Archiv für Oktober 2010

Distanzierungs-Marathon in der Neonaziszene

Aachen: Distanzierungs-Marathon in der Naziszene

Update: Bei Indymedia und Indymedia-Linksunten sind ebenfalls Artikel zu diesem Thema erschienen, anschauen lohnt sich.

Am 1. September 2010 wurde in Aachen der 19-Jährige Neonazi Falko W. aus Aachen-Richterich wegen des „Verdachts auf Sprengstofftaten“, sowie dem Besitz von verschiedensten Utensilien zur Sprengstoffherstellung von der Polizei verhaftet. Die Aktion wurde von Berlin aus geleitet, da W. und anderen Aachener Neonazis vorgeworfen wird, im Vorfeld des dortigen Naziaufmarschs am 1. Mai 2010 Pfefferspray, Schlagstöcke und Böller, deren Sprengkraft verstärkt war und die zudem mit Glassplittern umwickelt waren, mitgeführt zu haben. Bei einer Polizeikontrolle soll sich W. dieser Gegenstände entledigt haben. Laut Berliner Staatsanwaltschaft hatte er allerdings ein paar DNA-Spuren daran vergessen. Am 22.9., also etwa drei Wochen nach der Festnahme von Falko W. wurde ein weiterer Aachener Neonazi verhaftet, der 25-Jährige Daniel T. Im Gegensatz zu W., der in den vergangenen Jahren und vor allem in den letzten Monaten immer wieder durch Angriffe auf vermeintliche AntifaschistInnen auffiel und dabei auch nicht viel tat um seine Identität zu verschleiern, gelang es Daniel T. relativ lange, sich im Hintergrund zu halten. T. fiel erstmals auf einem von Axel Reitz angeleierten Naziaufmarsch am 8.11.2008 in Aachen auf, tauchte danach jedoch nur sporadisch bei Aktionen und Aufmärschen auf. Er gilt als einer der Haupttäter der Schändung des jüdischen Friedhofs Anfang August in Aachen. (mehr…)

Infoveranstaltung zum räumungsbedrohten Squat Rozbrat in Polen

14.10., 19:00h Infoveranstaltung zum räumungsbedrohten Rozbrat in Polen im Infoladen Aachen in der Stephanstraße 24

Rozbrat ist einer der größten und politisch gewichtigsten Squats in Poznan (Posen) und ganz Polen. Er existiert seit 1994 und beherbergt neben Wohnraum für über 20 Menschen auch viele politische Gruppen
( zum Beispiel „The Anarchist Federation“, „Anarchist Black Cross“, „Food not Bombs“…), eine anarchistische Bibliothek und mehrere Konzerträume, wo neben Konzerten auch Austellungen und politische Veranstaltungen stattfinden. Aktuell ist Rozbrat räumungsbedroht! An diesem Abend könnt ihr etwas über die Geschichte Rozbrat’s erfahren, seine Bedeutung für die anarchistische Szene in Polen, sowie über die aktuelle Bedrohungssituation und die Gegenaktivitäten der BesetzerInnen in Poznan und wie ihr sie in ihrem Kampf unterstützen könnt.

Infos finden sich hier

Veranstaltungshinweis: Diskriminierung von Wohnungslosen in der BRD

Veranstaltungshinweis zu einer Veranstaltung der Antifaschistischen Jugend Bochum am 08.10.10 zur Diskriminierung von Wohnungslosen in der BRD

Veranstaltung mit Thomas Wagner

Das Bild des „Penners“ ist in der bürgerlichen Mitte fest verankert. Ein/e Wohnungslose/r muss asozial und für sein/ihr Leid auf irgendeine Weise verantwortlich sein. Entweder durch Drogen, kein Engagement in der Schule oder durch eine der vielen anderen Projektionen, die dem Durchschnittsbürger so in den Sinn kommen. Diese Denkweise spiegelt sich in vielerlei Hinsicht als Diskriminierung, sowohl von Staat als auch Gesellschaft, wieder. Beide gehen zum Teil „militant“ gegen Obdachlose vor. Der jüngste bekannte Fall ist der Mord an Klaus B. in Kamp-Limpfort, bei dem zwei „Normalos“ den in einem Auto übernachtenden Klaus solange angriffen und verletzten bis er starb.
Dieses Jahr wollen wir bei unserer Gedenkdemo für Josef Anton Gera auch das Thema Soziale Ausgrenzung aufgreifen, da auch Gera in diesem Kontext ermordet wurde, auch wenn jene nicht das Mordmotiv darstellte. Im Vorfeld zur diesjährigen Gedenkdemo für Josef Gera haben wir Thomas Wagner zu einer Veranstaltung eingeladen. Thomas Wagner ist ein Streetworker aus Düsseldorf, der mit seinem
Vortrag die Ausgrenzung gegenüber Wohnungslosen in der BRD näher erläutern will.

8. Oktober 2010 — 19:30 — Bahnhof Langendreer

Infos hier