Archiv für Januar 2015

Flugblatt zu dem Angriff in Wassenberg

Am Freitag Abend verteilten offenbar einige Antifas spontan Flugblätter mir Informationen zu dem Naziangriff auf drei Flüchtlinge in Wassenberg, Kreis Heinsberg. Wir dokumentieren an dieser Stelle den Flyer.

Angriff von Neonazis auf Flüchtlinge in Wassenberg, Kreis Heinsberg

Am Mittwoch dem 27.1. wurden in Wassenberg bei Heinsberg 3 Flüchtlinge von einer Gruppe von 7 Neonazis angegriffen und mit Schlagstöcken verletzt. Einer von den Angriffenen musste ins Krankenhaus. Wassenberg ist bereits seit Jahren als ein regionaler Schwerpunkt von Neonazis bekannt.

Hier der Presseartikel zu dem Vorfall.

Hogesa Konzert heute im „West-Ruhrpott“

Für heute ist ein Solikonzert für die extrem rechte Hooliganvereinigung Hogesa geplant. Dieses soll irgendwo im „West-Ruhrpott“ stattfinden. Da in letzter Zeit öfter Konzerte mit dieser Ortsbeschreibung in unmittelbarer Nähe zu Aachen stattfanden, sollte heute auf verstärkten Nazireiseverkehr geachtet werden. Einlass soll 19 Uhr sein. Auftreten werden neben Kategorie C mit F.I.E.L. und A3stus zwei weitere Acts, die klar der Neonaziszene zu zuordnen sind. Fussball bleibt Fussball und so..

Hogesa Konzert heute im „West-Ruhrpott“

Für heute ist ein Solikonzert für die extrem rechte Hooliganvereinigung Hogesa geplant. Dieses soll irgendwo im „West-Ruhrpott“ stattfinden. Da in letzter Zeit öfter Konzerte mit dieser Ortsbeschreibung in unmittelbarer Nähe zu Aachen stattfanden, sollte heute auf verstärkten Nazireiseverkehr geachtet werden. Einlass soll 19 Uhr sein. Auftreten werden neben Kategorie C mit F.I.E.L. und A3stus zwei weitere Acts, die klar der Neonaziszene zu zuordenen sind. Fussball bleibt Fussball und so..

Mobivortrag – Keupstraße ist überall – 19h AZ Aachen

Die Gruppe Diskursiv Aachen veranstaltet heute (Mittwoch 14.1.) einen Vortrag zu der Kampagne „Keupstraße ist überall“. Hier der Ankündigungstext:

Zehn Jahre nach den NSU Anschlägen in der Kölner Keupstraße geht der Staat in die Gedenkoffensive: Mit allen Mitteln der Öffentlichkeit kämpfen Gauck, Verfassungsschutz und Co. um die Deutungsmacht über die Anschläge. Währenddessen findet sich die radikale Linke in einem Dilemma wieder: Sie muss eine radikale Staatskritik formulieren und darf gleichzeitig keine Politik über die Köpfe der Betroffenen hinweg machen.

Im Jahre 2004 wurden Die Bewohner_innen der Keupstraße im Rahmen der terroristischen Aktivitäten der Neonazistischen Organisation NSU Opfer eines Nagelbombenanschlags. Nach dem terroristischen Anschlag mussten die Betroffenen des Anschlages jahrelang ein perfides Programm der Ermittlungsbehörden über sich ergehen lassen, dass sie gezielt von Opfern zu Täter_innen machen sollte. Die Kriminalisierungspraxis führte dazu, dass das Leid der Anschläge durch staatliche und gegenseitige Verdächtigungen verstärkt und in die Länge gezogen wurde.

Neben der offiziellen Reaktion und dem herrschenden Diskurs, wie er von Staat und Mainstreammedien geführt wird, versuchten jedoch auch linksradikale Gruppen die Anschläge, das darauf folgende Vertuschungshandeln des Staates und ihre eigene Rolle aufzuarbeiten. Als Antifa AK Köln nehmen wir an der Initiative „Keupstraße ist überall“ teil. Die Initiative konzentriert sich momentan darauf, die Betroffenen der Anschläge zu den Prozessen zu begleiten und Unterstützung zu bieten, damit sie den Nazis, welche sie ermorden wollten, und dem Staat, welcher sie nicht schützen wollte, nicht allein gegenüber treten müssen. Wenn der Prozess in München beginnt, der die Anschläge der Keupstraße verhandelt, werden wir gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen als Unterstützer_innen vor Ort sein. Mit diesem Vortrag möchten wir einem antifaschistischen Publikum die Notwendigkeit einer Intervention in den NSU Prozess aufzeigen.

Darum laden wir euch herzlich am Mittwoch, den 14.01.2015, um 19 Uhr ins Aachener AZ ein!

Mehr Infos hier.

Aachener Neonazis bei Pegida in Köln

Am Montag dem 5.1. fand in Köln eine Kundgebung der Gruppe Pegida, bzw. Kögida statt. Eigentlich hatten die etwa 300 Teilnehmenden eine Demonstration geplant, dies konnten sie aber aufgrund von antifaschistischen Protest nicht durchführen. Pegida in NRW versucht sich ähnlich wie die Organisation in Dresden ein bürgerliches Antlitz zu geben. Neben dem (anti-muslimischen) Rassismus ist jedoch in beiden Landesteilen, NRW und Sachsen, eine sehr hohe Beteiligung von Neonazis an Pegida-Aktionen zu verzeichnen. Auch eine Gruppe von etwa 20 Neonazis aus Aachen war am 5.1. in Köln dabei, darunter vormalige Kader der 2012 verbotenen Kameradschaft Aachener Land.

Termine im Januar II

Außerdem wolllen wir auf zwei Initiativen zur Erinnerung und Aufarbeitung der NSU-Anschläge in Köln hinweisen. Der Blog http://probsteigasse.noblogs.org/ setzt sich mit dem ersten Kölner Anschlagsort des rechtsterroristischen Netzwerkes “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) in der Probsteigasse auseinander.

Die Intitiative „Keupstraße ist überall“ beschäftigt sich mit dem NSU-Anschlag auf die Keupstraße in Köln 2004, bei dem 22 Menschen durch eine Nagelbombe teils schwer verletzt wurden. U.a. organisiert die Kampagne einen Bus nach München, um den NSU-Prozess zu besuchen.

Termine im Januar I

Der Januar 2015 ist leider voll von rechten bis neonazistischen Aufmärschen und Veranstaltungen.

Morgen am 5.1. soll in Köln ebenso wie in Bonn ein Aufmarsch der jeweiligen Ableger der rassistischen und islamfeindlichen Gruppierung Pegida stattfinden. Infos zu den Gegenprotesten hier.

Am 12.1. soll dann ein Aufmarsch des Düsseldorfer Ablegers von Pegida stattfinden.

Am 18.1. hat die rassistische Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ in Essen einen Aufmarsch angemeldet, die letzten Aufmärsche von HogeSa wurden von organisierten Neonazis mitorganisiert. Mehr Infos .

Am 25.1. schließlich plant ebenfalls HogeSa ein Konzert im „Westruhrpott“. Oftmals war bei dieser Beschreibung Aachen oder eine Kleinstadt kurz hinter der belgischen Grenze Veranstaltungsort. Auch in diesem Falle ist mit viel Reiseverkehr von Hools und Nazis über Aachen zu rechnen.