Archiv für Februar 2016

Infoveranstaltung: Naziaufmarsch am 27.2. in Erkelenz verhindern!

In einem kurzen Info-Vortrag im AZ Aachen wird es letzte Infos für die antifaschistischen Proteste gegen den Naziaufmarsch in Erkelenz am Samstag geben.
Freitag, 26. Februar 2016, 18:00 Uhr / Eintritt frei

Beteiligt Euch an den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Erkelenz!
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise aus Aachen ist am Samstag um 10.30 Uhr am AZ.

Brutale Attacke auf evangelischen Pfarrer in Aldenhoven (Kreis Düren)

Am vergangenen Wochenende ist in Aldenhoven im Kreis Düren ein in der Flüchtlingshilfe engagierter evangelischer Pfarrer mit einem Schlagstock und Pfefferspray angegriffen worden. Wir schließen uns der Kurzmeldung des Autonomen Zentrums Aachen an, die im Orginal unter anderem bei Facebook gepostet wurde:

Am Samstagabend wurde der evangelische Pfarrer Charles Cervigne in Aldenhoven (bei Jülich) von Unbekannten überfallen und brutal verletzt. Er ist seit Jahren in der Flüchtlingshilfe engagiert und war bereits in der Vergangenheit von Rechten bedroht worden.

Wir möchten an dieser Stelle unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Betroffenen rechter Gewalt ausdrücken und wünschen baldige Genesung! Kein Fußbreit dem Faschismus!

http://www1.wdr.de/studio/aachen/pfarrer-aldenhoven-ueberfallen-100.html

Nazi-Konzert für 20.2. im Raum Aachen angekündigt

Am Samstag, 20. Februar soll im „Raum Aachen“ ein Konzert der rechten Hooligan-Band Kategorie C und des Neonazi-Rappers Makss Damage stattfinden. Kategorie C spielt regelmäßig Konzerte mit der Ankündigung für den „Raum Aachen“, in der Vergangenheit fanden diese Konzerte oft im belgischen oder niederländischen Grenzgebiet nahe Aachen statt.
Der genaue Konzert-Ort wird meist geheimgehalten und die Gäste über verschiedene Schleusungspunkte zur Veranstaltung gebracht.

Aufgrund des Konzertes ist damit zu rechnen, dass am Samstag viele Rechte und Hools in der Region Aachen unterwegs sein werden. Für relevante Informationen behaltet das AZ bei twitter im Auge!

Hier ist ein Artikel des blick nach rechts
http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/rechtsrock-an-verschiedenen-orten

Parallel ist das Autonome Zentrum Aachen am Samstag ab 19 Uhr geöffnet und lädt zum gemütlichen Kneipenabend bei freiem Eintritt.

Naziaufmarsch am 27.2. in Erkelenz verhindern!

Für Samstag, den 27. Februar 2016 rufen Neonazis unter dem Label „Bürger stehen auf“ erneut zu einer Demonstration in der Region auf. Demnach soll in Erkelenz eine „Friedliche Kundgebung gegen die fehlgeschlagene Asylpolitik“ stattfinden. Beginn soll um 14 Uhr sein.

Nazi-Demo im November statt „Bürger-Spaziergang“

Bereits im November hatte in Linnich bei Jülich eine Demonstration von „Bürger stehen auf“ stattgefunden. Die Gruppierung gab sich zunächst als Bewegung „besorgter Bürger“, wurde jedoch im Vorfeld der Linnicher Demonstration als eindeutig rechts enttarnt.
Dementsprechend war die Demo am 8. November dann auch nicht mehr von einem klassischen Neonazi-Aufmarsch zu unterscheiden. So bestand das Orga-Team aus den Neonazis Christian Remberg (NPD Erkelenz/Heinsberg), Willy Maybaum, Patrick Glogowskyi, der sich selbst nur „Ricky“ nennt und aus dem Umfeld der Nazi-Hool-Band „Kategorie C“ kommt sowie Dominik Roeseler (ProNRW, HoGeSa) aus Mönchengladbach. Unter den Teilnehmer*innen waren zudem Akteur*innen der verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (heute Die Rechte KV Aachen / Heinsberg), die den Aufmarsch u.a. ungestört zum Anfertigen von Anti-Antifa-Fotos der Gegendemonstrant*innen nutzen konnten.
Für den 27. Februar ist in Erkelenz ein ähnliches Bild zu erwarten. Die extreme Rechte in NRW wächst weiter zusammen und hat kaum mehr Berührungsängste, gemeinsam für die Sache auf die Straße zu gehen.


Spektrenübergreifende Redner*innen aus dem gesamten Bundesgebiet

Auch die für Erkelenz angekündigten Redner*innen lassen keine Zweifel zu, dass die „aufstehenden Bürger“ den puren Rassismus auf die Straße tragen wollen.
Angekündigt wird unter anderem Karl Richter. Der ehemalige Chefredakteur der NPD-Zeitschrift „Deutsche Stimme“ kandidierte zuletzt für die NPD bei der Wahl zum Oberbürgermeister in München und ist aktiv in der ultrarechten „Bürgerinitiative Ausländerstopp“.
Bereits auf der Demonstration in Linnich sprach Björn Clemens, ein Rechtsanwalt und Neonazi aus Düsseldorf, der sich zeitweilig auch als Dichter versucht. Der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der neonazistischen „Republikaner“ war innerhalb der Partei ein Befürworter der Annäherung an die NPD. Seit 2012 ist er Verteidiger im sog. „AB-Mittelrhein“-Prozess in Koblenz, in dem Neonazis für die „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ angeklagt sind. Der Prozess gilt als einer der größten in der Justizgeschichte der BRD. Clemens ist zudem Mitglied der „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GfP), in der u.a. rechte Verleger*innen und Publizist*innen organisiert sind. Die GfP wurde von ehemaligen Angehörigen von NSDAP und Waffen-SS gegründet. Auch Karl Richter gehört ihr an. Ausserdem werden Christopher von Mengersen (ProNRW Bonn), Sigrid Schüßler (ehem. NPD & „Ring Nationaler Frauen“) und der Anmelder von HoGeSa-Demonstrationen Dominik Roeseler (ProNRW) aus Mönchengladbach angekündigt.

Sich friedlich zu geben ist ein taktischer Schritt
Die Gruppe „Bürger stehen auf“ beharrt gerne darauf den „friedlichen Protest“ des Volkes auf die Straße zu tragen um einen Anschluss zu eher bürgerlicheren Rassist*innen zu finden.
Dass es mit besagter Friedfertigkeit nicht allzu weit her ist, belegen sowohl die unzähligen Verstrickungen der Organisatoren und Redner*innen zu militanten Neonazis als auch Aufnahmen von der HoGeSa-Demonstration im Januar in Köln. Dort ist zu sehen, dass das Gruppen-eigene Transparent mitten im Zentrum der Ausschreitungen durch Nazi-Hools getragen wurde und Personen aus dem Umfeld der Gruppe scheinbar in direktem Zusammenhang mit den gewalttätigen Angriffen auf die Polizei stehen. Die Demonstration war bereits nach wenigen Metern durch die Polizei beendet worden. Der Großteil der Teilnehmer*innen bestand aus Neonazis und rechten Hooligans.

Während sich bundesweit rechte Strömungen im Aufwind befinden und mit rassistischer Stimmungsmache die Not anderer Menschen für ihre Propaganda zu nutzen versuchen, ist es notwendig „Erfolgserlebnisse“ wie derartige Aufmärsche zu stoppen! Lasst uns die Solidarität mit allen Geflücheteten auf die Straße tragen und dem neofaschistischen Höhenflug ein Ende setzen!

Wir werden diesem rassistischen Aufmarsch entschlossen entgegengetreten und rufen dazu auf, am 27. Februar nach Erkelenz zu kommen und den Neonazis die Straße streitig zu machen. Achtet auf weitere Ankündigungen!

LASST NAZIS NICHT LAUFEN! DEN NAZIAUFMARSCH VERHINDERN!

Treffpunkt zur Anreise nach Erkelenz:
Samstag, 27.02.2016, 10.30 Uhr am Autonomen Zentrum Aachen

13.02.2016: Gegen die Nazikundgebung in Düren

Am kommenden Samstag, den 13.02.2016, will der „Arminius-Bund der Deutschen“, eine rechtsextreme Kleinstpartei die sich auch „Die russlanddeutschen Konservativen“ nennen, eine Kundgebung in Düren abhalten. Unter dem Motto „Protest gegen Vergewaltigungen deutscher Frauen. Einwanderung stoppen, Grenzen schließen“ wollen sie ihre rassistische Hetze auf die Straße tragen.
Weitere Infos gibt es bei der Antifa Düren.
Diese mobilisiert zu Gegenprotesten um 11 Uhr am Kaiserplatz in Düren.
Kommt nach Düren und schließt euch den Protesten an oder startet eigene Aktionen.
Es gibt viele Mittel und Wege rechten Umtrieben Einhalt zu gebieten: seid kreativ und entschlossen!

12.02.2016: Evangelisches Erwachsenenbildungswerk veranstaltet Diskussionsrunde mit Ken Jebsen

Am Freitag, den 12.2.2016, kommt der bei Verschwörungtheoretiker_innen,
Querfrontler_innen und Antisemit_innen beliebte Ken Jebsen nach Aachen.
Um 18 Uhr soll im „Evangelischen Erwachsenenbildungswerk“ eine
„Vortrags-und Diskussionsveranstaltung“ mit dem Thema „Demokratie oder
Markt? – Was kostet uns der Casino-Kapitalismus?“ stattfinden. Hierzu
lädt auch die Aktionsgemeinschaft „Frieden Jetzt!“ ein.

Der „Israelkritiker“ Jebsen ist weder als „in der Öffentlichkeit
umstritten“ zu verharmlosen, noch mit den Worten „Wir halten es für
wichtig, den (…) Journalisten persönlich kennen zu lernen.“ zu hofieren,
wie es ein Sprecher der Aktionsgemeinschaft tat. Neben seinen zahllosen
verschwörungstheoretischen Beiträgen auf seinem Youtube-Kanal „KenFM“
z.B. zum Terroranschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001,
veröffentlichte er in der Vergangenheit Texte im neurechten
Compact-Magazin von Jürgen Elsässer und trat auf mehreren seiner
Veranstaltungen auf. Die größte Aufmerksamkeit bekam er jedoch auf den
sogenannten „Mahnwachen für den Frieden“ auf denen er in ganz
Deutschland sprach. Bei diesen kam es immer wieder zu mehr oder weniger
offen antisemitischen Äußerungen. Was nun in diesem Kontext von Jebsen
zum Thema „Casino-Kapitalismus“ zu erwarten ist, lässt sich nur
vermuten.

Eine Person bei der zwischen den Zeilen dann doch immer Israel oder gleich „der Jude“ Schuld hat, kann kein ernstzunehmender Gesprächspartner bei einer
„Diskussionsveranstaltung“ sein!
Wir rufen auf am Freitag vor Ort zu sein und Protest zu zeigen!
Gegen Ken Jebsen, Verschwörungstheorien, verkürzte Kapitalismuskritik
und Antisemitismus!

Freitag 12.2.2016
18 Uhr
Haus der Evangelischen Kirche, Frère Roger Str. 8-10