Archiv für August 2015

- Alle guten Dinge sind drei – Gemeinsam gegen Nazi-Hools und Rassist*innen

- Alle guten Dinge sind drei – Gemeinsam gegen Nazi-Hools und Rassist*innen –

Seit den Ausschreitungen der kruden Mischung von mehreren tausend Nazihooligans, organisierten Neonazis aus Parteien und Kameradschaftsszene und rechtsoffenen Schlägern im Oktober 2014 in Köln ist das Label „Hooligans gegen Salafisten“ kurz „HoGeSa“ bundesweit bekannt. Noch vor PEGIDA war dies der erste größere Ausdruck eines immer offener nach Außen getragenen Rassismus in der breiten Gesellschaft. Dem großen Aufmarsch in Köln folgten verschiedene kleinere und größere Aktionen unter dem Label „HoGeSa“, aber auch breite Beteiligungen an den rassistischen PEGIDA-Demonstrationen in ganz Deutschland. Nach einigen Streitigkeiten innerhalb der rassistischen Hool-Szene, unter anderem über die Vermarktungsrechte von HoGeSa-Merchandise, kam es zu einer Spaltung. Teile der Nazi-Hools treten nun als „Gemeinsam Stark Deutschland“ auf. Die extreme Steigerung der Anschläge auf (geplante) Flüchtlingsunterkünfte, die letzte Woche mit den pogromartigen Angriffen in Heidenau eine neue Dimension erreichte, muss im Zusammenhang einer offensiv auftretenden Mischszene aus Neonazis, rechten Schlägern und Nazi-Hools gesehen werden. Diese besonders aggressive Ausformung des deutschen Rassismus wollen wir gemeinsam in seine Schranken verweisen.

NRW goes Hamburg – Kein Tag den deutschen Patrioten! Gegen den rechten Aufmarsch am 12. September 2015

Wie dem Hamburger Bündnis gegen Rechts vor kurzen bekannt wurde, wollen am 12. September Hamburger Neonazis unter dem Label „Gemeinsam sind wir stark“ in Hamburg einen „Tag der deutschen Patrioten“ durchführen und ihre rassistische Hetze in Form einer Demonstration auf die Straße tragen. Hierzu mobilisieren sie bis ins europäische Ausland hinein. Antifaschist*innen aus Hamburg wollen das natürlich nicht zulassen. Wir als Antifagruppen aus NRW rufen dazu auf die Genoss*innen zu unterstützen und werden gemeinsam nach Hamburg reisen.

Weitere Infos zum Naziaufmarsch und zur gemeinsamen Anreise aus NRW findet ihr hier: goodbyedeutschland.blogsport.eu / www.nichteinentag.tk

Kampagne und Demonstration gegen HoGeSa-Nazis, Rassismus und Polizeigewalt in Wuppertal

Am 11.04.2015 wurde ein Antifaschist mit türkischem Migrationshintergrund vor dem Autonomen Zentrum durch drei Neonazis aus dem HoGeSa-Spektrum mit zahlreichen Messerstichen und stumpfer Gewalt lebensgefährlich verletzt. Nach diesem Mordversuch tat sich die Wuppertaler Polizei als Helfershelfer der Nazis hervor, in dem sie nicht nur Ermittlungen in diese Richtung unterließ, sondern auch indem sie zwischenzeitlich die notärztliche Behandlung des Verletzten verhinderte, das AZ stürmte und verwüstete und eine Täter-Opfer-Umkehr vollzog, indem sie gegen Ersthelfer*innen und Freund*innen des Opfers ermittelte und noch ermittelt. Im Nachgang zum Geschehen kam es immer wieder zu Übergriffen und Misshandlungen der Polizei gegenüber Linken und Antifaschist*innen.
Aufgrund von anstehenden Haftprüfungsterminen ist damit zu rechnen, dass noch in diesem Herbst der Prozess gegen die drei Täter beginnen wird. Termine für eine große Demo, weitere Aktionen und Veranstaltungen werden in Kürze bekannt gegeben!

Infos unter wuppertal2015.blackblogs.org / www.az-wuppertal.de / antifacafewuppertl.blogsport.eu

Bundesweit nach Köln – NO HOGESA COMEBACK! No Go-Area für Nazis am 24. und 25. Oktober 2015

Zum Jahrestag des ersten großen Auftritts von HoGeSa hat Dominik Roesler von der Partei Pro NRW erneut eine Demonstration in Köln angemeldet. Die rechten Hool-Gruppen „HoGeSa“, „Berserker Deutschland“, „Bündnis Deutscher Hooligans“ und „Gemeinsam Stark Deutschland“ rufen ebenfalls auf nach Köln zu reisen. Antifaschist*innen aus Köln rufen zu Gegenprotesten und zu einer antifaschistischen Vorabenddemo auf. Köln soll für das Wochenende zu einer „No Go“-Area für Nazis werden.

Infos zur Vorabenddemo und zu den Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch gibt’s unter antifa-koeln.net.

Quelle: Indymedia

NSU-Mord heute vor 14 Jahren

Wir gedenken heute Habil Kılıç. Er wurde vor 14 Jahren in München von der Neonaziterrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“, NSU ermordet.

Für aktuelle Infos zum NSU-Verfahren, schaut auf die Seite und den twitter-account von NSU-watch.

Nazis und rassistische Bürger*innen in Dresden-Heidenau

In Deutschland kommt es seit einigen Monaten zu einer krassen Steigerung von Angriffen auf Flüchtlinge, unbewohnte und bewohnte Flüchtlingsunterkünfte, Migrant*innen und anderen Menschen, die von den Angreifenden als „Nicht-Deutsche“ identifiziert werden. Dabei ist klar, dass das Problem dahinter Rassismus ist.
Deutlich trat dies in dem Ort Heidenau bei Dresden zutage. Dort versammelten sich über mehrere Tage Neonazis und Rassist*innen um gegen eine neue Unterkunft für Flüchtlinge zu protestieren. In den Nächten des 21. und 22. 8. versuchten sie, durch die Polizeiabsprerrungen zu brechen und die Unterkunft direkt anzugreifen, wobei sie eine Vielzahl pyrotechnischer Gegenstände verwendeten. Das Datum der Angriffe wurde mit Sicherheit nicht zufällig gewählt, fand doch zwischen dem 22. und 26. 8. 1992 das Pogrom gegen Flüchtlinge in Rostock statt.
Als Reaktion auf die Angriffe gab es in Heidenau bereits mehrere Aktionen von Antifaschist*innen. Auch gab es am Montag dem 24. eine Demonstration in Köln. Am Wochenende soll eine große antifaschistische Demonstration in Dresden stattfinden.

Hier ein Link zu einen Artikel von Dresdener Antifas zur Situation in Dresden und Heidenau.

Blick nach Rechts berichtet über die beteiligten organisierten Neonazis.

Nachtrag zu den Protesten gegen Braunkohleförderung im Rheinland

In der Zeit vom 7.-17. August fand im Rheinland das Klimacamp NRW statt. Dort wurden Fragen des Klimawandels aus linker Perspektive diskutiert und über Alternativen zur aktuellen Energiepolitik nachgedacht. Vom 14.-16. war zudem die Aktion „Ende Gelände“ anberaumt. Mehr als 1000 Demonstrant*innen versuchten das Gelände des RWE-Tagebaus in Erkelenz zu besetzen, was ihnen teilweise gelang. Dabei kam es zu heftigen Übergriffen durch die Cops und auch durch RWE-Hilfsbullen. Diese RWE-Mitarbeiter*innen unterstützen die Cops und stellten ihnen Fahrzeuge bereit.
In der Folge der Aktion kam es zu hunderten von Ingewahrsamnahmen, viele Gefangene wurden zum Polizeipräsidium Aachen gebracht und von dort nach teilweise mehr als 12 Stunden Gewahrsam zu Bahnhöfen nach Aachen, oder auch Stolberg gebracht.
In Aachen werden folglich in den nächsten Monaten Prozesse gegen Teilnehmende an den Aktionen stattfinden. Wir wollen bereits jetzt unsere volle Solidarität mit den Verletzten und von der Polizei Verhafteten ausdrücken!

Hier ein Indymedia-Artikel zum Ablauf der Aktionen mit einer Presseübersicht.

hier ein Link zur parlamantarischen Diskussion um den Polizeieinsatz.

Dokumentation: Neonazis in Aachen nutzten OSS-Symbolik

Einem Bericht des linken Nachrichtenportals Indymedia zufolge nutzten Neonazis in Aachen mindestens zweimal nach der Polizeirazzia gegen die unter Terrorismusverdacht stehende Neonazigruppe „Oldschool Society“ deren Symbolik. Alles weitere findet ihr hier.