Archiv für März 2010

Stolberg Update 2: Antifa-Treffpunkt für Freitag

Am Freitag dem 2.3. ist der Antifa-Treffpunkt für Aachen 16.30 Uhr am Aachener Hauptbahnhof.
In der Mühle ist ab 18.00 Uhr eine Kundgebung von Side e.V. am Mühlener Markt angemeldet.

Der Nazi-Fackelmarsch soll um 18.00 Uhr am Mühlener Bahnhof beginnen.

Wichtige Updates zu Stolberg

Freitag: Laut ihrer Mobilisierungs-Website beginnen die Neonazis am Freitag dem 2. 4. ihren Fackelmarsch um 18.00 Uhr am Mühlener Bahnhof.

Samstag: Die Antifakundgebung wurde von der Polizei verlegt und findet nicht in der Hermannstraße/Ecke Eschweilerstraße statt. Stattdessen ist sie nun Ecke Frankentalstraße/Am Großen Rad und beginnt um 11.00 Uhr.
Diese Kundgebung liegt nahe der Naziroute, es ist aber auch sehr zu empfehlen die Kundgebung von Side e.V. an der Ecke Mühlener Markt/Salmstraße zu besuchen, diese liegt ebenfalls dicht an der Naziroute und beginnt um 12.00 Uhr.

Der gemeinsame Abfahrtstreffpunkt in Aachen ist 9.15 Uhr vor dem Aachener Hauptbahnhof.

News zu Stolberg und zu den Geschehnissen am Wochenende in Aachen

Zwei Jahre nach dem Überfall auf eine antifaschistische Demonstration am 27.3.2008 fand am Freitag den 26.3. in Aachen eine Demo statt, die u.a. darauf hinweisen sollte, dass bis heute von Seiten der Aachener Justiz keinerlei juristische Maßnahmen gegen die angreifenden Neonazis eingeleitet wurden. Das Argument des Aachener Gerichtes lautet, dass der zuständige Richter krank ist. Seit zwei Jahren wohlbemerkt. Gegen 18.00 Uhr fanden sich circa 150 AntifaschistInnen in strömenden Regen am Aachener Kaiserplatz ein. Es wurde die gleiche Route wie vor zwei Jahren gelaufen und eine Zwischenkundgebung am Ort des Überfalls gehalten. Am Markt endete die Demo, wo wiederum mehrere Redebeiträge vorgetragen wurden. Dorthin verliefen sich auch drei Neonazis, die nachdem sie einen Supermarkt betreten hatten, diesen nicht mehr verlassen wollten. Nachdem die Neofaschisten den Supermarkt unter Polizeischutz verlassen hatten, wurden ihre Personalien kontrolliert, wobei der Neonazi Eric T. das Kunststück vollbrachte, in Gewahrsam genommen zu werden.
Weitere Informationen zu dem Überfall am 27.3. 2008 finden sich hier und hier
Auch in Düren gab es am selben Abend noch Auseinandersetzungen mit Nazis
siehe: http://www.antifa-dueren.org/cms/

Am Samstagmorgen kam es dann in der Aachener Innenstadt zu einem Angriff von Neonazis auf AntifaschistInnen, welche gerade Flyer gegen die Naziaufmärsche in Stolberg am kommenden Wochenende verteilten. Die 15-20 Neonazis verteilten vor dem Angriff hingegen Flyer in denen sie zur Teilnahme an den „Trauermärschen“ in Stolberg am 2. und 3. April aufriefen. Nach besagtem Angriff flüchteten die Nazis, ein Teil von ihnen wurde festgenommen, darunter angeblich wieder Eric T., dem es so tatsächlich gelang zweimal an einem Wochenende in Polizeigewahrsam zu landen. Eine Stunde später wurde eine größere Gruppe von AntifaschistInnen von mehreren Streifenwagen eingekreist. Die Polizei durchsuchte die Menschen und erteilte ihnen ein Innenstadtverbot bis Geschäftsschluss.

Eine Woche vor den Großaufmärschen in Stolberg ist also von einer deutlich gesteigerten Naziaktivität in Aachen und Umgebung zu sprechen. Am 2. April wollen die Neonazis einen Fackelmarsch in Stolberg durchführen. AntifaschistInnen rufen dazu auf den Naziaufmarsch zu blockieren und in das migrantische Viertel Mühle zu kommen, um dort Solidarität mit den AnwohnerInnen zu zeigen. Denn gerade dort wollen die Neonazis ihre rassistische Hetze verbreiten. So skandierten sie 2008: „Kein Vergeben, kein Vergessen auch Türken haben Namen und Adressen“. Der türkische Verein Side veranstaltet zu diesem Anlass um 18:00h eine Kungebung auf dem Mühlener Markt.
Am Samstag den 3.4. planen die FaschistInnen eine Großdemonstration. Diese wurde in den vergangenen Monaten bundesweit und auch in Belgien und den Niederlanden massiv beworben.
Die letzten zwei Jahre nahmen zwischen 600 bis 800 Neonazis an den Aufmärschen teil.
Die lokale Neonaziszene versucht diesem Aufmarsch Kontinuität zu verleihen, um neben dem „Antikriegstag“ in Dortmund ein zweites jährliches neonazistisches Großereignis in NRW zu etablieren. Zu den Hintergründen gibt es auf dieser Seite einen guten Text:
http://akantifaac.blogsport.de/2009/04/03/von-salem-bis-stolberg-rechte-maertyrerrituale-und-rechte-gewalt-2/

Die Neonazis treffen sich am Samstag um 12:00h am Bahnhof Stolberg/Schneidmühle. Von dort aus werden sie voraussichtlich die Eisenbahnstrasse Richtung Mühle zum Tatort in der Birkengangstrasse/Am Großen Rad marschieren. Eine antifaschistische Kungebung in der Eschweilerstrasse/Hermannstrasse wurde bislang von den Bullen verboten, was zu der Mutmaßung führte, dass die Nazis diesen Weg durch das migrantische Viertel nehmen werden. Am Tatort planen sie wie in den vergangenen Jahren eine Zwischenkundgebung, um danach über die Eschweilerstrasse und die Nikloausstrasse wieder zum Bahnhof Schneidmühle zurück zu kehren.
Stadtplan

Auch am Samstag rufen AntifaschistInnen dazu auf, in die Mühle zu kommen und den Aufmarsch zu blockieren. 2009 gelang es 200 AntifaschistInnen den Naziaufmarsch für mehrere Stunden zu verzögern. Gemeinsamer Treffpunkt in Aachen ist um 09:15h vor dem Aachener Hauptbahnhof. Desweiteren findet wieder eine Kungebung von Side e.V. auf dem Mühlener Markt statt, welche um 12:00h beginnt. Auch das extrem bürgerliche „Bündnis gegen Radikalismus“ läuft an diesem Tag auf. Sie starten um 11:30h auf dem Jordansplatz, um danach fern ab von der Naziroute in der Innenstadt zu demonstrieren.

Zeitgleich findet in Dortmund eine Demo zur Erinnerung an den vor 5 Jahren von einem Neonazi ermordeten Punk, Thomas Schulz statt. Siehe dazu die gemeinsame Erklärung von Aachener und Dortmunder Antifas unter: http://antifaunion.blogsport.de/2010/03/02/erklaerung-zu-der-zeitlichen-ueberschneidung-der-demos-in-stolberg-und-dortmund/

Weitere aktuelle Informationen zu Stolberg findet im Laufe der Woche auf dieser Seite.

Darüber hinaus wird es am 1.4. im Rahmen des Antifacafés eine Infoveranstaltung zu Stolberg im Infoladen Aachen geben, sowie am Freitagabend ein Stolberginfopoint/Pennplatzbörse für letzte Updates im AZ Aachen.

Antifa-Café am 1.4.

Das nächste Antifa-Café findet am 1.4. statt, diesmal im Infoladen Aachen. Los geht,s wie immer ab 20.00 Uhr.
Thema: Die Nazidemos in Stolberg. Es wird aktuelle Informationen zu den Neonaziaufmärschen in Stolberg am 2. und 3. April sowie zu den Gegenaktionen geben. Außerdem wird kurz die Entwicklung der Neonaziaktivitäten in Stolberg seit dem ersten Großaufmarsch am 12. 4. 2008 dargestellt.

Heute ( 26.3) Antifa-Aktionen in Aachen und Düren

In Aachen findet heute eine antifaschistische Demonstration statt. Hintergrund ist der Angriff auf eine antifaschistische Demo vor 2 Jahren. Mehr dazu unter: http://akantifaac.blogsport.de/2010/03/07/antifaschistische-demo-in-aachen-am-26-3/

Die Demo startet um 18.00 Uhr auf dem Kaiserplatz

Um 20.30 Uhr ruft die Antifa Düren zu einer Kundgebung/Demo gegen ein Neonazitreffen in Düren auf, mehr dazu hier: http://www.antifa-dueren.org/cms/presseerklaerungen/kundgebung_gegen_npdtreffen_am_26_maerz_in_dueren.html

Autonome Vollversammlung am 20. März!

Autonome Vollversammlung am 20. März!

Am 20. März wird im Infoladen die nächste Autonome VV stattfinden.
Wenn du dich für autonome/linke/linksradikale Politik interessierst, dich mit anderen (undogmatischen) Gruppen/Personen vernetzen willst oder einfach mal reinschnuppern möchtest, dann komm doch vorbei!

Los geht’s um 16:30 Uhr im Infoladen.
Wer Lust hat, bringt Freund_innen und/oder (veganen) Kuchen mit!

Antifa-Café am 18.3.

Es gibt einen Vortrag zum Thema: 30 Jahre Startbahn West

Der Bau der Startbahn West in Frankfurt wurde zu einem der wichtigsten Bezugspunkte der Umwelt-Bewegung der 1970er und 1980er Jahre. Wir rollen die Geschichte wieder auf und wollen euch über die Hintergründe des Konflikts informieren.

Los gehts wie immer ab 20.00 UHr im AZ Aachen

Die Naziaufmärsche am 2. und 3. April in Stolberg blockieren!

Seit 2008 marschieren jährlich hunderte Neonazis im April durch die Kleinstadt Stolberg im Rheinland. Sie deuten den Tod eines jungen Mannes hier um zu einem Märtyrergedenken. Dieser – gestorben bei einer Auseinandersetzung unter jungen Männern – wird von ihnen zu einem der ihren stilisiert, der Angreifer zu einem Migranten.
Dies passt dann auch prima in neonazistische, rassistische Weltbilder.
Darum geht’s. Darum, durch das migrantische Viertel zu marschieren, sich selbst als Opfer darzustellen und Rassismus umzudeuten zur Selbstverteidigung. Ein Rassismus der seit den 90ern mehr als 140 Menschen in Deutschland das Leben gekostet hat und als Bedrohungszustand die Lebenssituation v.a. von MigrantInnen (mit)prägt.
Die Erfahrung des gemeinsamen „Kampfes“ auf der Straße ist grundlegend wichtig für neofaschistische Bewegungen und ihre einenden Selbstbilder. Auch dieses Jahr wollen mehrere hundert FaschistInnen unter Führung der neonationalsozialistischen NPD in Stolberg ihren Rassismus auf die Strasse tragen – mitten im migrantischen Viertel Mühle.
Am Abend des 2. April ist von Seiten der Nazis ein Fackelmarsch geplant, am 3. eine Grossdemonstration.
Wir rufen dazu auf, an beiden Tagen in die Mühle zu gehen um sich den Nazis entgegenzustellen! Die Ereignisse in Dresden, wo der europaweit grösste Naziaufmarsch
unlängst blockiert werden konnte, zeigen, dass es notwendig und möglich ist, ihre Aufmärsche zu verhindern.

Blockiert!

Treffpunkt am 03.04.2010:
Aachen Hbf. 09.15 Uhr
oder: kommt zur Kundgebung um 11.00 Uhr in Stolberg; Eschweilerstraße, Ecke Hermannstraße!

Antifaschistische Demo in Aachen am 26.3

Quelle: Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen

Aufruf zur Demo – 2 Jahre Überfall auf unsere Demonstration

2 Jahre nach dem Überfall der Neonazis auf eine friedliche antifaschistische Demonstration stehen die Täter immer noch nicht vor Gericht

Demonstration gegen den verharmlosenden Umgang mit den Neonazis der Region
Freitag, 26. März 2010
um 18.00 Uhr Kaiserplatz, Aachen

2008: Neonazis werfen die Scheiben in der Privatwohnung einer antifaschistischen Familie ein. Die Täter werden nicht gefasst. Empörte Bürger solidarisieren sich mit den Opfern der rechten Gewalt. Die friedliche Demonstration vom Kaiserplatz zum Markt wird in Höhe des Glaskubus am Elisenbrunnen von ca. 30 bewaffneten Neonazis überfallen. Es gibt Tumulte und Verletzte, bevor die Neonazis die Flucht ergreifen. Die Polizei ist mit 8 Uniformierten völlig überfordert. Zivilpolizisten, die unerkannt in der Demo mitlaufen, greifen die friedlichen Demonstranten an, statt die Demonstration zu schützen. Der Polizeipräsident muss sich vor dem Stadtrat in aller Öffentlichkeit entschuldigen.

Wer kommt vor Gericht: die Antifaschisten!
Danach kommen aber nicht die Neonazis vor Gericht, sondern der Versammlungsleiter der überfallenen Demonstration sowie ein weiterer Antifaschist. Das Verfahren wegen angeblichen Widerstands gegen die illegal eingeschleusten Zivilbeamten endet mit der Einstellung zu Lasten der Staatskasse. Die Zivilbeamten dürfen keine Aussage über ihre Aufgaben auf der Demonstration machen.
Die namentlich bekannten Neonazis stehen bis heute nicht vor Gericht. Als Grund wird die Erkrankung eines Richters angegeben, obwohl es für jeden Richter zwei Stellvertreter gibt. Warum also die überlange Verzögerung?
Die Staatsanwaltschaft erklärte vor Gericht, dass an diesem Tag zwei Demonstrationen aufeinander gestoßen seien. Es ist schon unverfroren, den bewaffneten Überfall der Neonazis, der einem schweren Landfriedensbruch gleichkommt, als schützenswertes demokratisches Anliegen umzuwerten. Welch eine Steilvorlage für die Anwälte der Neonazis!

Eine lange Reihe von Versäumnissen und Fehlern…

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Antifaschistische Demonstration am 06.03.2010 – „Nationales Zentrum“ in Düren-Merken verhindern!“

Die Antifa Düren ruft dazu auf, sich an der Demonstration gegen das geplante „Nationale Zentrum“ am kommenden Samstag in Düren-Merken zu beteiligen.

Update: Aktuellen Presseberichten zufolge ist die Gefahr eines „Nationalen Zentrums“ in Merken ersteinmal abgewendet. http://klarmann.blogsport.de/2010/03/04/rechts-offenbar-kein-npd-zentrum-in-merken/

Die Demo wird aber dennoch stattfinden!!

Antifaschistische Demonstration am 06.03.2010 – „Nationales Zentrum“ in Düren-Merken verhindern!“

Samstag, 06. März 2010 | 11.30 Uhr am Sportplatz (an der Peterstraße) in Düren-Merken [Karte]

Hinweise zur Anfahrt: Es verkehren regelmäßig Busse der Line 216 vom Dürener ZOB (Nordausgang Hauptbahnhof) nach Merken. Eine Online-Fahrauskunft lässt sich auf den Seiten der Dürener Kreisbahn (DKB) abrufen. Die DKB setzt zudem einen Sonderbus zur Demonstration ein: Abfahrt nach Merken: Düren Busbahnhof (ZOB / Nordausgang Bahnhof Düren) 11.00 Uhr, Rückfahrt nach Düren: Gegen 13.30 Uhr

Der Anlass:

Die NPD plant gemeinsam mit der „Kameradschaft Aachener-Land“ (KAL) und anderen Neonazi-Gruppen in Düren ein „Nationales Zentrum Rheinland“ zu eröffnen. Der Inhaber der im Ortsteil Merken gelegenen Kneipe „Zum Sportplatz“ sympathisiert mit der NPD und möchte an die Neonazis verkaufen oder verpachten.

Vor einigen Tagen hielt die NPD Düren in der Kneipe ihre „Jahreshauptversammlung“ ab, wobei es am Rande zu einem rechten Übergriff auf einen Journalisten und einen Antifaschisten kam. Für den 13. März plant die KAL die Zelebrierung eines faschistischen „Heldengedenkens“ in Merken. Die Kneipe hat einen Sitzungssaal für ca. 60 Leute. Perfekt für die Pläne der Neonazis, um dort künftig Vorträge, Schulungen und „Kameradschafts“-Abende abzuhalten.

Die NPD will in Düren einen „Knotenpunkt“ der neonazistischen Bewegung im Rheinland schaffen. Sollte es ihr gelingen, sich in Merken festzusetzen, würde dies neofaschistische Strukturen weiter über den Kreis Düren hinaus stärken. Trotz berechtigter Zweifel, ob die NPD finanziell überhaupt in die Lage ist, die Immobilie zu erwerben ist deutlich: Bis auf Weiteres möchte die Partei die Gaststätte für ihre Zwecke nutzen. Die NPD in der Region Düren gilt als eine der aktivsten Parteigliederungen in Nordrhein-Westfalen. Bei der Kommunalwahl 2009 zog sie mit je einem Vertreter in den Kreistag und Dürener Stadtrat ein.

Der Protest dagegen – kleine heile Welt in Merken?

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