlossen zu. Die Koalitionsparteien aus CDU, SPD und Grünen hatten sich enthalten. Die AfD stimmte gegen einen Untersuchungsausschuss. »Jetzt haben die Koalitionsfraktionen erneut entschieden, dass sie den Beginn der Arbeit der Sachverständigen weiter verzögern werden – und dies auf unbestimmte Zeit«, sagt die LINKE-Politikerin Henriette Quade, die den Antrag in den Landtag eingebracht hatte.

Jalloh verbrannte im Jahr 2005 in einer Dessauer Polizeizelle. Die Umstände sind nach wie vor zum Großteil ungeklärt. Lange ging die Polizei dabei von einem Suizid aus, doch einiges spricht dagegen. Zu diesem Schluss kam auch Dessaus zuständiger Oberstaatsanwalt, nachdem dieser sich im April 2017 mit Brandexperten getroffen hatte. Der Dessauer Staatsanwalt änderte daraufhin seine Ansicht und benannte sogar Verdächtige. Der Fall sollte aufgrund von Ungereimtheiten neu aufgerollt werden. Dieser wurde daraufhin jedoch an die Hallenser Staatsanwaltschaft übergeben, welche 2017 eine Einstellung des Verfahrens für sinnvoll erachtete. »Dagegen läuft ein Klageerzwingungsverfahren der Nebenklageberechtigten. Das liegt jetzt zur Überprüfung beim Oberlandesgericht. Es ist zu erwarten, dass sich das lange hinzieht. Ein halbes Jahr Prüfung mindestens«, erklärte Quade.

Auffällig ist, dass die grundsätzlichen Fragen des Falls nach wie vor offen sind. Beispielsweise die Frage danach, wie sich eine an Händen und Füßen fixierte Person auf einer feuerfesten Matratze selbst angezündet haben soll. Auch das Hauptbeweismittel – ein Feuerzeug, mit dem sich Jalloh selbst angezündet haben soll – wurde später gefunden und als Beweismittel gelistet. Zudem kam im März 2018 ein toxikologisches Gutachten zu dem Schluss, dass eine Selbsttötung Jallohs ausgeschlossen werden könne. »Wir haben seit jeher einen großen Widerspruch zwischen dem, was die Generalstaatsanwaltschaft darstellt und den Ergebnissen der Experten«, so Quade.

Als die Dessauer Staatsanwaltschaft den Fall im letzten Jahr erneut aufrollen wollte, erhielt der Fall Jalloh ein gewisses Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit und wurde Teil politischer Debatten. In der Realität hat sich seitdem jedoch nichts bewegt. »Seit 14 Jahren wird ein Untersuchungsausschuss abgewehrt und dies mit der Begründung, dass dieser nicht parallel zu einem laufenden Verfahren einberufen werden könne«, so Quade.

In Nordrhein-Westfalen habe es laut der LINKEN-Politikerin jedoch einen ähnlichen Fall gegeben, bei dem ein zu unrecht inhaftierter Asylbewerber ebenfalls in einer Polizeizelle verbrannt ist. Es handelte sich um den Syrer Ahmed A. in der JVA Kleve. Quade verwies darauf, dass in diesem Fall ein Untersuchungsausschuss eingesetzt worden sei, bevor es überhaupt ein Ermittlungsverfahren gegeben habe.

Wie es im konkreten Fall weitergeht, ist abhängig vom Urteilsspruch des Oberlandesgerichts. Gibt dieses dem Klageerzwingungsverfahren statt, könnten die Sonderermittler jedoch zunächst nicht ermitteln, da parallel juristische Verfahren geführt werden würden. »Juristisch, sage ich, wäre es nach wie vor richtig, dass der Generalbundesanwalt das Verfahren führt. Wenn im Raum steht, es gibt einen ungeklärten Todesfall im Polizeigewahrsam und es wäre möglich, dass Polizisten einen Menschen getötet haben oder haben sterben lassen, dann ist das eine erhebliche Staatsgefährdung. Das wäre ein Fall für den Generalbundesanwalt. Der sieht das aber anders«, sagte Quade.

Tatsächlich war seit dem Tod Jallohs ein Disziplinarverfahren gegen einen der Dessauer Polizisten geführt worden. Der Tod des jungen Mannes war nicht der erste, der in Zusammenhang mit der Dessauer Dienststelle steht. Bereits 1997 und 2002 kamen zwei weitere Männer ums Leben. Einer starb durch innere Blutungen, der andere durch einen Schädelbasisbruch. Beide waren zuvor beziehungsweise währenddessen in Gewahrsam der Dessauer Polizei.

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Aufruf: Frauen*kampftag – Aachener Bündnis für ein Ende der Gewalt http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/aufruf-frauenkampftag-aachener-buendnis-fuer-ein-ende-der-gewalt/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/aufruf-frauenkampftag-aachener-buendnis-fuer-ein-ende-der-gewalt/#comments Thu, 28 Feb 2019 20:23:45 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/28/aufruf-frauenkampftag-aachener-buendnis-fuer-ein-ende-der-gewalt/ An dieser Stelle wollen wir auf den Aufruf zum Frauen*kampftag des Aachener Bündnisses für ein Ende der Gewalt aufmerksam machen:

Seit mittlerweile 100 Jahren wird jährlich zum Weltfrauen*kampftag aufgerufen. Damals wurden feministische Kämpfe radikal geführt, die rechtliche Gleichstellung wurde so in großen Teilen erkämpft. Heute beschränkt sich der 8. März offiziell auf Rosenverteilen in der Innenstadt. So wirkt es, als sei der Frauen*kampftag überflüssig geworden.

Wir stellen fest: Auch 2018 erfuhr jeden dritten Tag eine Frau* einen gewaltsamen Tod durch ihren Partner. Auch 2018 waren der Ruf und die soziale Stellung von Vergewaltigern schützenswerter als die körperliche Unversehrtheit einer Frau*. Auch 2018 wog das Selbstbestimmungsrecht der Frau* über ihren Körper weniger als moralische Vorstellungen von Männern. Auch 2018 verdienten Frauen* weniger Geld für die gleiche Lohnarbeit und verrichteten gleichzeitig unentgeltlich den Großteil der Arbeit in der Familie und im Haushalt. Wir stellen fest, auch bis heute bleibt die reale Gleichstellung aus.

Heute schauen Europäer*Innen zum Beispiel in den Nahen Osten und sorgen sich um die Frauen* dort, vergessen dabei jedoch die erhebliche Gewalt die es auch hier nach wie vorgibt. Statt mitleidig in den Iran zu blicken, sollten wir uns an den radikalen Kämpfen, die dort und anderswo ausgefochten werden ein Vorbild nehmen und uns im Kampf gegen Gewalt, die uns tagtäglich wiederfährt selbst und gegenseitig ermächtigen.

Dort wie hier ist der reibungslose Ablauf der Gesellschaft nicht ohne massive Gewalt gegen Frauen* möglich. Ohne die Arbeit von Frauen* in Familien, Büros und Pflegeeinrichtungen kann der Kapitalismus nicht funktionieren. Die einzige Macht, die im Kapitalismus für die Mehrheit der Menschen besteht ist die ihrer Arbeitskraft. Folglich ist ein Streik auch die einzige Möglichkeit sich Gehör zu verschaffen und kollektiv Forderungen durchzusetzen.

Deshalb wird dieses Jahr weltweit zum Frauen*streik, Demonstrationen und anderen Aktionen aufgerufen. Wir solidarisieren uns mit diesen und rufen in Aachen zur Demonstration und Kundgebung am 8. März auf. Wir treffen uns um 17:30 Uhr am Markt und ziehen gemeinsam durch die Stadt zum Hauptbahnhof.

Wandle Wut, Trauer und Angst in Widerstand.

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Bullen machen sich am Europaplatz breit http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/07/bullen-machen-sich-am-europaplatz-breit/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/07/bullen-machen-sich-am-europaplatz-breit/#comments Thu, 07 Feb 2019 18:43:04 +0000 AK antifa AC News Kurzmeldungen http://akantifaac.blogsport.de/2019/02/07/bullen-machen-sich-am-europaplatz-breit/ Die Aachener Nachrichten berichten über die geplante Eröffnung eines neuen Ausbildungszentums für Polizist_innen am Europaplatz.

Zum Artikel

Know your enemy…

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Macron, Merkel und Gelbwesten in Aachen http://akantifaac.blogsport.de/2019/01/24/macron-merkel-und-gelbwesten-in-aachen/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/01/24/macron-merkel-und-gelbwesten-in-aachen/#comments Wed, 23 Jan 2019 22:06:23 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/01/24/macron-merkel-und-gelbwesten-in-aachen/ Ein famoses Spektakel bot sich auf dem Aachener Markt am Dienstag morgen als Merkel und Macron anreisten um den neuen Vertrag zur deutsch-französischen Freundschaft zu unterzeichnen.
Zum politischen Hintergrund wurde schon viel geschrieben deswegen an dieser Stelle nur der Verweis auf ein paar Veröffentlichungen der letzten Tage:
- Aufruf der Linksjugend
- Macron & Merkel not welcome
- Übersicht zu rechten Gelbwesten Aktivitäten auf Labournet
- Beitrag von Bernhard Schmid zu den Protesten in Frankreich auch auf Labournet

Wir wollen an dieser Stelle auf das bunte Potpourri an politischen Strömungen/Akteuren eingehen, welches den beiden Staatsoberhäuptern die Aufwartung machte.

Am lustigsten waren die Europa-Fahnen-Wedler*innen von Pulse of Europe die sogar eine Absperrung weiter nach vorne durften als die Menschen, die ihre Kritik an dem Spektakel kundtaten. Politische Aussagen waren dort weitgehend fehl am Platze. Eine kleine Gruppe antirassistischer Aktivisti, die sich mit einem Transpi gegen das europäische Grenzregime unter die Europafans gemischt hatten, wurden von den Bullen kurzerhand aussortiert und eine Stunde lang ohne Vorwürfe eingekesselt.
Hinter der nächsten Absperrung hatte eine Gruppe Gelbwesten Stellung bezogen. Angemeldet wurde diese Kundgebung von Tamara K. aus Roetgen. Die Teilnehmenden waren wohl einem Aufruf gefolgt der vor allem in rechten oder verschwörungstheoretischen Internet-Gruppen geteilt wurde. Das Rahmenprogramm, welches aus einer eher verwirrt anmutenden Rede und dem gemeinsamen Gröhlen der deutschen Nationalhymne bestand, wurde wohl von einem Personenkreis organisiert, der sich als Gelbwestenableger in Aachen versteht. Diese hatten sich nach Aufrufen auf Socialmedia-Plattformen vor einigen Wochen in einem Aachener Hotel getroffen, um gemeinsam zur Tat zu schreiten. Dies gipfelte dann in dem Versuch beschriftete Warnwesten an Statuen in der Aachener Innenstadt zu befestigen. Ein paar Antifas verfolgten die Gruppe und konnten die Kunstwerke schnell wieder entfernen. Außerdem wurde besprochen, dass man sich mit anderen Gelbwesten in der Region vernetzen wolle, beispielsweise in den Niederlanden, Belgien und im Rheinland. Hier hatte Hogesa-Anmelder Dominik Roeseler aus Mönchengladbach zu Gelbwesten-Aktionen aufgerufen. Diesem Aufruf folgten nur vereinzelte Wutbürgis, welche sich guerillamäßig auf Zebrastreifen stellten. Interessant ist auch, dass der Anmelder der rechten „Bürger stehen auf“ Demos in Linnich und Erkelenz 2016, Willy M. auf dem Treffen im Hotel gesehen worden sein soll.
Auf der Kundgebung am Markt fanden sich nun neben einigen Wutbürgis und Verschwörungsbewegten („Stop NWO“), eine Frau aus dem Dürener Umfeld der AfD, welche per Livestream für PI-News „berichtete“, JA Youtube-Sternchen Henryk Stöckl und Dominik Roeseler., der mit einer handvoll Gladbach-Hools angereist war. „Merkel muss weg“, „Volksverräter“ und „Wir sind das Volk“-Rufe durften dort natürlich nicht fehlen.
Nächstes Kuriosum war der Auftritt der Wagenknecht-Truppe „Aufstehen“, eine Ortsgruppe Aachen scheint es allerdings nicht zu geben. Diese konnten sich wohl nicht genau entscheiden, wie sie sich positionieren wollten, so reihten sie sich zuerst in der rechten Kundgebung ein, wechselten aber später zu der von der Linksjugend angemeldeten Kundgebung. Bei dieser fanden sich um die 100 Personen verschiedenster linker Strömungen ein. Mehr als Rufen, Pfeifen und Frieren war allerdings nicht drin, die erhoffte (und von den Bullen befürchtete) Gelbwesten-Revolution in Aachen blieb leider aus. =(

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Neue Informationen zum Aussteigerprogramm für Linksextreme http://akantifaac.blogsport.de/2019/01/23/neue-informationen-zum-aussteigerprogramm-fuer-linksextreme/ http://akantifaac.blogsport.de/2019/01/23/neue-informationen-zum-aussteigerprogramm-fuer-linksextreme/#comments Wed, 23 Jan 2019 21:49:57 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2019/01/23/neue-informationen-zum-aussteigerprogramm-fuer-linksextreme/ Für sein neues Aussteigerprogramm für Linksextreme „left“ bat NRW-Innenminister Reul die Aachener Design-Student*innen, Ende letzten Jahres,Vorschläge für ein Layout zu entwerfen. Peinlich genug das der letzte Versuch so eine hirnrissige Institution zu etablieren daran scheiterte dass das Angebot fast ausschließlich für Scherzanrufe genutzt wurde. Um den wirklich kreativen Entwürfen noch eins draufzusetzen stammt der Gewinnerbeitrag von einem Aachener Burschenschafter. Dies hatte für Furore auf dem Twitteraccount der RWTH gesorgt, die seit jeher Abgrenzungsprobleme zu rechten Verbindungen hat. Hans-Ulrich Voß ist korporiert bei der Teutonia Aachen neben der Libertas Brünn und der Alania eine der rechtesten Verbindungen in Aachen. Gemeinsam bilden sie den Conven Aachener Burschenschaften und organisieren Veranstaltungen oft auch mit Vortragenden die dem extrem rechten Spektrum zuzurechnen sind. Die Genoss*innen von der Autonomen Antifa 170 haben noch ein paar Infos zu den Hintergründen von Voß recherchiert, die gar nicht mehr so verfassungstreu wirken. Die wollen wir euch nicht vorenthalten.

von: aa170.noblogs.org

Innenministerium in rechter Gesellschaft
Posted on 22. Dezember 2018 by Autonome Antifa 170

Der Designwettbewerb des NRW-Innenministeriums für das neue Aussteiger*innenprogramm für sogenannte „Linksextremist*innen“ namens „left“ hat einen Gewinner: Hans-Ulrich Voß. Bei diesem handelt es sich nach Recherchen des Neuen Deutschland (nd) allerdings um ein Mitglied der nationalkonservativen Burschenschaft „Teutonia Aachen“[1]. Doch die Verbindungen Voß’ in rechte Strukturen gehen über seine Tätigkeiten in der Studentenverbindung weit hinaus. So hat unsere Recherche ergeben, dass es sich bei Hans-Ulrich Voß um den Sohn des in Unna lebenden NPD-Kreisverbandsvorsitzenden und langjährig aktiven Rechtsradikalen Hans-Jochen Voß handelt. Dieser ist neben seiner Position als KV-Vorsitzender auch langjähriger Unterstützer der Partei „Die Rechte“ sowie dessen Dortmunder Vorläuferorganisation „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO)[2] und eine der Personen, denen der rechte Attentäter Anders Breivik sein „Manifest“ schickte[3]. Die Recherche stützt sich auf das private Facebook-Profil von Hans-Ulrich Voß. Dort finden sich neben diversen Kontakten zu Aachener Burschenschaftlern auch Geburtstagsglückwünsche für den AfDler Ralf Nienaber[4], der wiederum Alter Herr der Teutonia Aachen ist. Kontakte bestehen des Weiteren zu dem ehemaligen Unneraner und Neonazi Bastian Löhr, der Bilder liket (Beispiel: [5]), die Hans-Ulrich auf seinem Profil hochlädt[6]. Löhr war seiner Zeit aktiv beim „Nationalen Widerstand Unna“ (NWU)[7], später „Freies Netz Unna“, einer Gruppe, auf die mehrere Anschläge auf zivilgesellschaftliche Initiativen im Raum Unna zurückzuführen sind und die zum NWDO gerechnet werden kann. Löhr beendete seine Karriere in der Neonazi-Kameradschaft, um Mitglied bei der rechtsradikalen Burschenschaft Rheinfranken in Marburg zu werden (weitere Infos dazu findet ihr hier).

Es passt zur Normalisierung rechter Ideologie, dass sich das Innenministerium beim Kampf gegen sogenannten „Linksextremismus“ von Rechten unter die Arme greifen lässt. 2000€ beträgt das Preisgeld für die Gewinner*innen des Wettbewerbs. Wie hoch der Imageschaden für Innenminister Reul ausfällt, hängt davon ab, ob die Abwehr gegen Rechts in der Zivilgesellschaft noch ausreichend ausgeprägt ist.

Bild 1
Bild 2
Bild 3

[1] https://www.neues-deutschland.de/artikel/1108614.aussteigerprogramm-left-mit-burschenschaftern-gegen-den-linksextremismus.html
[2] http://antifaunited.blogsport.de/2009/08/05/unnaer-npd-chef-voss-spendet-3000-euro-an-autonome-nationalisten-aus-dortmund/
[3] http://antifaunited.blogsport.de/2011/08/01/post-aus-norwegen-fuer-die-deutschen-brueder/
[4] Screenshot Facebook 1
[5] https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1967013336883803&substory_index=0&id=100007254666014
[6] Screenshot Facebook 2
[7] http://antifaunited.blogsport.de/2009/12/08/neonazi-outings-im-raum-unna/

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http://akantifaac.blogsport.de/2019/01/23/neue-informationen-zum-aussteigerprogramm-fuer-linksextreme/feed/
Doku: Redebeiträge von der Antirepressionsdemo am18.11. http://akantifaac.blogsport.de/2018/11/29/doku-redebeitraege-von-der-antirepressionsdemo-am18-11/ http://akantifaac.blogsport.de/2018/11/29/doku-redebeitraege-von-der-antirepressionsdemo-am18-11/#comments Wed, 28 Nov 2018 22:27:10 +0000 AK antifa AC News http://akantifaac.blogsport.de/2018/11/29/doku-redebeitraege-von-der-antirepressionsdemo-am18-11/ Auf der Demo gegen den Rechtsruck und staatliche Repression gab es einen Redbeitrag zu den jüngsten Aktivitäten der Aachener Naziszene und einen Über das neue Polizeiaufgabengesetz in NRW: Ersteren wollen wir aus Eigeninteresse hier nochmal teilen:

Redebeitrag: Naziaktivitäten

In den vergangenen Wochen gab es wieder vermehrte Naziaktivitäten rund um das Autonome Zentrum und im Frankenberger Viertel. So lauerten Nazis mehrfach Besucher*innen des AZ auf, verfolgten sie und bedrohten sie mit einem Messer.

Die beiden Jungnazis Norman S. und Marcel (unbekannt) taten sich in diesem Kontext besonders hervor. Die beiden gehören zum Nachwuchs der Neonaziorganisation “Syndikat 52”. Dabei handelt es sich de facto um die Nachfolgeorganisation der 2012 verbotenen “Kameradschaft Aachener Land”. Das “Syndikat 52” bezeichnet sich formal als Projektgrupppe von “Die Rechte Aachen-Heinsberg”, tatsächlich findet aber der Großteil der Aktivitäten unter dem “S52” Label statt.

„Syndikat 52“ hat den Charakter einer Neonazikameradschaft und setzt mehr oder weniger die Aktivitäten der KAL fort. Dazu gehören neben gemeinsamen Demonstrationsbesuchen, neonazistischem Heldengedenken und ideologischen “Bildungsvorträgen” auch gemeinschaftliche Freizeitbeschäftigungen wie Bootsausflüge und selbstorganisierte Ballermannpartys oder eben Angriffe auf Migrant*innen und politische Gegner*innen.

Unter anderem über die Parteistrukturen von “Die Rechte” ist das Syndikat gut vernetzt. Mitglieder reisten dieses Jahr zu Naziaufmärschen in der ganzen Bundesrepublik: Bspw. nach Bielefeld und Kerpen/Bergheim zu Ehren der inhaftierten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck, nach Dortmund und Wuppertal zu Demonstrationen von Die Rechte, nach Berlin um dem Hitlerstellvertreter Rudolf Heß zu gedenken oder nach Kandel um dort ihre rassistische Hetze zu verbreiten.
Auch mit der europäischen extremen Rechten gibt es gute Verbindungen: So reisten Nazis aus Aachen und Umgebung in diesem Jahr bereits zweimal zu faschistischen Veranstaltungen in Sofia, Bulgarien.

Im Syndikat 52 sind Mitglieder aus Aachen, Düren und Heinsberg organisiert. Auffällig hierbei sind die personellen Kontinuitäten seit dem Verbot der KAL: So treten in allen Aktivitätsregionen des Syndikats weiterhin die alten Kader in Erscheinung: In Erkelenz – Gerwin J., in Düren der ehem. Kameradschaftsführer Rene L. und in Aachen Tim M.

Letzterer glänzte zuletzt zusammen mit seinem Bruder Karl durch Ambitionen als Online-Drogenhändler. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung Anfang 2017 wurden große Mengen Amphetamine gefunden. Die Beiden sollen zusammen Sebastian L. und Dominik H., ebenfalls aus dem Umfeld von S52, beim Handel mit dieser Drogen bis zu 330.000 Euro umgesetzt haben. Dass dieses Geld zur Unterstützung von lokalen Nazistrukturen oder bundes- und europaweit agierenden Untergrundorganisationen verwendet wurde ist äußerst wahrscheinlich. So bestanden unter anderem langjährige Verbindungen der Aachener Neonaziszene zu rechten Terrororganisationen wie „Combat 18“. Der Prozess zu diesem Komplex läuft nun seit ca. einem Jahr vor dem Aachener Landgericht. Seit die die Angeklagten wegen der Verfahrenslänge diesen Sommer aus der Untersuchungshaft entlassen wurden, scheint die Zahl der Angriffe und Aktivitäten zu steigen. Zusammenhänge?

Doch schon seit 2017 beobachten wir vermehrt Aktivitäten von Nazis des “Syndikat 52” und der “Identitären Bewegung” in Aachen und speziell im Frankenberger Viertel. Das Frankenberger gilt den Faschos dabei als (ZITAT)”Rückzugsort für Antifas und Sozialparasiten”, diese würden dort „harmlose Patrioten“ bedrohen. Mit „harmlosen Patrioten“ sind hier dann die genannten bewaffneten Neonazis gemeint.

Das ist einem auf ihrer Facebookseite veröffentlichten Video zu entnehmen. In dem Video dokumentieren sie, unterlegt mit dramatischen Hip-Hop-Beats, wie sie heldenhaft Sticker aufkleben und Flyer in Briefkästen stecken.

Das Auftreten von Neonazis im Viertel ist immer eine Gefahr für Leute, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Wird ihre Präsenz einfach ignoriert, gibt man ihnen Raum für Hetze und Gewalt. Dass sich Nazis nicht einfach verbieten lassen und dem „Rechtsstaat“ bzw. der Polizei generell kein Vertrauen entgegen zu bringen ist, zeigt sich nicht zuletzt bei den Enthüllungen rund um den „NSU“. Deswegen gilt es, rechten und autoritären Positionen keine Räume und Viertel zu überlassen und Nazis im Alltag offensiv zu konfrontieren.

Aprops: Was ist denn zum Beispiel mit Miguel D. Dem Mitarbeiter des Frankenberger Barbershops gefallen auf Facebook die faschistische Partei Spaniens, die Nazimarke Thor Steinar sowie weitere einschlägige Naziseiten. Das gibt dem Besuch von Sebastian L. im Barbershop im Frühjahr 2017 nochmal ein eigenes Geschmäckle.

Als wäre die Männerexklusivität dort nicht schon bescheuert genug, wird also mit dem Argument “Hier sind alle Männer willkommen – solange es denn Männer” sind, auch Nazis ein Ort zum männlichen Wohlfühlen geboten. Unter Gleichgesinnten.

Also Augen auf im Straßenverkehr – Rechts vor Links verhindern!

Chronik: Aktivitäten Rechter aus Aachen und Umgebung 2018

17.02.18 Sofia, Bulgarien

Lukovmarsch, Fackelmarsch Bulgarischer Nationalisten, Revisionismus, Gedenkmarsch für einen faschistischen General

Teil einer deutschen Delegation von ca. 50 Personen, organisiert von Der Rechten

24.03.18 Kandel

Rassistische Hetze nach einer tödlichen Messerattacke

14.04.18 Dortmund

Die Rechte Demo, Motto: „Europa erwache“

10.05.18 Bielefeld

Demo in Solidarität mit Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

09.06.18 Wuppertal

Kundgebungstour Die Rechte

23.06.18 Kerpen Bergheim

Demo in Solidarität mit Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

18.08.18 Berlin

Rudolf Heß Gedenken

20.09.18 Mönchengladbach

Gedenken an rechten Selbstmörder Hooligan

29.09.18 Sofia, Bulgarien

Tag der Jugend rechter Nationalisten

03.10.18 Dortmund

Kundgebung gegen Polizeiwillkür und staatliche Repression gegen Nazis

10.11.18 Bielefeld

Demo in Solidarität mit Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

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