..titelt ein Bericht auf Indymedia Linksunten, auf den wir dokumentierend hinweisen wollen. Hier der Link
Hintergrund ist die Verhaftung eines bekannten Aachener Neonazis wegen der Herstellung und dem geplanten Einsatz von mehreren Sprengsätzen.
Neben dem Artikel auf Indymedia-Linksunten finden sich unter den folgenden Links viele weitere Informationen:
Eine Veranstaltung, am 05.09.2010, um 19.00 Uhr im Infoladen Aachen (Stephanstraße 24)
Der „ak wantok“ hat in diesem Buch an die 50 Beiträge vereint, die sich mit der Geschichte, vor allem aber mit der Gegenwart und Zukunft der autonomen Bewegung auseinandersetzen. MitgliederInnen des HerausgeberInnenkollektivs werden ihre Motivationen für das Projekt und die damit verbundenen Hoffnungen darlegen, einen Überblick über den Inhalt geben und drei ausgewählte Themenbereiche – „Geschlechterverhältnisse/Sexualität“, „Antirassismus“ und „Metropolenpolitik“ – vertiefen. Vor allem aber soll viel Raum sein zu diskutieren und sich auszutauschen!
Update: es ist auch ein Indymediaartikel zum Thema erschienen: Link
In Aachen wurden in den Nächten vom Freitag dem 30.7 auf Samstag den 1.8 und von Samstag dem 1.8. auf Sonntag den 2.8. verschiedenste Sprühaktionen von Neonazis durchgeführt. Zudem wurde der jüdische Friedhof in Aachen geschändet. Das Eingangstor sowie die Gedenktafel wurden beschmiert, auf die Mauer wurden auf einer Länge von 40 Metern Hakenkreuze, sowie die Sprüche „Freiheit für Palästina“ und über 15 Meter „Den Juden den Gashahn aufdrehen“ gemalt. Neben dem jüdischen Friedhof wurden acht weitere Orte beschmiert, darunter das Haus eines Aussteigers, das Büro der Linken sowie der Aachener Zeitungsverlag (“Die Presse lügt“). Die Scheibe des Büros der „Linken“ wurde zudem eingeworfen, nun bereits zum vierten Mal.
Die öffentliche Reaktion auf die Schmieraktionen war relativ groß, es gab mehrere Presseartikel in den lokalen Medien und verschiedenste Verbände zeigten ihre Ablehnung. Die Polizei ließ sofort verlauten, dass mit Hochdruck ermittelt werde, sprach allerdings von den Vorwürfen der Sachbeschädigung und der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen. Von Volksverhetzung keine Spur?
Am 11.8 veröffentlichte die Aachener Polizei dann eine ungewöhnlich lange und detaillierte Pressemitteilung, in der sie angab, einen Tatverdächtigen wegen der Sprühaktionen am Jüdischen Friedhof verhaftet zu haben. Dem vorausgegangen seien „akribische Ermittlungen und Durchsuchungsaktionen“. Bei dem Verhafteten handele es sich um einen 24 Jährigen Aachener Neonazi. Interessanterweise wird in Neonazikreisen gemunkelt, dass wenige Tage vorher bei einem durchaus bekannten 24-jährigen Neonazi eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde.
Besagter Neonazi, Patrick L., bewegt sich seit mindestens 3 Jahren in der organisierten Neonaziszene, schien jedoch seit etwa einem Jahr von der Bildfläche verschwunden zu sein. Die Polizei teilte weiterhin mit, dass es mindestens einen weiteren Tatverdächtigen gebe, dessen Verhaftung kurz bevor stehe.
In Presseberichten wird spekuliert, dass es sich dabei um den am 12.8. wegen mehreren Körperverletzungsdelikten zu vier Wochen Jugendarrest verurteilten Falko W. handelt. Besagter ist mit seinen 19 Jahren bereits im inneren Kern der Aachener Naziszene zu verorten, er versucht sich oftmals durch besonders gewalttätiges Vorgehen zu profilieren. Wolf war es auch, der Anfang Juni aus seinem Auto heraus mit einer Steinschleuder Stahlkugeln auf AZ BesucherInnen schoss. Aus demselben Auto schoss wenige Tage später der Aachener Neonazi Timm M. mit einer Gaspistole auf BesucherInnen des Autonomen Zentrums Aachen. Falko W. war der Fahrer. Auch bei anderen Angriffen auf das AZ wurde Falko W. beobachtet, einmal trug er dabei einen mittelalterlich anmutenden Morgenstern. (mehr…)
Neonazis der NPD Düren und der „Freien Kräfte“ unter Führung der Witzfigur Axel Reitz haben für den 25. September einen Aufmarsch in Aachen angekündigt. Damit wollen sie sich gegen den Bau einer Moschee in Aachen wenden und ein weiteres Mal versuchen ihren Rassismus auf die Straße zu tragen. Die Nazis haben angekündigt, im Vorfeld des Aufmarsches Infostände und Verteilaktionen in Aachen und dem Umland durchführen zu wollen. Weiterhin geben sie an, Mengen an Aufklebern und Plakaten verkleben zu wollen. Auch wenn das ja oft heiße Luft ist, heißt es natürlich Augen auf und weg mit der Nazipropaganda.
Mehr zu diesen erneuten Aufmarschversuch von Neonazis in Aachen wird bald auf dieser Seite zu finden sein.
Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren.
Das S4-Bündnis, ein Zusammenschluss aus lokalen Antifagruppen, ruft dazu auf, am ersten Septemberwochenende nach Dortmund zu kommen und gegen den Naziaufmarsch auf die Straße zu gehen.
Der Vortrag bietet einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Dortmunder Naziszene, betrachtet die aktuelle Situation und informiert natürlich ausführlich über die Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch.
Mobi-Jingle:
Auf zu neuen Taten! No Nazis! Weder in Dortmund, Aachen noch sonstwo!!
Im Zusammenhang mit einem Artikel auf Indymedia, in dem ein Ex-Member von der Hardcore-Band Sneak Attack aus Aachen als aktiver Neonazi in Aachen geoutet wurde, wurden dort – in den Kommentaren – Vorwürfe an die Band laut, die sich darin zuspitzten, Sneak Attack sei eine „Nazi-Band“. Dem möchten wir hier widersprechen und dazu beitragen ein wenig Schärfe aus der nun an vielen Orten entstandenen Diskussion um die Band zu nehmen. Sneak Attack ist keine Nazi-Band.
In der Band waren zwei Neonazis aktiv, die dort ihre politische Gesinnung – wie Fische im Wasser – verbargen. Nach Bekanntwerden der Strukturen, in denen sich die beiden befanden und befinden, wurden sie aus der Band geworfen. Dass die beiden bei Sneak Attack spielten beweist nichts über die politische Richtung der Band. Es belegt aber ein weiteres Mal, dass Neonazis versuchen, in (Sub)Kulturen zu wirken. Dies ist das Problem. Sneak Attack haben gehandelt und sie haben richtig gehandelt.
Denn im Hardcore sollte kein Platz für Nazis sein!
Zweiter Runder Tisch zum Naziproblem in und um Aachen am 5.8 ab 20.00 Uhr im Infoladen Aachen
Aufgrund der großen Resonanz beim letzten Mal soll es am 5.8. im Rahmen des Antifa-Cafes ein weiteres Mal einen „Runden Tisch“ mit interessierten Gruppen und Einzelpersonen zum momentanen Naziproblem in und um Aachen herum geben.
Dazu wollen wir euch gerne einladen. Dabei kann ein Austausch über das Geschehen der letzten Wochen und mögliche Gegenstrategien stattfinden, wie beim letzten Mal wird es aber keine feste vorgegebene Themenordnung geben.
Los geht’s um 20.00 Uhr, diesmal im Infoladen Aachen, in der Stephanstraße 24 in 52064 Aachen .
Kein Sommer ohne Antifa!
Das Antifa Camp im Rheinland 2010
Das Camp beginnt am Mittwoch, den 18. August und geht bis zum Sonntag, den 22. August. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein vielseitiges Programm mit vielen Workshops und Diskussionsrunden. Mit dabei sind wieder Angebote zu Themen wie Antifaschismus, Militarismus, Sexismus, Kapitalismuskritik und vieles mehr. Auch praktische Tips für die Arbeit vor Ort, Kultur, Party und Zeit für den Austausch mit „alten Hasen“ und Leuten und ganz neu dabei sind, werden nicht zu kurz kommen.
Wir laden euch ein zu einer NRW-weiten Vollversammlung für autonome Politik am 01.08.2010 um 14.00 Uhr im AZ Wuppertal, Markomannenstraße 3., die Aktivist_innen aus einem breiten autonomen Spektrum ansprechen soll:
NRW-weite kontinuierliche Treffen gibt es in einer (zumindest halbwegs) offenen Form nur noch innerhalb der einzelnen Themenfelder autonomer Politik. Antifas treffen Antifas, Antiras treffen Antiras usw. Den Sinn dessen wollen wir nicht absprechen, aber wir denken, es ist wichtig, diese Themenfelder wieder mehr miteinander zu vernetzen.
Politische Gruppen und Einzelpersonen, die ein autonomes Selbstverständnis haben, arbeiten oft vereinzelt und isoliert in ihren Themenfeldern, zu ihren politischen Prioritäten. Dass die autonome Bewegung so ausdifferenziert ist, dass eine Spezialisierung stattgefunden hat, dass jeder der vielen Kämpfe sich spezifisches Wissen aneignete und produzierte, all das ist nur gut so. Wenn wir es aber nicht schaffen, uns aufeinander zu beziehen, die Differenz zu nutzen, werden wir zu vielen kleinen Ein-Punkt-Bewegungen und verpassen eine riesige Chance: Die Chance, uns auf einer solidarischen Basis zu vernetzen, jeweils von dem Wissen der anderen zu profitieren. (mehr…)