Archiv für März 2016

25.3. – 3.4.16: Skill Sharing Camp im Hambacher Forst

Die Besetzer*innen des Hambacher Forsts laden vom 25.3. bis zum 3.4.2016 zum Skill Sharing Camp im Hambacher Forst.

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Skill Sharing Camp im Rheinland 2016

Seit fast genau 4 Jahren ist der Hambacher Forst im Rheinischen-Braunkohlerevier bei Köln besetzt. Dies ist ein Zeichen um die gefräßigen Bagger der Braunkohleindustrie zu stoppen und somit auch ein Zeichen für eine besseres Klima und einen Systemwandel. Für direkten Widerstand braucht es Menschen mit vielfältigen Fähigkeiten und kreativen Ideen um der Repressionsmacht ein Schritt voraus zu sein.

Deshalb laden wir alle zum Skill Sharing Camp vom 25. März bis 3. April 2016 ein, um sich 10 Tage lang gegenseitig Fähigkeiten beizubringen, erlernen und auszuprobieren.

Die Workshops sollen einen Schwerpunkt haben auf Aktionen, aber auch andere interessante Themen, die im Widerständigenalltag anfallen, sollen vorkommen – zum Beispiel Workshops zu „Kochen für viele Menschen“, oder auch künstlerische Sachen wie Jonglage und Raum um an neuen (Aktions-)Ideen, Strategien und vor allem praktischen Umsetzungen zu basteln.

Ein freies Lernen muss stets frei für alle zugänglich und kooperativ sein – Barrieren, wie verschiedene Sprachen und unverständliches Fachgesimpel, die ausschließend wirken, sollten dabei versucht werden so weit wie möglich abzubauen. Gleiches gilt für Rollen die innerhalb der heutigen Gesellschaft vorhanden sind. Dieser Prozess kann aber nur in einer annehmbaren Alternative münden, falls freiwillig, kritikfähig und unterstützend miteinander umgegangen wird!

Das Skill Sharing Camp soll also keine ausschließende Veranstaltung werden. Sie soll offen sein, für Anwohner_innen, Umwelt-Aktivist_innen, aber auch Menschen in sozialen Kämpfen in der Umgebung oder auch weltweit. Aus diesem Anspruch heraus wird versucht, Workshops so zu gestalten, dass sie auch ohne Vorwissen verstanden werden können – wir versuchen für Übersetzungen zu sorgen, wenn unterschiedliche Sprachen gesprochen werden.

Was wir nicht akzeptieren werden sind Handlungen und Äußerungen, die anderen Menschen die Beteiligung erschweren, verwehren oder sie angreifen. Dazu zählen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homo- & Transphobie, die in ihrem Kern stets menschenverachtend sind.

Informationen zu den Skillsharing Camp Orten

Der Widerstand gegen die Braunkohleindustrie und ihre Welt geht weiter!

Es wird zum dritten Frühlings Skillsharing vom Camp im Rheinland eingeladen. In diesem Jahr wird es Workshops und ein zusammenleben an mehrern Orten geben. Zum einen , im Hambacher Forst, dem Wiese Camp bei Morschenich und in der Werkstatt für Aktionen und Alternativen (WAA) in Düren.

Der Hambacher Forst
befindet sich zwischen Köln und Aachen. Von den einst 8500ha stehen heute nicht einmal mehr 200ha. Der Wald wird seit 1978 vom Energiekonzern RWE (ehemals Rheinbraun) abgeholzt um Platz für den Braunkohletagebau Hambach zu schaffen. Der Tagebau Hambach ist einer von drei derzeit in Betrieb befindlichen Braunkohletagebauen von RWE im Rheinland und der größte in Europa. Seit 2012 ist der Hambacher Forst besetzt. Es entstand ein Ort der Begegnung für Menschen, die sich lebensfeindlichen Technologien und der Welt, die diese ermöglicht, aktiv in den Weg stellen.

Die WAA in Düren wurde direkt im Anschluss, an das zweite Klimacamp 2011 im Rheinland gegründet. Ein halbes Jahr später wurde von hier aus zum ersten Mal der Hambacher Forst besetzt. Seitdem ist sie ein Kristallisierungspunkt für unterschiedliche Kämpfe, die sich auf einander beziehen, regional und international.
Ihr findet in der WAA, einen Computer/Medien Raum, den Infoladen, den Garten, die Werkstatt, Aufenthaltsräume, einen Umsonstladen und mehr. Darüber hinaus, bietet sie Raum, zum Zusammenkommen, sei es für Gruppentreffen, Spieleabende, KüFa, Infoveranstaltungen oder Diskussionsrunden.

Das Skillsharing Camp dient zum einen als eine Plattform zur Weitergabe von Kenntnissen und Fähigkeiten, zum Anderen als Forum um regionale und internationale Kontakte zu anderen Kämpfen aufzubauen und aufrecht zu halten.

Zeitraum der Camps: Hambacher Forst vom 25. März bis 3. April 2016 und in der WAA vom 25. März bis zum 30. März

Das Skill Sharing Camp steht vor der Tür, und auch wenn heute (und allgemein in der letzten Zeit) mal wieder RWE und die Cops ihre Macht demonstrieren und einen weiteren Teil des Waldes zerstören mussten, haben wir ein paar neue Informationen für euch.
Informationen zum Skill Sharing Camp im Hambacher Forst

Folgende Workshops werden bis jetzt angeboten. Wenn du einen eigenen Workshop machen möchtest, schreibe uns an.

Lesung „mit Baumhäuser gegen Bagger“
Feuerjonglage
Pacour
Kräuterspaziergang
Klettertraining
Neue Überwachungsmöglichkeiten und wie man sich schützen kann
Barrikaden bauen
Tripod bauen
Wie gehe ich mit Polizeigewalt um
mental issue soziale Hierarchien
Baumkunde

Was das Leben auf der Wiese und im Wald erheblich vereinfacht/Was soll ich mitbringen:

Zelt
Isomatte
Kopflampe
warme Kleidung
wasserdichte Kleidung
gute Schuhe
Messer
Feuerzeug
rattensichere Behältnisse
Sachen, die dir gut tun (dein über alles geliebtes Kuscheltier, Tabak, Schokoladen…)

Auf der Wiese tragen fast alle eine selbstgewählten Namen. Es ist praktisch, wenn du dir schon im Vorfeld einen „Hambinamen“ überlegst und dich über das Thema „Personalienverweigern“ informierst und dir darüber Gedanken machst.

Für das Skill Sharing Camp muss noch viel vorbereitet werden. wenn du Zeit hast komm gerne schon früher. Wir brauchen immer Leute (gerade nach dem heutige Tag).

Weitere Informationen:

Der Aufruf [Hier] ,
Die Camp Orte [Hier]
Kontakt und Anreise ( Camp Hambi) [Hier] ,
Informationen zum Skill Sharing in der WAA [Hier] ,
Kontakt und Anreise ( Camp WAA) [Hier]

hambacherforst.blogsport.de
waa.blogsport.de
kuechenkollektivdn.blogsport.de

02.04.16: ZAB schließen statt abschieben! Demo in Bielefeld

Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses „Bewegungsfreiheit statt Lager“ zur Demonstration „ZAB schließen statt abschieben!“ am 12.04.2016 in Bielefeld:

ZAB schließen statt abschieben!
Bewegungsfreiheit statt Abschiebelager! Jeder Fluchtgrund ist legitim!

NRW-weite Demo in Bielefeld am 02. April 2016

Auftaktkundgebung: 14.00 Uhr
Ort: Bahnhofsvorplatz (HBF)

Warum Bielefeld?
In Bielefeld befindet sich eine der drei Zentralen Ausländerbehörden (ZAB) des Landes Nordrhein-Westfalen. Die ZAB Bielefeld ist dabei nicht nur NRW-weit für die Organisation von Flugabschiebungen zuständig. Sie „berät“ auch in speziellen Abschiebelagern (sogenannten „Balkan-Zentren“) „unerwünschte“ Geflüchtete über die „Vorteile der freiwilligen Rückreise“. Denn nicht weit von Bielefeld befindet sich unter anderem das Abschiebelager Hövelhof-Staumühle, in dem bisher albanische Geflüchtete verwahrt und schleunigst wieder abgeschoben wurden – nun sind davon auch aus Kosovo, Serbien, Bosnien-Herzegowina oder Mazedonien geflüchtete Menschen betroffen und demnächst wohl noch weitere. Die Bielefelder Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wickelt dabei das Schnellverfahren ab, mit dem mit pauschalisierten Ablehnungen den Betroffenen jede Chance auf Asyl genommen wird.

The Summer of Hope
Im letzten Jahr wurden die Mauern der Festung Europa endlich brüchig! Sie bröckelten, weil sich viele Menschen von überall her aus vielen eigenen Gründen auf den Weg gemacht haben.
Diese Menschen sind nicht mehr bereit, das elende Leben zu ertragen, das ihnen ein global abgestuftes Verwertungs- und Herrschaftssystem zubilligt, sie sind auf der Suche nach einem besseren Leben!

Die Kontrolle über die Fluchtbewegungen ging den europäischen Regimen verloren und für einen kurzen Augenblick konnten sich die Menschen so frei bewegen wie lange nicht. Ein riesiger Erfolg, den sich die Bewegung der Geflüchteten erkämpft hat. Seitdem kämpfen die Herrschenden hart darum, die Kontrolle wieder zu erlangen. Sie wollen die Menschen kontrollieren, um sie in „nützliche“ und „unnütze“ sortieren zu können.

Es gibt keine sicheren Herkunftsstaaten
In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits wie in Bayern mehrere Abschiebelager speziell für Menschen aus „sicheren Herkunftsländern“. Von dort werden Geflüchtete zur angeblich „freiwilligen Ausreise“ gedrängt oder in massenhaft vorgezogenen Schnellverfahren abgeschoben. Das über alle Balkanländer verhängte Konstrukt „sicherer Herkunftsstaaten“ soll nun auch auf Algerien, Marokko und Tunesien ausgeweitet werden, was bedeutet, dass die aus diesen Ländern geflüchteten Menschen ebenfalls keine Chance haben sollen hierzubleiben.
Viele der aus den Balkanländern Geflüchteten sind Rom*nja, die dort ihrer Existenz beraubt, ausgegrenzt und verfolgt worden sind und deren Vorfahren vom NS-Regime ermordet wurden. Das ist vielfach bestätigt und den Herrschenden hier bestens bekannt. Und weil kein Staat für alle sicher ist, sind z. B. wie in vielen Ländern Verfolgungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung ebenfalls belegt.

Nationalismus ist keine Alternative
Parallel zu Gesetzesverschärfungen und den wachsenden Mauern in und um Europa, wobei die autoritär regierte und Krieg gegen die Kurd*innen führende Türkei als Pufferstaat benutzt wird, wächst in Deutschland eine rassistische und nationalistische Bewegung, die von der „Mitte der Gesellschaft“ über CSU und AfD bis zu den Nazis reicht. Hunderte angegriffener Unterkünfte für Geflüchtete zeugen von der Aggressivität dieser Bewegung, die sich durch das Verhalten von Polizei und Politik sehr häufig bestätigt und bestärkt fühlen darf. Gegenwärtig erleben wir einen Überbietungswettbewerb seitens der Politik, wer am härtesten gegen Geflüchtete vorgeht.

Akteure der Abschiebungen

Neben den Zentralen Ausländerbehörden (ZAB), lokalen Ausländerbehörden und Fluggesellschaften, die die Flieger für die Abschiebungen zur Verfügung stellen, dem Düsseldorfer Flughafen, der ein eigenes Gate dafür unterhält, geht es vor allen Dingen um die Unternehmen und Organisationen, die die Abschiebelager betreiben. Überraschenderweise haben wir es bei diesen speziellen Lagern oft nicht mit kommerziellen Anbietern zu tun, sondern mit angeblich humanitär ausgerichteten Organisationen wie dem Malteser Hilfsdienst und dem Roten Kreuz. Dass sich diese Organisationen bereit erklären, Einrichtungen zu betreiben, die den einzigen Zweck haben, ein Klima der Abschreckung und Angst zu schaffen, um die Vertreibung vieler Geflüchteter möglichst reibungslos ohne Öffentlichkeit durchzusetzen, lässt sehr tief blicken.

Aber weder die offenen Rassist*innen noch die Herrschenden werden die Menschen aufhalten, die sich auf den Weg gemacht haben – soviel ist jetzt schon klar!

Wir wollen uns mit allen verbünden, die die Abschiebungen und die Sortierung von Menschen in „echte“ und „falsche“ Geflüchtete nicht hinnehmen wollen! Wir wollen gemeinsam für ein gutes Leben für alle kämpfen.

Wir wollen nicht, dass die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) in Bielefeld Abschiebungen organisiert, darum lasst uns das stoppen!
Bewegungsfreiheit gemeinsam erkämpfen!

aufrufendes Bündnis „Bewegungsfreiheit statt Lager“

12.03.16: Frauen*kampftag in Köln

Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses „Reclaim Feminism“ zum Frauen*kampftag 2016 in Köln!
Aus Aachen wird es eine gemeinsame Anreise geben. Treffpunkt ist am 12.03.16 um 11:15 Uhr am Autonomen Zentrum Aachen, von wo aus wir gemeinsam einen Zug nehmen werden.
Make feminism a threat again!
Solidarische Grüße an die kämpfenden Frauen* in der Flüchtlingsunterkunft Westerwaldstraße in Köln!

Hier noch einmal der Aufruf:

WORÜBER GESCHWIEGEN WIRD

Das Jahr 2016 hat in vielen Städten Deutschlands mit Übergriffen auf Frauen* begonnen – auch in Köln. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen* ist in der Silvesternacht sichtbar geworden – unübersehbar in die öffentliche Debatte gezerrt. Wieso plötzlich das mediale Interesse? Die Thematisierung ist richtig und wichtig. Den Betroffenen der sexualisierten Übergriffe von Silvester – und aller sexualisierten Übergriffe, die alltäglich passieren – muss jegliche gewünschte Solidarität und Unterstützung zukommen. Es ging dabei jedoch nicht vorrangig um die Benennung sexualisierter Gewalt, sondern um die vermeintliche Herkunft der Täter – und das unverhohlen rassistisch: Im Verlauf wurde schnell nicht mehr über Sexismus gesprochen, sondern über die Verschärfung des Asylrechts, Abschottung und Abschiebung. Ein gängiges Fazit: Nicht der Sexismus in diesem Land sei das Problem, sondern die zu uns Geflüchteten. Jedoch: Sexismus ist nicht nach Deutschland eingewandert, Sexismus ist hausgemacht. Er findet statt – schon immer, ständig und überall. Sexismus findet sich strukturell in unterschiedlich hoher Entlohnung, Benachteiligung aller Frauen*, speziell von Transfrauen und Frauen* of colour, am Arbeitsmarkt oder in unterschiedlichen Belastungen, bspw. durch Kinderbetreuung wieder. Er findet sich ebenso in sexistischer Werbung und in den Seminaren von sogenannten „Pick-up Artists“, in den Männer lernen, wie sie Frauen* gegen ihren Willen verfügbar machen. Nicht gesprochen wird über sexualisierte Gewalt, die in den eigenen vier Wänden stattfindet. So finden 90% Prozent aller Vergewaltigungen im nahen Umfeld statt, von Verwandten, Bekannten und (Ex-)Partnern. Nicht gesprochen wird über die alltägliche Sexualisierung und sexualisierten Übergriffe auf Frauen* of colour.

WORÜBER WIR SPRECHEN SOLLTEN

Statt sich in rassistischen Debatten über Täterschaft zu ergehen, sollte über die Funktion und Bedeutung von sexualisierter Gewalt und strukturellem Sexismus gesprochen werden – und das weltweit. Es sollte um den Rassismus und die andauernde Gewalt gegen Geflüchtete gehen, denn weiter gibt es täglich Anschläge gegen Unterkünfte.
Es muss über die Kriege gesprochen werden, an denen die BRD beteiligt ist. Über ihren brutalen Charakter, die Militarisierung nach Außen und Innen und ihre Fortsetzung in den Geschlechterverhältnissen. Diese Kriege vertreiben Menschen, zerstören ihre Lebensgrundlage und zwingen sie zur Flucht. Dafür trägt die menschenverachtende Politik der EU die Verantwortung – voran die BRD. Viele Frauen* und Kinder sind auf der Flucht und auf dem lebensgefährlichen Weg in Richtung Sicherheit und in den Geflüchtetenunterkünften in höchstem Maße sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Viele Frauen* und Kinder müssen zurückbleiben und werden durch die Beschlüsse der deutschen Bundesregierung, wie im Asylpaket II, in lebensgefährlichen Kriegsgebieten oder an Europas Außengrenzen der Gewalt überlassen. Denn die Asylrechtsverschärfung, die die Regierung als Reaktion auf die sexualisierte Gewalt verkaufen will, trifft in Wirklichkeit Frauen* und Kinder weltweit am härtesten.
Innerhalb Deutschlands sind wir schon seit Jahren mit einem Backlash (also einem Rückschritt bei den feministischen Errungenschaften) konfrontiert. Dabei stellen Entwicklungen wie ungleiche Lohnbezahlung, Herdprämie, die Proteste der sogenannten Lebenschützer*innen, homo- und transphobe Mobilisierungen gegen sexuelle Bildung und Antidiskriminierungsarbeit an Schulen sowie die Akzeptanz sexualisierter Gewalt nur eine kleine Auswahl dar. Aktuell werden diese in rassistischen und antifeministischen öffentlichen Debatten deutlich. Rechtspopulistische Parteien und neonazistische Gruppierungen erfahren einen Aufschwung, werden hoffähig gemacht und benutzt, um eine rassistische Politik durchzusetzen.

WAS WIR FEIERN

Wir feiern kämpferische Frauen* und Frauen* in Kämpfen, die zeigen, dass eine solidarische, befreite Zukunft möglich ist. So beispielsweise die Frauen, die in der Revolution im syrischen Rojava aktiv sind.
Wir feiern alle, die in Frauen*häusern arbeiten oder Geflüchtete unterstützen.
Wir feiern all die mutigen Frauen*, Lesben, Trans* und Inter*personen, die sich einer hierarchischen Geschlechterordnung widersetzen.
Wir feiern all jene, die Zäune überwunden haben und die Festung Europa kurzzeitig ins Wanken gebracht haben – jetzt erst recht!
Organisieren wir uns global, ohne Grenzen!
Wir wollen eine herrschaftsfreie Gesellschaft ohne Ausbeutung, ohne Ausgrenzung, ohne den sexistischen und rassistischen Normalzustand. Wir wollen Solidarität und Respekt untereinander.
Es lebe die Verschiedenheit!
Im Rahmen des internationalen Frauen*kampftages wollen wir unseren Protest sowohl gegen Sexismus als auch Rassismus entschieden, laut und kämpferisch auf die Kölner Straßen tragen: Unser Feminismus ist antirassistisch – erst recht nach den Übergriffen der Silvesternacht.

Wir sehen uns bei der bundesweiten Demo am 12.3.2016 in Köln!
Anmerkungen:

Frauen* soll einerseits auf die Konstruiertheit von binären Geschlechtern hinweisen. Außerdem zeigt es auf, dass es nicht DIE Frauen gibt, sondern dass der Begriff „Frau“ für viele verschiedene Identitäten und Lebensentwürfe stehen.

Trans* (auch: trans* Mensch, trans* Person) = Relativ neuer, im Deutschen zunehmend verbreiteter Sammelbegriff, der nach dem Vorbild von Suchmaschinen und Programmiersprachen das Sternchen (Asterisk) als Platzhalter für verschiedene mögliche Endungen nutzt (transgender, transident, transsexuell). Diese Offenheit soll auf die Vielfalt transgeschlechtlicher und anderer nicht der Norm entsprechender Geschlechtsidentitäten, Selbstbezeichnungen und Lebensentwürfe hinweisen, d.h. etwa auch Crossdresser, weder*noch* u.a. einschließen (Quelle: www.transinterqueer.org)

Inter*(auch Inter*mensch, Inter*person), in der Inter* Community geprägter emanzipatorischer Sammelbegriff für die Vielfalt intergeschlechtlicher Realitäten und Körperlichkeiten. (siehe Trans*)

Wir sind uns bewusst, dass auch Frauen* Täterinnen sexualisierter Gewalt sein können. Wir sprechen aber im Text von Tätern, da statistisch gesehen 95-99% der Vergewaltigungen von Männern verübt werden (Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Ebenso sind wir uns bewusst, dass auch Jungen und Männer, speziell Männer of colour, genauso auch von sexualisierter Gewalt betroffen sein können.

Den Aufruf gibt es auch in: Englisch, Persisch und Russisch.