Archiv für April 2012

ProNRW-Kundgebung am 5.Mai in Aachen

Am Samstag, 5. Mai will die rechtspopulistische Kleinstpartei ProNRW im Rahmen ihrer Wahlkampftournee in Aachen eine Kundgebung durchführen.
Auf linksunten.indymedia.org erschien nun ein Text und Aufruf zur Störung der Kundgebung, den wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Am 13.Mai finden in NRW Landtagswahlen statt.
Schon seit Wochen sehen wir die Straßen mit der Wahlwerbepropaganda der verschiedenen Parteien geschmückt. Aus den altbekannten heuchlerischen Wahlwerbefloskeln sticht eine Partei wieder einmal besonders hervor. 
Die sogenannte “Bürgerbewegung” ProNRW wirbt mit dem rassistischen Slogan “Freiheit statt Islam!” um die Stimmen der Wählenden.
Die RechtspopulistInnen geben vor, für einen “Erhalt der christlichen Kultur” einzutreten und fordern unter anderem einen Baustopp für Moscheen und ein “Minarettverbot” nach Schweizer Vorbild.
Ihre rassistischen und vor allem islamophoben Forderungen verbreiten sie im Gewand des bürgerlichen Patrioten, doch der Übergang zwischen ProNRW’s Anzugnazis und militanten FaschistInnen ist fließend. So waren fast alle führenden Köpfe von ProNRW einmal Mitglied in NPD, DLVH, DVU, REP oder einer Kameradschaft.
Am 28.April startet jene rassistische Kleinstpartei auch noch zu einer “groß angelegten Wahlkampftour”, mit Kundgebungen in insgesamt 25 Städten. Darunter auch Aachen. So soll am 5. Mai um 11 Uhr eine Kundgebung vor der Baustelle der Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße stattfinden. Danach soll es weiter nach Bonn und Leverkusen gehen.
Das ist jedenfalls der Plan der RassistInnen. Wieviele der Kundgebungen sie dann tatsächlich erfolgreich durchführen können, bleibt abzuwarten. In Aachen zumindest wird es Protest geben.
Wir haben keine Lust auf rassistische und islamophobe Hetze! Deshalb rufen wir dazu auf, die Kundgebung von ProNRW am 5. Mai in Aachen mit allen Mitteln zu stören.

ProNRW in die Pfanne hauen!!! Den RassistInnen eins überbraten! 
Samstag, 5. Mai 2012 / 10 Uhr / Bahnhof Rothe Erde (Aachen-Forst)

Treffpunkte zur Demo in Köln heute und zum 1. Mai in Bonn

Hier ein Link zu den Treffpunkten für die gemeinsame Fahrt zur Demo in Köln am 30.4. und zur gemeinsamen Anreise nach Bonn am 1. Mai.

Veranstaltungshinweis: Vortrag zu Critical Whiteness

Vortrag und Diskussion zu Critical Whiteness am 27.4. im Infoladen Aachen, ab 18 Uhr
Veranstaltungsankündigung von der Infoladen Homepage:
„Critical Whiteness, eine relativ junge Forschungsrichtung, die sich kritisch mit dem „weißsein“ auseinandersetzt. In der bisherigen Rassismusforschung lag das Augenmerk primär auf der depriviligierten Gruppe und weniger auf der priviligierten Gruppe, die einen (un-)bewussten Rassismus (re-)produziert. Was ist critical whiteness und was hat das mit der Schwarzen Frauenbewegung zu tun? Und wieso gibt es eine Kritik an der weißen Frauenbewegung? Ist man nicht rassistisch, wenn man sich antirassistische Arbeit macht? Dies sind Fragen, auf die die Referent_innen im Angekündigten Vortrag eingehen werden.

Die Referent_innen argumentieren einmal aus der Betroffenenperspektive und einmal aus der Privilegiertenperspektive.

Veranstaltet vom L*adyfest Aachen und Infoladen Aachen.

Los gehts um 18 Uhr“

Veranstaltung: Feminismus und Antifa

Am Samstag dem 21. April findet im Infoladen Aachen (Stephanstraße 24) um 17 Uhr eine Vorstellung zum neuen Buch „Darum Feminismus! Diskussionen und Praxen“ mit dem Themenschwerpunkt Antifaschismus und Feminismus statt. Außerdem findet ab 20 Uhr ein Solikonzert für das „Anarchist Black Cross“ im AZ Aachen statt.

Bericht zur Antifa-Demo in Stolberg am 4.4.

Für den 4.4.2012 war eine antifaschistische Demonstration in Stolberg angemeldet und genehmigt. Die antifaschistische Demonstration richtete sich sowohl gegen Neonazismus als auch gegen gesellschaftlich verankerten Rassismus und Extremismustheorien.

Die Aachener Polizei verhinderte diese Demonstration, während 40 Neonazis einen Fackelmarsch abhielten. Grund der Behinderungen, die schließlich zur Auflösung der Demonstration durch den Anmelder führten, war eine Polizeidurchsage, die an die Einsatzkräfte ging: Man solle den Demonstrationszug mit der Begründung, ein Transparent hinge zu hoch stoppen und offensiv abfilmen. Falls sich jemand als Folge vermummt, solle dieser aus dem Demonstrationszug herausgezogen werden. Falls es Gegenwehr gebe, sei die gesamte Demonstration in Gewahrsam zu nehmen.
Entsprechend dieser Anweisung wurde die Demonstration gestoppt und angemahnt, ein Transparent hänge zu hoch. Nachdem dieses niedriger gehalten wurde und kein Vermummter gefunden wurde, wurde proklamiert, die Ordnerbinden seien in schwarz auf grau geschrieben, müssten aber in schwarz auf weiß geschrieben sein. Nachdem die Ordnerbinden umgestaltet wurden, wurde proklamiert, Seitentransparente und Fronttransparente müssten einen Mindestabstand von 10 Metern haben. Diese Prozedur dauerte etwa eine Stunde. Der Anmelder löste die Demonstration unter Protest auf.
Dieses Vorgehen der Polizei geschah zu Gunsten der angereisten Neonazis, die ihren „Fackelmarsch“ durch Stolberg durchführen konnten. Dieser Marsch wird alljährlich maßgeblich von der NPD und der Kameradschaft Aachener Land organisiert, die unlängst durch Sympathiebekundungen für den rechtterroristischen NSU und seine Morde aufgefallen war und seit etwa zehn Jahren in Aachen und seinem Umland weitestgehend unbehelligt gegen ihnen „unliebsame“ Menschen vorgeht.

Stolberg ist einer der Hochburgen des Neonazismus in NRW. Für viele Stolberger BürgerInnen allerdings gelten vielmehr Linke als Gefahr. So organisierten die Jugendorganisationen aller politischer Parteien Veranstaltungen an Schulen gegen „verblendete“ Neonazis und „gewaltbereite“ Linke. Astrid Stern, Sprecherin des AK Antifa Aachen meint dazu „Wo Neonazis als verblendet bezeichnet werden und AntifaschistInnen im Gegensatz zu Neonazis als gewaltbereit verunglimpft werden, da sollte man sich nicht wundern, dass Neonazismus sich ungestört ausbreiten kann. Auch das Verhalten der Polizei am 4.4. war eine klare Bekundung, dass Neonazis in Stolberg geduldet werden, AntifaschistInnen nicht“.

Am Samstag wird der nächste Naziaufmarsch in Stolberg stattfinden. Ein breites Bündnis hat zu Blockaden aufgerufen. Mit diesen erklären wir uns solidarisch und hoffen, dass die Neonazis diesmal gestoppt werden. Alle Infos zu Samstag finden sich hier.