Archiv für Juni 2011

26.6.2011

26.6.2011
Mittags ist eine Gruppe von bis zu 20 Neoazis in der Aachener Innenstadt unterwegs. Unter ihnen sind Neonazis aus Heinsberg, Düren, Aachen und Duisburg. Sie stellen sich vor dem AZ Aachen auf und machen Fotos um für den Aufmarsch in Bad Nenndorf zu werben.

Kurz danach greifen sie an der Hauptpost einen Menschen an, der sich in ein Auto flüchtet. Der Fahrer und er werden dann mit Pfefferspray angegriffen. Die Polizei nimmt nach eigenen Angaben 11 Nazis mit, darunter Rene L.

18.6.2011

18.6.2011
In Heinsberg Wassenberg greifen 8 Neonazis nachts drei Personen an. Sie schossen mit Softair-Waffen, wodurch zwei der Getroffenen blutende Verletzungen im Gesicht erlitten. Auch Pfefferspray wird verwendet.

14.6.2011

14.6.2011
Spätnachmittags versuchen 3 Neonazis einen Jugendlichen an der Schanz anzugreifen und jagen ihn eine längere Zeit.

Im Juni werden mehrfach größere Gruppen von Neonazis in der Innenstadt gesehen. Während einer „Facebook-Party“ am 17.6. im Aachener Elisengarten sind etwa 20-30 Neonazis in der Stadt unterwegs, unter ihnen KAL-Kader wie Joachim G. und rechte Hools.

9.6.2011

9.6.2011
Prozess gegen Rene L. und Denis U. wegen eines Angriffes auf Linke in der Aachener Innenstadt, am 27.3.2010. Unruhe macht sich breit, denn U. wurde von einem Polizisten als der Neonazi identifiziert, der einen Linken am Boden gegen den Kopf getreten haben soll. Am 17.6. wird U. zu 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt, Rene L. geht als Kameradschaftsführer mal wieder straffrei aus. Anscheinend braucht ihn das Innenministerium noch.

4.6.2011

4.6.2011
Eine Vielzahl Neonazis aus dem Rheinland tritt auf der Tag der deutschen Zukunft Demo in Braunschweig als eigener Block auf. Darunter sind die u.a. die KAL Leute Joachim G., Andre P., Timm M.

Artikel zu Hausdurchsuchungen in Aachen

Anfang der Woche fanden in Aachen zwei Hausdurchsuchungen statt, ein Artikel dazu findet sich auf Indymedia

Antifa-Kneipe 15.6. – Innenministerkonferenz 2011 in Frankfurt

imk aachen banner
Am 22. Juni findet in Frankfurt am Main die Innenministerkonferenz (IMK) 2011 statt, an der die Innenminister aller Bundesländer teilnehmen. Dagegen rufen linke Gruppen zu massiven Protesten auf. Denn die IMK ist eine der zentralen Institutionen, die heute die Kriminalisierung sozialer Konflikte vorantreibt und öffentlich legitimiert.

Mit der Einschränkung des Versammlungsrechts, „Loyalitätstests“ für Einwander_innen, der Ausweitung der Befugnisse von Polizei und Verfassungsschutz wie z.B. der Vorratsdatenspeicherung, der brutalen Abschottung Europas gegen Migrant_innen, der Propagierung der Extremismustheorie, usw. wird von staatlicher Seite aktuell auf soziale Konflikte reagiert. Die mediale Kampagne zu „Kriminalität“ und „innerer Sicherheit“ wollen uns glauben machen, dass Aufrüstung des Staatsapparats nach Innen und Außen in unser aller Interesse ist. In Wirklichkeit dient sie dazu, die kapitalistische Verwertungslogik und die fortschreitende Ökonomisierung aller Lebensbereiche abzusichern und den Widerstand dagegen zu kontrollieren. Alle Bereiche der Gesellschaft sollen dem Ziel der nationalen Standortkonkurrenz im globalen Wettbewerb untergeordnet werden.

Am 15. Juni wollen wir gemeinsam mit Referent_innen des Antifa AK Köln über den derzeitigen Stand der Mobilisierungen gegen die IMK berichten sowie theoretische Hintergründe des Protests darlegen.
Es wird Tickets für den Bus aus Köln (am 22. Juni) zu kaufen geben.

Außerdem gibt es natürlich wie immer die neuesten Antifa-News und kühle Getränke.

Infos:
Bündnis gegen die Innenministerkonferenz 2011 (IMK auflösen)
Indymedia Übersichtsartikel (mit Links zu allen Aufrufen und Infos)